Samstag, 14. Februar 2026

Buenos Aires 2

Am 31. Februar war ich wieder in Buenos Aires. Mein Rückflug in die Schweiz ist am 8. Februar. In Buenos Aires hatte ich für die ganze Woche eine Super Wohnung mit Waschmaschine, Küche, TV mit Netflix und YouTube und sehr schnellem Internet. Nicht das kleinste zu beanstanden. Zudem war es sehr zentral gelegen, ganz in der Nähe des Obelisken an der Avenida de Mayo.

In dieser Woche hab ich aber ehrlich gesagt praktisch nichts gemacht. Nochmal eine Hop-on/off Bustour. Dann ein langer Spatzierganz an Meer bei dem ich aber fast einen Hitzschlag bekommen hätte. Ganz am Schluss dann einen Besuch des grossen Friedhofs von Buenos Aires wo die bekanntesten Leute von Argentinien begraben sind. Unter anderem Evita Peron (siehe Fotos). Jedes Grab ist ein Monument, zwar nicht wie die Pyramiden in Egypten aber auf jeden Fall riesig.

Am 8. Februar gings dann zurück mit Airfrance von Buenos Aires nach Paris und weiter nach Zürich. Der Flug war viel angenehmen als der Hinflug. Keine Verspätung und einen Sitz beim Emergency Ausgang von man sehr viel Fussfreiheit geniesst.

Nur die zwischenlandung in Paris war ein wenig beängstigend. Ohne Grund hatte ich plötzlich einen Puls von sicher über 100 und mir war schwindlig, das Gefühl bei dem man Angst bekommt. War dann aber zum Glück nichts und ich bin am Abend im schön kühlen Zürich angekommen.

Die nächste Reise wird voraussichtlich nach Japan gehen. Und danach wieder Europa. 


 


Rio de Janeiro

Am 20. Januar bin ich von Bariloche kommend wieder in Buenos Aires angekommen. Das bedeutete, dass noch fast drei Wochen Ferien vor mir lagen — und die wollte ich ganz bestimmt nicht damit verbringen, mich in Buenos Aires festzuwurzeln. Ich bin einfach nicht der Typ Mensch, der lange an einem Ort bleibt. War ich noch nie. Das Ziel ist die Reise, wie Konfuzius angeblich gesagt hat. Oder irgendein Backpacker auf Instagram. Klingt aber gut.

Deshalb liebe ich das Reisen in Europa so sehr: Man kann praktisch jeden Tag in einem anderen Land aufwachen, ohne sich gross anzustrengen. Oder Indien — da mietet man sich einfach ein Taxi mit Fahrer, und der bringt einen für wenig Geld überall hin. Selbst wenn „überall“ 2000 Kilometer entfernt ist und man danach das Gefühl hat, eine Beziehung mit dem Fahrer geführt zu haben.

Oder künftig Japan (wahrscheinlich im Frühling), wo es eine Art Interrail-Pass gibt, mit dem man zwei oder drei Wochen lang unbegrenzt Zug fahren kann. Ein Land, in dem Züge pünktlich sind. Für Schweizer also fast schon langweilig — aber trotzdem faszinierend.

Ich war also wieder in Buenos Aires und habe bereits am zweiten Tag gemerkt: Ich muss hier wieder weg. Eine Idee war Santiago de Chile mit Mietauto — absurd günstig. Die andere Idee: eine Woche Rio. Sonne, Strand, Samba, leichte Selbstüberschätzung. Ich habe mich für Rio entschieden und bin am 25. Januar nach einem dreistündigen Flug dort gelandet.

Über Booking habe ich mir eine Unterkunft für die ganze Woche gemietet. Etwa 70 Franken. Bewertung über 8. Also quasi Luxus. In der Realität war es eher eine Mischung aus sozialem Experiment und Charakterprüfung. Am nächsten Morgen bin ich geflüchtet. Dieses Mal habe ich mir ein schönes Apartment im 18. Stock eines Hochhauses genommen. Aussicht top, Überraschungsfaktor minimal — genau mein Stil.

Die Leute — vor allem die älteren — kamen mir am Anfang ein bisschen schmuddelig vor. Das war mein erster Eindruck (obwohl ich ja 2007 schon mal in Rio war). Aber ich kenne das Muster: Genau so hat Indien damals auch angefangen. Erst Skepsis, dann Verliebtheit, dann plötzlich Streetfood um 2 Uhr morgens.

In Rio war es dasselbe. Am zweiten Tag habe ich gemerkt, wie extrem herzlich die Leute sind. Wirklich auffällig. Man sollte sich allerdings unten in der Stadt aufhalten und die Favelas meiden, vor allem nachts. Abenteuerlust ist schön und gut, aber sie muss ja nicht lebensmüde werden. Unten in der Stadt ist alles völlig okay. Ich hatte nicht das kleinste Problem — ausser der Hitze, die sich anfühlte, als hätte jemand einen Föhn auf Dauerbetrieb gestellt.

Ich habe das Paar kennengelernt, dem ein paar Apartments im Haus gehören. Offenbar fanden sie mich ganz sympathisch und haben das im ganzen Gebäude verbreitet. Danach klopften immer wieder fremde Nachbarn an meine Tür und fragten, ob alles okay sei oder ob ich etwas bräuchte. In Europa ruft man dafür die Polizei, in Rio bringt man dir Wasser. Sehr sympathisch.

Leider ist auch in Rio der Massentourismus angekommen. Ich bringe es einfach nicht über mich, drei Stunden in brütender Hitze anzustehen, nur um irgendwo ein Foto zu machen, das danach aussieht wie 4000 andere. Die Jesus-Statue war genau so ein Fall. Ich war dort, habe die Menschenmassen gesehen und beschlossen: Jesus versteht das. Ich bin wieder umgedreht. Zum Glück hatte ich das Ganze schon 2007 gesehen — mein Gewissen blieb also stabil.

Taxi fahren ist in Rio absurd günstig. Für zwei bis drei Franken fährt man gefühlt durch eine halbe Netflix-Dokumentation. Ich benutze immer Uber und bin grosser Fan. Natürlich habe ich auch wieder eine Hop-on-Hop-off-Bustour gemacht, um wenigstens etwas Kultur mitzunehmen. Zu Fuss unterwegs sein war kaum möglich — ausser man wollte herausfinden, wie sich ein Brathähnchen fühlt.

Am 31. Februar bin ich dann wieder zurück nach Buenos Aires geflogen. Ein Datum, das ungefähr so real ist wie meine Absicht, irgendwann einmal langsam zu reisen.


 


Dienstag, 20. Januar 2026

Bariloche 2

Heute ist mein letzter Tag in Bariloche. Gegen 16:00 Uhr geht mein Flug zurück nach Buenos Aires – von hier mit angenehmen rund 25 Grad direkt hinein in die 35 Grad der Hauptstadt. Dort habe ich mir für drei Tage ein schönes Apartment gemietet. Insgesamt bleiben mir ja immer noch etwas mehr als zwei Wochen, und ich bin aktuell am Überlegen, wie ich diese verbleibende Zeit sinnvoll und interessant gestalten soll.

