Am 26. Juni kam ich, wie bereits erwähnt, am Abend in Berlin an und übernachtete erneut im Meininger Hotel direkt neben dem Berliner Hauptbahnhof. Eigentlich war der Plan, mit dem Nachtzug von Berlin nach Amsterdam zu fahren. Aus diesem Grund hatte ich gleich zwei Nächte im Meininger gebucht. Das mache ich immer wieder einmal so: Der Nachtzug fährt erst spät am Abend, und ich habe keine Lust, bereits um 10 Uhr auszuchecken und danach zehn oder mehr Stunden irgendwo in der Stadt totzuschlagen. Mit einer zusätzlichen Hotelnacht – auch wenn ich sie eigentlich gar nicht brauche – kann ich bis kurz vor der Abfahrt des Zuges gemütlich im Hotel bleiben.
Dieses Mal ging der Plan allerdings nicht auf, denn der Nachtzug war für die nächsten Tage komplett ausgebucht. Also nahm ich stattdessen den Zug, der kurz nach 12 Uhr Berlin verliess. Gegen 19 Uhr kam ich in Amsterdam an und übernachtete dort in einem Hostel, das ausnahmsweise wieder einmal absolut nicht empfehlenswert war. Es lag mitten in der Partymeile, und es war Samstag. Entsprechend war bis in die frühen Morgenstunden Party angesagt. Das Zimmer war – verglichen mit dem Meininger – ebenfalls eher eine Zumutung. Aber man kann eben nicht immer gewinnen.
Am nächsten Morgen konnte ich dann mein Auto abholen, das ich für drei Tage gemietet hatte. Wieder einmal ein praktisch fabrikneuer Wagen, diesmal ein Hybrid von Peugeot. Wirklich ein tolles Auto. Und weil es erneut ein Sonntagmorgen war, gehörten mir die Strassen fast ganz allein.
Ich verliess Amsterdam in nördlicher Richtung und sah zum ersten Mal in meinem Leben die berühmten holländischen Deiche, die das Land vor dem Meer schützen. Es ist schon eindrücklich, wenn man sich vor Augen hält, dass grosse Teile der Niederlande unter dem Meeresspiegel liegen und dem Meer im Laufe der Jahrhunderte regelrecht abgerungen wurden.
Nach Rücksprache mit ChatGPT werde ich nach diesem Abstecher in den Norden in Zwolle übernachten, einem hübschen Städtchen im Nordosten der Niederlande. Morgen geht es dann nach Kinderdijk, östlich von Rotterdam. Dort befindet sich die wohl bekannteste Ansammlung der alten holländischen Windmühlen. Das dürfte einige schöne Motive für die Drohne ergeben – vorausgesetzt, der Wind spielt mit. Anschliessend stehen natürlich noch Rotterdam und zum Abschluss Den Haag auf dem Programm.
Voraussichtlich werde ich am 1. Juli wieder in die Schweiz zurückfahren.
Drohne über Deich von Afsluitdijk
Drohne über Zwolle





