Am 23. Mai entschied ich mich schlussendlich, wieder in Richtung Heimat zu fahren – mit möglichen Zwischenstopps in Kopenhagen, Hamburg und vielleicht sogar noch Berlin oder Amsterdam.
Ich nahm den Zug von Stockholm nach Kopenhagen und buchte dort für zwei Nächte ein Zimmer im Generator Hostel. Dort war ich bereits zweimal abgestiegen und hatte jedes Mal sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Hostel liegt mitten im Ausgehviertel, was aber auf eine angenehme Art funktioniert. Keine Ansammlung von grölenden, vor allem männlichen Gestalten, die einen daran zweifeln lassen, ob die Menschheit wirklich ein Recht hat, weiter zu existieren. Nein, die Atmosphäre war entspannt, international und unkompliziert. Ich kann das Hostel wirklich weiterempfehlen.
Nach knapp zwei Tagen ging es dann weiter nach Hamburg. Die Strecke ist eigentlich gar nicht so weit, aber der Zug macht einen recht grossen Umweg, um auch kleinere Orte entlang der Strecke zu bedienen. Das dauert zwar etwas länger, ist aber absolut in Ordnung.
In Hamburg buchte ich erneut zwei Nächte im Cab20, einem Ort, den ich inzwischen sicher schon viermal besucht habe. Die Gegend direkt neben dem Hamburger Hauptbahnhof gehört zwar nicht zu den schönsten Ecken der Stadt, aber das Cab20 ist für mich so etwas wie ein Fünf-Sterne-Hostel. Und nur etwa 100 Meter entfernt befindet sich jenes Restaurant mit den Shrimps in Knoblauchsauce, das ich in meinen Reiseberichten vermutlich schon mehrmals erwähnt habe. Allein dafür lohnt sich der Aufenthalt beinahe schon.
Am 27. Mai ging es dann mit einer direkten Verbindung von Hamburg nach Basel SBB und anschliessend weiter nach Luzern. Ich musste wieder meine Medikamente in Bern abholen, und die wenigen verbleibenden Tage lohnten sich nicht mehr für einen weiteren grösseren Abstecher.
Wie auch immer – lange wird es wohl nicht dauern, bis es wieder losgeht. Ihr kennt mich ja inzwischen. Solange in Europa noch Frieden herrscht – und dank Trump scheint das leider nicht mehr ganz so selbstverständlich zu sein wie noch vor einigen Jahren – sollte man jede Gelegenheit nutzen, um die Welt zu entdecken. Irgendwann werden wir alle genug Zeit haben, zu Hause zu sitzen. Bis dahin gibt es noch viel zu sehen.
Kopenhagen mit Drohne