Eine Idee war, nach Punta Arenas zu fliegen. Das liegt ganz im Süden Südamerikas, respektive in Patagonien, und gehört zu Chile. Die Temperaturen lägen dort bei etwa 12–14 Grad. Allerdings sagt die Wettervorhersage für die nächsten zehn Tage nahezu durchgehend Regen voraus. Zudem ist Punta Arenas geografisch so gelegen, dass es lediglich eine Straße nach Norden und eine nach Süden gibt. Aus diesen Gründen habe ich dieses Projekt vorerst verworfen.

Es bleiben jedoch zwei Alternativen. Die erste wäre ein Flug nach Santiago de Chile. Die rund zehn Minuten Chile, die ich bisher „erlebt“ habe, waren alles andere als befriedigend. Ein klarer Vorteil dort ist, dass Mietwagen in Chile extrem günstig sind: Für etwa 130 Franken bekommt man bereits einen soliden Mittelklassewagen für 4-5 Tage.

Die zweite Variante wäre ein Abstecher nach Montevideo in Uruguay. Die Stadt liegt nur rund 150 Kilometer auf der anderen Seite der Bucht, die Argentinien und Uruguay trennt. Man kann entweder bequem mit dem Schiff oder alternativ auch fliegen. Mal sehen, wofür ich mich letztlich entscheiden werde.

Gestern habe ich nochmals einen Ausflug von Bariloche aus in westlicher Richtung zum Lago Perito Moreno gemacht und dabei kurz in der Colonia Suiza Halt gemacht. Die Gegend ist – wie gewohnt – landschaftlich sehr schön. Ein großer Teil der Strecke führt jedoch über Naturstraßen, und durch die gestern recht hohen Temperaturen war alles extrem staubig. Die Colonia selbst war eher eine Enttäuschung. Vielleicht ganz nett für jemanden ohne Bezug zur Schweiz, ansonsten aber vor allem auf Tourismus und Geldmacherei ausgelegt. Wenn ich eine solche Colonia anlegen würde, dann ganz sicher nicht in dieser Form und schon gar nicht an diesem Ort.

Mehr gibt es im Moment nicht zu sagen.
Nos escuchamos.



Sonntag, 18. Januar 2026

San Juan de Bariloche

Am 15. Januar ging es dann endlich los. Diesmal ab dem National Airport, der – im Gegensatz zum internationalen Flughafen – ziemlich zentral liegt, direkt an der Bucht zwischen Argentinien und Uruguay. Klingt idyllisch, wäre da nicht das altbekannte Déjà-vu: Der Flug hatte natürlich wieder fast drei Stunden Verspätung. Wie könnte es auch anders sein.

Zusätzlich musste ich mein Gepäck umorganisieren, da in der Kabine nur etwas in der Größe meines kleinen Koffers erlaubt war. Also wanderte die gesamte Elektronik in den Koffer, der ganze Rest in den Rucksack, den ich aufgeben musste. Trotz dieser logistischen Meisterleistung wurden mir dann noch 30 Dollar verrechnet, weil der Koffer rund zehn Zentimeter zu groß war. Zehn Zentimeter – offenbar eine kritische Maßeinheit in der Luftfahrt.

Im Flugzeug angekommen, erwartete mich dann die arktische Zone. Warum Airlines die Klimaanlage immer auf „Tiefkühltruhe“ einstellen, bleibt mir ein Rätsel. Sämtliche warmen Kleider hatte ich ja aufgegeben. Im Koffer befanden sich lediglich ein paar Hosen, eigentlich gedacht als Polsterung für den Laptop. Diese Zweckentfremdung wurde nun zur Überlebensstrategie: Arme in die Hosenbeine gesteckt, improvisierte Thermoisolation. Die Blicke der Mitreisenden waren leicht irritiert, aber was soll’s – Not macht erfinderisch. Zum Glück wurde die Aircondition nach dem Start etwas humaner eingestellt.

Der Flug dauerte gut zwei Stunden. In Bariloche angekommen, fiel die Temperatur von 34 Grad in Buenos Aires auf rund 14 Grad. Ein klimatischer Kulturschock. Ich steuerte sofort die Rent-a-Car-Schalter an, denn für die fünf geplanten Tage ist ein Auto hier essentiell. Leider waren sämtliche Fahrzeuge bereits vergeben. Bis auf eines: ein SUV für satte 150 Franken pro Tag. Ein saftiger Betrag, aber ohne Auto ist Bariloche praktisch nicht machbar. Also zähneknirschend zugeschlagen.

Bis hierhin hatte alles funktioniert. Doch natürlich musste noch etwas kommen – wie so oft etwas, das mir auf die eine oder andere Art fast einen Herzinfarkt beschert. Noch am Schalter bemerkte ich plötzlich, dass mein Handy weg war. Nein. Nicht schon wieder. Irgendwie passiert mir dieser Mist immer.

Ich ging zurück in die Halle, wo ich das Handy zuletzt benutzt hatte. Nichts. Zwar kann ich grundsätzlich ohne Handy leben, aber darauf war so viel gespeichert, dass ich es unmöglich kurzfristig hätte rekonstruieren können. Ich sprach eine Polizistin an, die am Rand stand und mit kritischem Blick die Touristen beobachtete, und fragte sie, ob sie etwas gesehen hätte. Leider nein.

Also machte ich mich wieder auf den Weg aus dem Flughafen und begann mich langsam mit der Tatsache abzufinden, dass ich nun wirklich ein Problem hatte. Ich hatte keine Ahnung, wo mein Hotel war – sämtliche Informationen befanden sich auf dem Handy.

Und dann hörte ich plötzlich jemanden rufen:
„Mister, I found your mobile.“

Die Polizistin stand vor mir, freudestrahlend, mein Handy in der Hand. Ich habe sie spontan umarmt. Wieder einmal unfassbares Glück. Wer auch immer dafür zuständig ist: Danke.

Anschließend fuhr ich zum Hotel in der Stadt. Ich war ja schon 2007 einmal hier, und die Veränderung ist enorm. Die Natur ist nach wie vor spektakulär, aber die Stadt selbst ist regelrecht explodiert. Am mühsamsten ist jedoch der Verkehr – Hochsaison lässt grüßen. Ich kurvte gut 30 Minuten durch die Stadt, bis ich endlich einen Parkplatz fand. Überall dort, wo weiße Randsteine sind, darf man parken – theoretisch. Praktisch war alles besetzt.

Irgendwann habe ich dann das System verstanden: Man sucht sich selbst eine freie Lücke, parkiert, und sofort taucht ein Parkwächter auf. Von 20:00 Uhr abends bis 08:00 Uhr morgens ist das Parkieren gratis, ebenso samstags ab 14:00 Uhr und den ganzen Sonntag. Ansonsten kostet es 2000 Pesos pro Stunde, was etwa 1.10 Franken entspricht – also immerhin moderat.

Am ersten Tag bin ich etwa halb um den See gefahren, insgesamt rund 240 Kilometer. Das Hotel hier ist sehr gut. Allerdings hatte ich anfangs Probleme mit dem WLAN: Sobald ich im Zimmer war und die Tür schloss, war die Verbindung weg. Quasi digitale Isolation. Ich bekam dann ein anderes Zimmer, in dem das Zeug – hochprofessionell formuliert – tatsächlich funktionierte.

