Sonntag, 1. März 2026

Naxos und Paros

Wie bereits erwähnt, bin ich am 27. Februar frühmorgens um 07:30 Uhr mit der Fähre von Piräus nach Naxos aufgebrochen – eine Überfahrt von gut fünfeinhalb Stunden. Nachdem ich nun endlich den Dreh raus hatte und das Ticket direkt am Schalter der Reederei kaufte statt über die App „Ferryhopper“, bekam ich dank meines Interrail-Passes die 30 % Ermässigung. Das fühlte sich fast wie ein kleiner Sieg an. Also gönnte ich mir eine Kabine – und glitt entsprechend entspannt übers Meer.

In Naxos erwarteten mich erneut ein makellos blauer Himmel und diese milde, beinahe trügerische Wärme, die den Februar vergessen lässt. Gleich am Hafen mietete ich ein kleines Auto. Auch die Unterkunft war wieder ein Glücksgriff: ein schönes Apartment, ruhig gelegen. Um diese Jahreszeit ist die Insel fast menschenleer. Keine Touristenströme, kein Lärm – nur Weite. Vieles ist deutlich günstiger als in der Hochsaison, zumindest Mietwagen und Unterkünfte. Beim Einkaufen hingegen holt einen die Realität schnell ein: preislich kaum ein Unterschied zur Schweiz.

Ich hatte beinahe zwei volle Tage Zeit und nutzte sie, um die Insel kreuz und quer zu durchstreifen. Mit dem Auto liess sich fast jeder Winkel erreichen. Auch die Drohne kam oft zum Einsatz. Nur der Wind verlangte Respekt. Vor allem, wenn er Richtung Meer blies, wurde es heikel. Überschritt er die maximale Geschwindigkeit der Drohne – etwa 40 km/h –, blieb sie am Boden. Denn wird sie hinausgetragen aufs offene Wasser, gibt es kein Zurück. Adios Drohne. Eine habe ich bereits verloren. Diese Lektion sitzt.

Am 29. Februar ging es weiter – wieder mit dem Schiff, diesmal nach Paros. Nur eine Stunde entfernt, und doch eine neue Insel, eine neue Stimmung.

Auf Paros wiederholte sich vieles auf vertraute Weise: Auto mieten, ein wunderbares Apartment beziehen, losziehen, entdecken. Zwei Drohnenflüge gelangen mir. Ansonsten blieb es ruhig, fast unspektakulär – aber auf eine gute Art. Nicht jede Etappe einer Reise braucht ein Highlight. Manchmal genügt das Unterwegssein selbst.

Morgen geht es weiter nach Serifos. Danach vermutlich noch Sifnos, bevor ich schliesslich nach Piräus zurückkehre. Aber davon erzähle ich im nächsten Blog.









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