Am 3. März ging mein persönliches Island-Hopping-Abenteuer in die nächste Runde. Am Morgen um 09:00 Uhr legte mein Schiff von Paros nach Serifos ab – eine rund zweistündige Überfahrt, die gefühlt schneller vergeht als ein Espresso in einer italienischen Bar. Und ich kann mich nur wiederholen: blauer Himmel, angenehme Temperaturen und T-Shirt-Wetter. Für Anfang März fast schon unverschämt perfektes Wetter.
In Serifos dann wieder das mittlerweile bewährte Prozedere: Auto organisieren und zur Unterkunft fahren. Wobei „organisieren“ diesmal ein kleines Abenteuer für sich war. Es ist nämlich fantastisch, zu dieser Jahreszeit auf den griechischen Inseln zu reisen. Ich habe unglaubliches Glück mit dem Wetter und – noch viel besser – die Inseln praktisch für mich allein. Touristen? Fehlanzeige. Absolute Ruhe.
Der kleine Haken an der Sache: fast alles hat geschlossen. In dieser Zeit wird hier offenbar alles gleichzeitig renoviert, repariert oder neu asphaltiert. Baustellen überall. Sämtliche rent-a-car Büros geschlossen, und sogar die ATM-Automaten – die ich zum Glück ohnehin selten brauche – sind außer Betrieb. Ein perfektes Beispiel für mediterrane Gelassenheit: Wenn etwas zu ist, dann eben richtig.
Hier kommt einem allerdings die legendäre griechische Gastfreundschaft zugute. Ich fragte einfach jemanden, ob es vielleicht doch noch irgendeine Möglichkeit gäbe, ein Auto zu bekommen. Ohne Auto wäre ich ganz sicher nicht jeweils zwei Tage auf einer Insel geblieben – Busse fahren um diese Zeit nämlich auch nicht, und ohne Auto wüsste ich ehrlich gesagt nicht, wie man hier die Inseln wirklich erkunden soll.
Also habe ich – wie gewohnt – die Insel erkundet und wieder eine großartige Unterkunft genossen.
Am 5. März ging es bereits weiter. Natürlich wieder mit dem Schiff (wie sonst auf einer Inselreise). Von Serifos nach Milos, eine Insel weiter südlich. Dort dann wieder das inzwischen vertraute Ritual: Auto finden, Insel erkunden, schöne Unterkunft beziehen.
Viel mehr kann ich tatsächlich gar nicht berichten, denn alles läuft erstaunlich reibungslos. Man könnte sagen: Es funktioniert wie am berühmten Schnürchen.
Am 7. März geht es dann weiter zur letzten Insel meiner kleinen Rundreise: Siros. Die habe ich letztes Jahr nur ganz kurz gesehen, bei einem nächtlichen Zwischenstopp auf einer Fähre auf dem Weg zurück nach Piräus. Damals war es mitten in der Nacht – aber der Anblick war verführerisch.
Voraussichtlich am 9. März fahre ich dann zurück nach Piräus und von dort weiter über Patras und Bari, anschließend über Rom wieder zurück in die Heimat.
Es wird diesmal zwar nur ein Kurzbesuch zu Hause, aber trotzdem: Nach so vielen Inseln, Fähren und improvisierten Mietautos fühlt sich auch die Heimat zwischendurch immer wieder ziemlich gut an.