Was etwas mühsam ist, ist der permanente, starke Wind. In meinem Blog von 2007 habe ich nachgelesen, dass das offenbar schon damals so war. Bis jetzt war jedenfalls nichts mit Drohne fliegen. Der Wind ist einfach zu stark, und eine verlorene Drohne reicht mir fürs Leben vollkommen.

Der Wind sorgt zudem dafür, dass es speziell an Seitenstraßen, die in Hauptstraßen münden, zu regelrechten Sandstürmen kommt. Wenn man da durchfährt, sieht man für einen kurzen Moment absolut gar nichts mehr. Blackout auf Patagonisch.

Und noch eine kleine Anekdote zum Schluss: Am ersten Tag bin ich eine Strecke gefahren, die Richtung Chile führt. Eigentlich wollte ich nur in Grenznähe fahren, habe aber das kleine Zollhäuschen übersehen. Ergebnis: Ich war plötzlich in Chile und habe es erst etwa zehn Minuten später realisiert. Kein Zöllner, keine Kontrolle, nichts.

Ich war ja schon einmal drei Tage in Japan. Jetzt war ich halt zehn Minuten in Chile. Man nimmt, was man kriegt.

 



Samstag, 17. Januar 2026

Buenos Aires

Nach mehr als zwei Jahren kreuz und quer durch Europa unterwegs war ich nun fast eineinhalb Monate zu Hause. Das hat es – wie gesagt – seit über zwei Jahren nicht mehr gegeben. Der Grund dafür ist mir völlig klar. Ich habe zwar ein schönes Zuhause und lebe mit einem Teil meiner Familie in einem wirklich angenehmen Haus. Aber mein eigentliches Problem bin ich selbst. Ich weiss schlicht nicht, was ich mit mir anfangen soll, und das ist ein uraltes Thema.

Im Grunde tue ich fast nichts: Musik hören, Filme schauen und ziemlich ratlos aus der Wäsche gucken. Immerhin gibt es Trump. Über den kann ich mich fast täglich aufregen, was meinen Körper – Herz und Blutdruck – zuverlässig in Schwung hält. Wenn ich reise, bin ich deutlich aktiver, selbst wenn es „nur“ Zugfahren, Hotelsuchen oder Sightseeing ist. Und doch stimmt der alte Satz: Man nimmt sich selbst immer mit – und damit auch seine kleinen und grossen Problemchen.

Also, was habe ich gemacht? Ich habe mich spontan für eine fünfwöchige Reise nach Argentinien entschieden. Ich war bereits 2007 einmal dort, und da Argentinien auf der Südhalbkugel liegt, ist dort momentan Sommer. Während wir uns in der Schweiz gerade ziemlich den Arsch abfrieren.

Ich habe also gebucht: Abflug am 15. Januar mit Air France via Paris nach Buenos Aires, Rückflug am 5. Februar.

Der erste Teil des Fluges war pünktlich und angenehm und brachte uns nach Paris Charles de Gaulle. Als ich das letzte Mal dort war, herrschte pures Chaos – Umbauten überall, Passagiere, die wie blinde Hühner durch den Flughafen getorkelt sind. Dieses Mal hingegen war alles überraschend gut organisiert, übersichtlich und entspannt.

Leider hatte der Weiterflug nach Buenos Aires dann satte drei Stunden Verspätung. Die Sitze waren zudem ziemlich eng kalkuliert, obwohl ich bewusst einen Platz mit angeblich etwas mehr Beinfreiheit gewählt hatte. Früher war Air France in dieser Hinsicht deutlich besser. Schade. Durch die Verspätung ergab sich ein weiteres Problem: Ich hatte bereits eine Unterkunft in Buenos Aires gebucht, deren Rezeption nur bis 22:00 Uhr geöffnet war. Während des Fluges hatte ich Internet und fragte im Hotel nach, ob eine Ankunft gegen Mitternacht möglich wäre. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen, aber wir einigten uns schliesslich darauf, dass ich die Buchung kostenlos stornieren konnte.

Ich buchte also ein anderes Hotel mit Öffnungszeit bis 23:00 Uhr. Doch auch das erwies sich als knapp, denn Buenos Aires ist eine riesige Stadt und die Taxifahrt vom Flughafen dauerte rund eine Stunde. Zunächst war man auch dort nicht gerade erfreut, willigte dann aber ein, mich bis 00:30 Uhr zu empfangen. Das klappte schliesslich problemlos, und der Mann an der Rezeption entpuppte sich als ausgesprochen hilfsbereit und sympathisch.

Ich blieb zwei Tage in diesem Hotel und zog dann für weitere zwei Tage in ein anderes, nur etwa 300 Meter entfernt. Beide Hotels liegen direkt an der grössten Avenue von Buenos Aires, dort, wo auch der berühmte Obelisk steht. Die Strasse selbst ist eine 16-spurige Schneise durch die Stadt – acht Spuren pro Richtung. Als ich das Hotel zum ersten Mal verliess, bemerkte ich, dass ich mich exakt an dem Ort befand, an dem ich 2007 meine Weltreise begonnen hatte: Das damalige Hostel lag nur eine Seitenstrasse weiter.

Die Temperaturen in Buenos Aires waren nach der beschissenen Kälte in der Schweiz eine wahre Wohltat. Tagsüber bis zu 35 Grad, abends angenehme 25 Grad, dazu trockene Luft – perfekt.

Am zweiten Tag machte ich dann meine inzwischen fast obligatorische Stadtrundfahrt im Hop-on/Hop-off-Bus. Buenos Aires ist zwar eine riesige Stadt, wirkt aber weniger eindrucksvoll, als man vielleicht erwarten würde. Im Vergleich zu Barcelona – mit dem sie am ehesten verglichen wird – fällt sie eher nüchtern aus. Und mit Städten wie Rom oder Paris kann sie ohnehin nicht mithalten.

Normalerweise habe ich kaum Bargeld dabei, da man fast überall auf der Welt problemlos mit Karte bezahlen kann. Hier ist das etwas komplizierter. Aufgrund der extrem hohen Inflation gibt es offenbar fast jährlich neue Banknoten. Der aktuelle Kurs ist absurd: 10’000 Pesos entsprechen etwa 5 Franken. Trotzdem ist das Leben hier insgesamt relativ günstig.

Am vierten Tag entschied ich mich schliesslich, weiter nach Bariloche zu fliegen. Ich kannte den Ort noch von 2007 und war gespannt, ihn nach all den Jahren erneut zu erleben.

Weiter dann in Bariloche.



Freitag, 16. Januar 2026

EU25 Letzte Europareise für den Moment

Am 31. Oktober ging es wieder los. Zunächst – ganz klassisch – mit dem TGV nach Paris, wo ich gefühlt zum dritten Mal im The People Paris Marais übernachtet habe. Langsam wird das fast schon zu einer institutionellen Stammbeiz. Wie bereits erwähnt, verstehe ich mittlerweile endlich auch das Pariser Metro-Netz so gut, dass ich nicht mehr bei jeder Fahrt das falsche Ticket aus dem Automaten fische. Ein persönlicher Meilenstein.

Am 2. November folgte dann das nächste Teilstück: von Paris hinunter nach Barcelona-Sants. Dort bin ich im Paraiso Hostel abgestiegen – gut gelegen, quasi direkt neben der Rambla, also mitten im urbanen Epizentrum.

Am 4. November ging es weiter nach Madrid Atocha, am 6. dann noch weiter runter bis nach Algeciras. Eigentlich hatte ich vor, wieder nach Marokko überzusetzen und bis Marrakesch zu reisen, eventuell sogar erstmals nach Fès. Das Schiffsticket hatte ich bereits (32 Euro, ein echtes Schnäppchen), aber irgendetwas fühlte sich nicht stimmig an. Und man soll ja bekanntlich auf seinen Magen hören – vor allem, wenn er Alarm schlägt.

Also: U-Turn. Zurück Richtung Norden. Zuerst zum zweiten Mal nach Málaga, obwohl mir die Stadt beim ersten Besuch nicht sonderlich gefallen hatte. Diesmal war das Wetter jedoch deutlich besser, was die gesamte Wahrnehmung signifikant aufgewertet hat. Sonne wirkt eben wie ein kostenloses Upgrade.

Am 10. November ging es weiter nach Granada. Dort war ich noch nie – und ich bin sehr froh, diese Bildungslücke geschlossen zu haben. Eine wunderschöne Stadt, insbesondere die Altstadt, die es wirklich in sich hat.

Am 12. November dann zurück nach Madrid Atocha, am 14. weiter nach Barcelona.
Am 15. November ein kurzer Abstecher für einen Tag nach Marseille und am Tag darauf zurück in die Schweiz. Mein Interrail war allerdings noch bis zum 5. Dezember gültig – also noch mehr als zwei Wochen.

Diese zwei Wochen wollte ich natürlich nicht einfach verschenken und entschloss mich am 20. November spontan zu einem erneuten Versuch Richtung Griechenland.

Ich nahm den Zug nach Mailand und von dort einen direkten High-Speed-Zug nach Bari. In Bari war es angenehm warm, die Stimmung passte, und ich hatte ein gutes Gefühl – also kaufte ich mir ein Schiffsticket nach Patras. Am nächsten Morgen sah die Sache allerdings ganz anders aus: Es war kalt, es hat extrem gewindet, und ich musste bis zum Abend des 22. November auf die Überfahrt warten. Zusätzlich checkte ich die Wettervorhersagen für Griechenland und die griechischen Inseln: praktisch täglich Regen und Temperaturen um die 14 Grad. Ich hatte das schon einmal auf Mykonos erlebt – und diese Erfahrung musste ich definitiv kein zweites Mal machen.

Also wieder alles zurück. Neuer U-Turn. Diesmal nach Rom, wo ich im Meininger direkt neben dem Hauptbahnhof übernachtete. Meininger kannte ich bereits aus Berlin, Budapest und Paris – absolut empfehlenswert, konstant solide Qualität. Am 23. November ging es dann über Mailand zurück in die Schweiz.

Und das war’s dann auch. Mehr ließ sich aus dem Interrail nicht mehr herausholen. In den letzten zwei Jahren bin ich mit dem Zug weit über 100’000 Kilometer quer durch Europa gefahren. Und sehr wahrscheinlich werde ich das nächsten Sommer wieder tun – vielleicht nicht nochmals 100’000 Kilometer, aber definitiv wieder ausgiebig. Diesmal mit Fokus auf den Norden und Nordosten Europas.


 

Donnerstag, 20. November 2025

EU25 Zeit zwischen 17. Oktober bis Ende Oktober

Seit mehr als einem Monat habe ich nichts mehr in meinem Blog geschrieben – selbst für mich eine erstaunlich lange Abstinenz. Aber es bringt ja nichts, wenn ich mich ständig wiederhole, obwohl eigentlich nichts wirklich Erwähnenswertes passiert ist. Deshalb hier die Tage bis Ende Oktober in komprimierter Form. Fotos habe ich fast ausschliesslich mit dem Handy gemacht, da ich, wie erwähnt, überall schon gefühlte hundert Mal war. Und ganz ehrlich: Handyfotos sind heute zwar noch nicht absolut perfekt, aber nahezu. Sobald ich eine neue Drohne habe, werde ich mich ohnehin wieder vermehrt auf Luftbilder konzentrieren – die Welt von oben ist der Welt am Boden eindeutig überlegen (ausser man besitzt eine fantastische Makro-Ausrüstung, arbeitet am Mikroskop oder fotografiert Langzeitbelichtungen des Nachthimmels).

Also denn: Am 17. Oktober wollte ich den direkten Zug von Berlin nach Amsterdam nehmen – inklusive Schlafwagen. Das habe ich vor etwa einem Jahr schon einmal gemacht. Laut DB gab es noch freie Kapazitäten, also buchte ich frohen Mutes. Ich bezahlte und sollte anschliessend die Reservation per Mail erhalten. Nach etwa fünf Minuten kam jedoch die charmante Meldung, dass das Buchen leider nicht funktioniert habe (die Deutsche Bundesbahn!!), und dass mir das Geld rückerstattet werde. Ich probierte es ein zweites Mal – exakt dasselbe Resultat. Immerhin funktionierte das Zurückbuchen tadellos, denn zusammen waren das über 300 Franken.

Ich musste also umdisponieren und nahm als Alternative den Zug von Berlin über Dresden nach Hamburg. In Hamburg war ich wieder im Generator Hostel – einer wirklich empfehlenswerten Herberge, die auch Standorte in Kopenhagen, Stockholm und Paris hat. Sicher gibt es noch einige mehr, aber diese kenne ich nicht persönlich. Das Generator Hostel ist, ähnlich wie das Cab20, nur fünf Minuten vom Hauptbahnhof entfernt und gerade mal zwei Minuten von meinen geliebten Shrimps in Knoblauchsauce. Leider war ich etwas erkältet und konnte das kulinarische Erlebnis nicht vollumfänglich zelebrieren. Ein Grund mehr, zum siebten (?) Mal nach Hamburg zu fahren.

Am 19. Oktober ging es weiter. Von Hamburg gibt es einen direkten Zug nach Amsterdam. Nachdem mein Versuch mit dem Berliner Schlafwagen glorios gescheitert war, nahm ich nun eben diese Verbindung – ohne Schlafwagen, aber immerhin.

Nach etwa zwei Stunden blieb der Zug in einem kleinen Kaff stehen (die Deutsche Bundesbahn!!). Durchsage: technische Störung, ungefähr 20 Minuten Wartezeit. Überraschung: Nach Ablauf der Zeit die Mitteilung, dass der Fehler doch nicht behoben werden könne und alle mehr als 1000 Passagiere den Zug verlassen müssten. Nebenan stand zwar ein Ersatzzug bereit, dieser war jedoch bereits gut gefüllt. Und als kleines Sahnehäubchen gingen laut Durchsage nur die letzten drei Türen im hintersten Wagen – und ich stand natürlich im vordersten. Somit mussten alle Passagiere mitsamt Gepäck durch den gesamten Zug quetschen. Das fühlte sich an wie fünf Stunden Survival-Training im Doppelpack. Da im wartenden ICE nun doppelt so viele Menschen waren wie vorgesehen, verlief die Fahrt nach Bremen (fast zwei Stunden) in eindeutig sardinenähnlicher Atmosphäre. In Bremen standen dann zwei weitere Züge bereit, in die sich die Menschenmassen verteilen konnten. Ab da lief die Fahrt nach Amsterdam erstaunlich problemlos – wenn auch mit rund zwei Stunden Verspätung.

Am 20. Oktober kam ich in meiner Unterkunft in Amsterdam an. Unten gab es eine grosse Bar mit Live-Musik und gutem Essen; oben waren die Zimmer. Ich buchte wie üblich ein Bett im Viererzimmer – und der Aufenthalt war, wie fast immer in Amsterdam, hervorragend.

Am 21. Oktober ging es weiter. Das Eurostar/Eurotrain-Netz, das die Verbindungen unter dem Ärmelkanal managed, wurde ausgebaut, sodass man inzwischen nicht nur Paris–London, sondern auch London–Brüssel–Amsterdam fahren kann. Ich buchte Amsterdam–London. Das Einchecken in Amsterdam ist, aus mir völlig unerfindlichen Gründen, deutlich weniger mühsam als in Paris.

In London übernachtete ich wieder in einem Hostel direkt neben der Metrostation 'Earl’s Court' – mittlerweile wohl schon zum vierten Mal. Ich blieb zweieinhalb Tage. London gefällt mir einfach, Punkt. Natürlich liess ich es mir nicht nehmen, erneut zu den Abbey Road Studios zu pilgern und mir wieder einen dieser Schirme zu kaufen (man kann ja nie genug Beatles-Schirme besitzen).

Am 24. ging es zurück nach Paris. Dort buchte ich die Unterkunft „The People“ – und stellte bei der Ankunft fest, dass ich dort offenbar auch schon zweimal residiert hatte.

Am 26. ging es zurück in die Schweiz. Die Medikamente waren wieder fällig, plus ein Lungencheck im Kantonsspital Luzern (alles bestens!!). Bis zum 31. blieb ich zuhause.

Da ich wie erwähnt nicht viele Fotos gemacht habe, hier ein paar Handyfotos von den oben genannten Orten.


 


  

Donnerstag, 16. Oktober 2025

EU25 Prag und Berlin

Nach Bratislava bin ich zum glaube ich vierten Mal in Prag gelandet. Ich hatte dort wieder eine schöne Wohnung für mich alleine, hab aber ausser ein paar kleinen Ausflügen in der Nähe nicht viel gemacht. Ich kenne Prag ja schon und merke immer mehr dass ich nun mit den vielen Reisen in Europa vor allem das Reisen selber geniesse. Ich komme an, bleibe einen Tag und am nächsten Tag geht es weiter. Der Weg ist das Ziel wie irgend ein berühmter Mensch mal gesagt hat.

Ich blieb also einen Tag in Prag und fuhr dann am nächsten Tag mit dem Zug über Dresden rauf nach Berlin wo ich aktuell bin. Hier wieder in einem 4-Bett Zimmer. In Prag hatte es sicher mehr als 100 Möglichkeiten für unter 50.- pro Nacht zu übernachten. Hier in Berlin waren es genau drei.

Dieses Mal war meine Unterkunft nicht genau neben dem Hauptbahnhof und ich konnte dadurch einen neuen Teil von Berlin erkundigen, die sog. Museumsinsel. Die Fotos zeigen ein paar Bilder davon. Eindrücklich ein Gebäude das noch voll von Einschusslöchern ist.

Morgen will ich versuchen eine Reservation für den Nachtzug Berlin-Amsterdam zu bekommen.


 

Montag, 13. Oktober 2025

EU25 Budapest und Bratislava

Am 25. September war ich wieder zu Hause und konnte am 28. endlich meine Medikamente abholen. Eigentlich hatte ich geplant, danach gleich wieder aufzubrechen. Ich hatte meine nächste Reise bereits voller Enthusiasmus auf der Europakarte eingezeichnet: Erstes Ziel sollte erneut Paris sein, danach weiter hinunter nach Marokko, wieder rauf über die Côte d’Azur nach Italien, weiter nach Rom und schliesslich mit dem Schiff zurück nach Griechenland.

Doch als ich die Unterkunft in Paris reservieren wollte, stellte sich heraus, dass für die nächsten drei Tage alles ausgebucht war. Als Alternative plante ich dann eine Route über Dijon nach Barcelona und hatte sogar schon eine Reservation. Als es jedoch so weit war, fehlte mir jegliche Lust. Also blieb ich einfach zu Hause. Ich tat im Grunde nichts – mir war langweilig, aber der Gedanke ans Reisen reizte mich ebenso wenig. Ein sehr seltsamer, unangenehmer Zustand.

Am 9. Oktober hat es dann aber doch geklappt: Ich habe mich aufgerafft und bin wieder los – zum x-ten Mal mit dem Nachtzug über Wien nach Budapest. Diesmal habe ich etwas mehr von der Stadt gesehen, da ich zum ersten Mal den Hop-on-Hop-off-Bus genommen habe. Trotzdem muss ich mich selbst auf Reisen immer wieder „in den Hintern kneifen“, um überhaupt etwas zu unternehmen.

Budapest ist eine wunderschöne Stadt, aber es gibt noch viel zu renovieren. Man sieht deutlich, dass vieles bereits erneuert wurde, doch an manchen Gebäuden bröckelt der Verputz noch herunter. In Prag ist das längst nicht mehr so – dort wirkt alles deutlich gepflegter. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich Europa mittlerweile wirklich „abgegrast“ habe. Ich glaube, das war’s jetzt mit dem Interrail. Das Ticket ist zwar noch bis zum 2. Dezember gültig, aber am 9. November fliege ich ja mit Javiera für fast zwei Wochen in die Türkei.

Ich blieb drei Tage in Budapest und bin dann zum ersten Mal mit dem Zug Richtung Prag in Bratislava ausgestiegen – eine Stadt, die ich zuvor noch nie besucht hatte. Die Stadt an sich ist ganz okay, aber die Altstadt ist wirklich sehenswert. In Budapest und Bratislava hatte ich nach langer Zeit wieder einmal ein eigenes Zimmer, weil es dort recht erschwinglich ist. Ungarn ist ohnehin extrem günstig – ein Kaffee oder ein Kilometer mit dem Taxi kostet etwa einen Franken. Die Währung ist allerdings etwas kurios: Ein Franken entspricht rund 4 400 Forint.

Mehr gibt es im Moment nicht zu berichten. Heute, am 13. Oktober, bin ich in Prag angekommen – eine Stadt, die ich mittlerweile schon einige Male besucht habe. Hier habe ich für 60 Franken eine ganze Wohnung für mich allein. Mehr im nächsten Blog.




Samstag, 20. September 2025

EU25 Venedig

Ich war wieder zuhause – allerdings viel zu früh, denn mein nächster Arzttermin ist erst am 26. September, also in rund 6-7 Tagen. Kaum hatte ich meine Medikamente wieder griffbereit, meldete sich auch prompt dieses vertraute Ziehen. Aber anstatt daheim herumzuliegen und Löcher in die Decke zu starren, dachte ich mir: Wenn ich schon ein Interrail-Ticket bis zum 2. Dezember habe, dann will ich das auch gnadenlos ausreizen.

Also buchte ich kurzerhand eine Zugfahrt nach Venedig. Ich war zwar schon letztes Jahr dort – und wenn ich den Besuch in den 70ern mitzähle, ist das jetzt tatsächlich mein dritter Auftritt in der Lagunenstadt. Man könnte fast meinen, ich sei Stammgast.

Die Route war klassisch: Luzern – Arth-Goldau – Mailand – Venedig. Zehn Minuten vor Abfahrt dann der Schock: der Eurocity nach Mailand fällt aus! Panik? Fast. Nach ein paar nervösen Nachfragen erfuhr ich jedoch, dass ein anderer Schnellzug exakt die gleiche Strecke fährt. Gleis, Route, alles identisch – nur ein anderer Name. Meine Reservation blieb gültig. Also im Grunde dasselbe wie beim Supermarkt, wenn die Milchmarke plötzlich anders heisst, aber immer noch nach Milch schmeckt.

Gegen 20 Uhr rollte ich in Venedig ein. Angenehm warm, kein Regen, alles bestens. Meine Unterkunft lag auf einer der Inseln rings um die Stadt. Ohne Vaporetto geht in Venedig ja gar nichts, also investierte ich gleich in ein 5-Tage-Schiffticket. Nach ein bisschen Gehirnakrobatik hatte ich auch das System kapiert – wann, wo, welches Boot. Im Grunde wie Busfahren, nur eben schwimmend.

Um 21 Uhr erreichte ich meine Herberge: ein grosszügiges Gebäude in Top-Lage, ausgestattet mit allem, was man sich wünschen kann. Kleiner Haken: Ich war in einem 10-Bett-Zimmer gelandet. Mein erster Gedanke: Schnarch-Konzert der Extraklasse, und das gleich im Dolby-Surround. Aber siehe da: absolute Stille, nicht einmal ein Räuspern. Auch die zweite Nacht – himmlische Ruhe. Wer hätte das gedacht?

Gestern habe ich das Herz der Stadt durchforstet. Heute zog es mich weiter hinaus – auf die quietschbunte Insel Burano. Rund 40 Minuten mit dem Schiff, und dann steht man plötzlich in einem Bilderbuch. Selbst meine Kamera kam kaum nach. Venedig selbst ist ohnehin grandios – und viel grösser, als ich anfangs dachte. Denn all die Inseln gehören natürlich auch dazu.

Ich habe noch zwei weitere Nächte im Hostel gebucht. Morgen soll das Wetter etwas schlechter werden, aber hey – in Venedig ist selbst grauer Himmel noch fotogen. Viele schöne Bilder habe ich schon, und ich sage es gleich: Anschauen ist Pflicht!


 


Sonntag, 14. September 2025

EU25 England, CH, Berlin, Spital, Wien, Prag

Nachdem es mir, wie schon erwähnt, in England nicht wirklich blendend ging – man könnte auch sagen: miserabel –, beschloss ich, sicherheitshalber die Flucht nach Hause anzutreten. Am 23. Juli nahm ich also den Zug und schlich über Paris zurück in die Schweiz.

Dort vegetierte ich bis zum 1. August. Es ging mir zwar ein bisschen besser, aber eher so nach dem Motto: „Man stirbt nicht sofort.“ Und da sich bekanntlich nichts bessert, wenn man zu Hause auf der Couch den wandelnden Gartenzwerg gibt, packte ich wieder meine sieben Sachen.

Also: Nachtzug von Zürich nach Wien, und weiter direkt nach Prag. In Prag: Traumwetter, Postkartenidylle, alles wie im Märchen. Ich betone es noch einmal: Prag ist schlicht atemberaubend. Dann, am 4. August, der Aufbruch nach Berlin – Hauptstadt, Hipster, Hektik. Ich blieb fast eine Woche, tat aber so ziemlich… nichts. Und siehe da: Es ging mir prompt schlechter. Diesmal so schlecht, dass sogar ich Angst bekam (und das will was heißen). Die Schmerzen saßen genau dort, wo die Leber ihren Sitz hat – mein persönlicher Schwachpunkt. Am 13. August also mit Schmackes zurück in die Schweiz. Zwei Tage hielt ich mich noch tapfer, dann gab ich auf und meldete mich im Spital.

Diagnose: keine Leberkatastrophe (Applaus, Applaus), sondern eine ausgewachsene Gallenblasenentzündung, hübsch garniert mit einem Stein in XXL. Überraschung: Der Stein war völlig unschuldig – die Entzündung hingegen ein echtes Rätsel.

Therapie: Gallenblase raus, basta. Wie der Blinddarm: ein Organ für die Galerie. Nett, wenn’s da ist, aber niemand weint, wenn’s fehlt. Also ab unters Messer. Operation erfolgreich, vier Tage später war ich wieder entlassen – mit einem Schnitt über den Rippen, der mir wochenlang schmerzhaft in Erinnerung blieb.

Am 4. September war ich wieder halbwegs reisefähig. Da erinnerte ich mich an die „legendäre“ unbezahlte Busse in England. Dummerweise ließ sich das aus der Schweiz nicht regeln, also auf ins Abenteuer „England, die Zweite“.

Über Paris nach London. Am 7. September dort angekommen, wollte ich die Sache Montagfrüh klären. Ich las das Mail noch einmal und… Tusch! Ich hatte natürlich wieder einmal nicht alles gelesen. Thomas fragte trocken: „Kannst du überhaupt Englisch?“ – Touché.

Die Wahrheit: Avis hatte die Busse längst über meine Kreditkarte beglichen. Es war also alles in Butter. Mein Extra-Trip: reinster Nonsens. Aber hey – ich mag London, also verbuchte ich es unter „Kulturreise light“. Blöd nur, dass genau in diesen Tagen die U-Bahn streikte. Drei Tage lang war ich quasi immobil. Sobald die Züge wieder fuhren, stürzte ich mich ins Sightseeing.

British Museum, Natural History Museum – Check. Erkenntnis: Ich bin kein geborener Museumsfan. Am beeindruckendsten fand ich tatsächlich das Gebäude selbst. Kulturbanause? Vielleicht. Aber wenigstens ehrlich.

Am 13. September ging’s zurück. Neu entdeckt: Der Eurostar fährt nicht nur nach Paris, sondern auch direkt nach Brüssel oder Amsterdam. Also zack – Amsterdam.

Ankunft: klirrend kalt. Mein Hostel: ein charmant-schiefes Altbauhaus mit Treppen, die so steil waren, dass man sich wie bei einem Gladiatorentraining fühlte. Kein Lift, versteht sich. Und wegen der schiefen Winkel wurde man beim Hochgehen entweder nach rechts oder links gedrückt – wie betrunken, nur ohne Alkohol. Aber alles in allem: wieder ein gelungener Aufenthalt.

Leider hatte ich zu wenige Medikamente im Gepäck. Also Zwangsrückkehr, früher als geplant.

Am 15. September war ich wieder zu Hause. Wie’s weitergeht? Nun, stay tuned – der nächste Blog enthüllt es.


 


Dienstag, 22. Juli 2025

EU25 Stoke-on-Trent, Waddesdon & Watford

Wie üblich stand ich zwischen 9 und 10 Uhr auf und machte mich auf den Weg. Das Wetter war – wie so oft – leider nur in sehr kurzen Momenten nach meinem Geschmack. Insgesamt lässt sich der gesamte Trip über diese sechs Tage nicht wirklich als eine Aneinanderreihung von Höhepunkten bezeichnen.

Zum Glück hat sich das mit dem Einschlafen am Steuer inzwischen erledigt. Ich nehme einfach nur die halbe Tagesdosis meines Medikaments, und damit funktioniert es wunderbar. Nicht, dass ich unterwegs allzu viel verpasst hätte – England ist landschaftlich meist eher eintönig. Aber dann tauchen plötzlich kleine Dörfer auf, die man zufällig durchquert, und sie entlocken einem tatsächlich ein aufrichtiges Wow.

Ich bin – wie bereits erwähnt – in Stoke-on-Trent gestartet, ursprünglich in Richtung Manchester und Birmingham. Doch unterwegs habe ich meine Pläne mehrfach spontan geändert und schließlich weder Manchester noch Birmingham besucht. Stattdessen landete ich ganz unverhofft in einem kleinen Ort namens Waddesdon, der sich anfühlte, als sei ich durch ein Zeitportal direkt ins Mittelalter geraten. (Die Fotos sprechen für sich.)

Gegen 15 Uhr hatte ich dann genug vom Herumfahren und buchte mir eine Unterkunft in Watford – in einem hübschen, frisch renovierten Altbau. Ohne es richtig zu realisieren, habe ich damit beinahe ganz England von Liverpool bis fast nach London durchquert. Es fehlen nur noch rund 60 Meilen.

Seit zwei Tagen fühle ich mich allerdings wieder nicht ganz auf der Höhe. Dieses ständige Trümmligsein (wie man so schön sagt), heute mit ziemlichem Fieber, Bauchweh – was ich sonst gar nicht kenne – und dazu immer noch das, was mich seit Monaten belastet: keinerlei Appetit, keine Lust auf Essen. Und wenn ich doch etwas zu mir nehme (muss man ja, hab ich gehört), wird mir regelmäßig übel. Ich muss extrem langsam essen, in winzigen Portionen – alles andere geht gar nicht.

Heute war ich kurz davor, für morgen einen Flug von London nach Zürich zu buchen. Falls das hier doch etwas Ernstes ist, möchte ich ehrlich gesagt lieber nicht in ein englisches Spital müssen. Aber die Lage hat sich inzwischen etwas beruhigt – wenn es morgen gleich bleibt oder sich vielleicht sogar ein wenig bessert, werde ich einfach den Zug nehmen.



 

Sonntag, 20. Juli 2025

EU25 Liverpool to Stoke-on-Trent

Am Morgen ging es wie geplant von Chester aus weiter nach Liverpool. Die Fahrt dauerte etwa 45 Minuten, und im Gegensatz zu vielen anderen Städten in England ist das Parken in Liverpool unkompliziert und preislich absolut vertretbar.

Das Wetter präsentierte sich heute leider wieder typisch englisch: den ganzen Tag über Nieselregen und grauer Himmel. In Liverpool zog es mich noch einmal ins Zentrum – dorthin, wo sich der legendäre Cavern Club befindet. Der Club existiert zwar nach wie vor, aber man kann wohl davon ausgehen, dass er heute hauptsächlich touristisch ausgeschlachtet wird – wie eigentlich alles in Liverpool, was mit den Beatles zu tun hat. Die Straße, in der der Cavern Club liegt, ist komplett auf die "Fab Four" ausgerichtet: Souvenirshops, Ausstellungen und natürlich überall Beatles-Musik. Damit ist Liverpool für mich aber endgültig abgehakt. Es war nun bereits mein vierter Besuch – übertreiben will ich es ja wirklich nicht.

Ursprünglich hatte ich geplant, im Anschluss von Liverpool weiter nach Manchester zu fahren. Doch irgendwie konnte ich mich nicht dazu durchringen – einerseits wegen des Wetters, andererseits, weil Manchester nicht unbedingt als architektonisches oder kulturelles Bijou gilt. Und drittens hatte ich schlicht genug von größeren Städten, die auf mich aktuell wenig Reiz ausüben. Also beschloss ich, stattdessen in Richtung Osten weiterzufahren – grob in Richtung Birmingham und London.

Allerdings merkte ich bald, dass ich heute nicht wirklich fit war. Mehrmals überkam mich ein gefährlicher Sekundenschlaf – und wie risikobehaftet das ist, muss ich wohl niemandem erklären. Drei Mal fuhr ich auf Autobahn-Raststätten (Service Stations), um mir jeweils einen dreifachen Espresso reinzupfeifen – insgesamt also neun Espressi innerhalb von etwa 45 Minuten. Genützt hat das allerdings rein gar nichts. Beim letzten Halt klappte ich den Sitz nach hinten, um ein kurzes Nickerchen zu machen. Man sagt ja, nach 15 Minuten sei man wieder fit – „man“ vielleicht, aber offenbar nicht ich. Ich fühlte mich danach noch erschlagener als zuvor.

Um nicht doch noch einen Unfall zu riskieren, bin ich schließlich bei einem Kaff namens Stoke-on-Trent von der Autobahn abgefahren und habe mir hier kurzerhand ein Zimmer genommen. Ich werde jetzt einfach schlafen – und morgen sieht die Welt hoffentlich wieder ganz normal aus.


 


Samstag, 19. Juli 2025

EU25 Wales nach Chester

Nach einer erholsamen Nacht in Aberystwyth – die ich mir nach dem Schreck des Vortags redlich verdient hatte – ging es am nächsten Morgen wieder los, diesmal in nordöstlicher Richtung. Etwas mehr als die Hälfte meiner Mietzeit mit dem Auto ist bereits vorbei, und ich sollte langsam anfangen, meine Rückkehr nach London zu planen.

Mein Ziel an diesem Tag war Chester, rund 40 Kilometer südöstlich von Liverpool gelegen. Die Fahrt dorthin war in Ordnung, landschaftlich allerdings eher unspektakulär. Beim Fahren muss ich hier wirklich höllisch aufpassen – die Fahrspuren sind extrem schmal. Heute wurde mir wieder zweimal der linke Außenspiegel eingeklappt. Zum Glück ist er beweglich, also kein Schaden – aber man muss ständig konzentriert bleiben.

In Chester habe ich erneut eine großartige Unterkunft gefunden, diesmal in einem dieser hübschen Backsteinhäuser. Mein Plan für morgen: Abfahrt gegen 10 Uhr, dann ein kurzer Abstecher nach Liverpool. Ich war zwar schon dreimal dort, aber den legendären Cavern Club – wo die Beatles berühmt wurden – habe ich bisher noch nie besucht.

Von dort aus geht es vermutlich weiter nach Manchester und am übernächsten Tag dann nach Birmingham. Der Rest der Reise steht noch offen.

Mehr gibt’s für heute nicht zu erzählen.


 


Freitag, 18. Juli 2025

EU25 Oxford, Südengland bis Wales

Wie bereits erwähnt, habe ich das Auto am nächsten Morgen wieder abgeholt und bin einfach mal drauflosgefahren – grob in Richtung Südwesten. Die Strassen in England sind insgesamt in sehr gutem Zustand. Verlässt man jedoch die Autobahn, insbesondere auf Abschnitten mit Gegenverkehr, empfinde ich die Strassen als ziemlich schmal. Und da hier Linksverkehr herrscht, muss ich mich ständig darauf konzentrieren, nicht zu weit links in meiner Spur zu fahren.

Zum Glück hilft das Auto ein wenig mit: Die meisten Fahrzeuge und auch die Strassen sind mittlerweile so ausgelegt, dass sie sanft korrigieren, wenn man zu weit an den Rand gerät. Trotzdem passiert mir das gefühlt einmal pro Minute. Nicht weiter tragisch, aber es zeigt, wie tief die Programmierung in uns sitzt – rechts fahren ist einfach unser Standard. In der Schweiz sitzt das Steuerrad links, und man achtet darauf, mit der rechten Seite nicht den Strassenrand zu streifen. Hier ist es genau umgekehrt – und das hat mir mittlerweile schon zweimal Probleme bereitet. Das erste Mal war in Irland, als ich beim Rückwärtsfahren einen Telefonmast erwischt habe. Und das zweite Mal… nun ja, dazu komme ich später.

Ich fuhr also weiter Richtung Südwesten, leider bei ziemlich miesem Wetter. Es nieselte ununterbrochen, die Sicht war trüb, und der Himmel komplett bedeckt – nicht gerade motivierend, um viele Kilometer abzuspulen. Mein erstes Etappenziel war Neath, ein eher unscheinbares kleines Kaff. Bei Sonnenschein hätte es vielleicht etwas mehr Charme gehabt, aber so wirkte es auf mich recht trostlos.

Die Unterkunft dort war – sagen wir mal – abenteuerlich. Ohne Auto hätte ich keine Ahnung gehabt, wie ich den Ort überhaupt hätte erreichen sollen. Nach mehreren Anläufen und ein paar Nachfragen bin ich schliesslich angekommen: ein altes, typisch englisches Haus mit einem völlig überwucherten Garten, den man ohne Übertreibung als Dschungel bezeichnen könnte. Sogar die Haustüren waren teilweise vom Gestrüpp verdeckt. Wer nur in durchgestylten Boutique-Hotels schlafen kann, wäre schreiend davongerannt.

Begrüsst wurde ich von der Haushälterin – samt vier Hunden, einigen Katzen, Vögeln und noch ein paar anderen tierischen Mitbewohnern. Das Haus war nicht schmutzig, aber völlig überfüllt mit Gegenständen aus wahrscheinlich über hundert Jahren. Ein echtes Sammelsurium – chaotisch, aber mit Charme. Einige Fotos davon habe ich gemacht – sie geben einen ganz guten Eindruck.

Am nächsten Morgen ging es weiter. Das Wetter hatte sich zum Glück deutlich gebessert: kein Regen den ganzen Tag, und ab etwa 15 Uhr kam sogar die Sonne raus. Ich fuhr ganz in den Westen von Wales an die Küste. Dort waren tatsächlich einige Leute im Wasser – schwimmen, surfen… Brrr. Nichts für mich. Nach etwa einer Stunde an der sogenannten Pembrokeshire Coast fuhr ich weiter nordwärts der Küste entlang und kam schliesslich in Aberystwyth an – ein recht gepflegter Küstenort mit schöner Atmosphäre.

Dort hatte ich eine Übernachtung in einem hübschen alten Haus gebucht – gepflegt, stilvoll, alles bestens. Und genau dort passierte dann der oben angedeutete Vorfall.

Ich suchte das Hotel, das in einer Einbahnstrasse lag. Blöderweise fuhr ich etwa hundert Meter zu weit. Als ich merkte, dass ich eigentlich direkt vor dem Hotel hätte parkieren können, kam mir die (völlig bescheuerte) Idee, einfach die kurze Strecke rückwärts zu fahren – schliesslich war weit und breit kein Verkehr. Etwas, das ich NIE wieder tun werde. Denn wie schon damals in Irland schaute ich offenbar nicht richtig. Ich hörte plötzlich nur ein hässliches Quietschen – und schon waren fünf Leute zur Stelle, die mich direkt zurechtwiesen und mir unterstellten, ich wolle abhauen. Schön, wie schnell Menschen immer das Schlechteste über einen denken…

Ich hätte ihnen am liebsten gesagt, dass sie sich gefälligst raushalten sollen – aber ich liess es bleiben. Ich hatte sogar das Gefühl, die freuten sich ein bisschen, dass jemand ein Problem hatte. Einer der Anwesenden rief sofort die Polizei – was mir recht war, denn sonst hätte ich das selbst machen müssen. Und tatsächlich, fünf Minuten später stand der Streifenwagen da – mit Blaulicht!

Man bat mich, mein Auto am Strassenrand abzustellen und zu warten. Dann legten die „Zeugen“ los: Ich sei wahrscheinlich betrunken und hätte gleich drei Autos beschädigt. Um’s kurz zu machen: Es war genau ein Auto. Die anderen beiden hatten nicht den geringsten Kratzer. Die Polizei war übrigens sehr freundlich und professionell – sie hörten sich alles an und schickten die selbsternannten Hilfssheriffs recht bald weg. Ein Polizist begutachtete die Fahrzeuge und meinte, es gäbe keinen Anlass zu glauben, dass mehr als ein Auto beschädigt worden sei. Der Schaden war auch sehr gering – eine kleine Beule und etwas abgeplatzter Lack.

Soweit, so gut. Doch dann wurde es kurz brenzlig: Die Polizei kündigte an, dass sie nun meinen Führerschein prüfen würden – und anschliessend einen Alkohol- und Drogentest durchführen müssten.

In dem Moment bekam ich wirklich Angst. Ich sah mich schon im Gefängnis sitzen. Dabei hatte ich – wie so oft – einfach nur Glück:

  1. Da die Schweiz nicht zur EU gehört, haben Polizeibehörden anderer Länder keinen Zugriff auf die Führerscheindaten. Sie können lediglich prüfen, ob eine internationale Ausschreibung oder ein offener Haftbefehl vorliegt. Dass mein Führerschein in der Schweiz nicht mehr gültig ist, spielte hier keine Rolle.

  2. Der Alkoholtest war komplett unauffällig – 0.0 ‰, da ich seit fast zwei Wochen nichts getrunken habe.

  3. Der Drogentest verlief ebenfalls negativ. Mit einem kleinen Gerät wurde meine Zunge und die Innenseite der Backen abgestrichen – zehn Minuten später das Resultat: keine Drogen im Blut. Klar – ich nehme ja auch keine...

Und deshalb, so schwöre ich bei meinem Leben: Ich werde nie wieder rückwärtsfahren..😅😅 


 

Buenos Aires 2

Am 31. Februar war ich wieder in Buenos Aires. Mein Rückflug in die Schweiz ist am 8. Februar. In Buenos Aires hatte ich für die ganze Woc...