Freitag, 16. Januar 2026

EU25 Letzte Europareise für den Moment

Am 31. Oktober ging es wieder los. Zunächst – ganz klassisch – mit dem TGV nach Paris, wo ich gefühlt zum dritten Mal im The People Paris Marais übernachtet habe. Langsam wird das fast schon zu einer institutionellen Stammbeiz. Wie bereits erwähnt, verstehe ich mittlerweile endlich auch das Pariser Metro-Netz so gut, dass ich nicht mehr bei jeder Fahrt das falsche Ticket aus dem Automaten fische. Ein persönlicher Meilenstein.

Am 2. November folgte dann das nächste Teilstück: von Paris hinunter nach Barcelona-Sants. Dort bin ich im Paraiso Hostel abgestiegen – gut gelegen, quasi direkt neben der Rambla, also mitten im urbanen Epizentrum.

Am 4. November ging es weiter nach Madrid Atocha, am 6. dann noch weiter runter bis nach Algeciras. Eigentlich hatte ich vor, wieder nach Marokko überzusetzen und bis Marrakesch zu reisen, eventuell sogar erstmals nach Fès. Das Schiffsticket hatte ich bereits (32 Euro, ein echtes Schnäppchen), aber irgendetwas fühlte sich nicht stimmig an. Und man soll ja bekanntlich auf seinen Magen hören – vor allem, wenn er Alarm schlägt.

Also: U-Turn. Zurück Richtung Norden. Zuerst zum zweiten Mal nach Málaga, obwohl mir die Stadt beim ersten Besuch nicht sonderlich gefallen hatte. Diesmal war das Wetter jedoch deutlich besser, was die gesamte Wahrnehmung signifikant aufgewertet hat. Sonne wirkt eben wie ein kostenloses Upgrade.

Am 10. November ging es weiter nach Granada. Dort war ich noch nie – und ich bin sehr froh, diese Bildungslücke geschlossen zu haben. Eine wunderschöne Stadt, insbesondere die Altstadt, die es wirklich in sich hat.

Am 12. November dann zurück nach Madrid Atocha, am 14. weiter nach Barcelona.
Am 15. November ein kurzer Abstecher für einen Tag nach Marseille und am Tag darauf zurück in die Schweiz. Mein Interrail war allerdings noch bis zum 5. Dezember gültig – also noch mehr als zwei Wochen.

Diese zwei Wochen wollte ich natürlich nicht einfach verschenken und entschloss mich am 20. November spontan zu einem erneuten Versuch Richtung Griechenland.

Ich nahm den Zug nach Mailand und von dort einen direkten High-Speed-Zug nach Bari. In Bari war es angenehm warm, die Stimmung passte, und ich hatte ein gutes Gefühl – also kaufte ich mir ein Schiffsticket nach Patras. Am nächsten Morgen sah die Sache allerdings ganz anders aus: Es war kalt, es hat extrem gewindet, und ich musste bis zum Abend des 22. November auf die Überfahrt warten. Zusätzlich checkte ich die Wettervorhersagen für Griechenland und die griechischen Inseln: praktisch täglich Regen und Temperaturen um die 14 Grad. Ich hatte das schon einmal auf Mykonos erlebt – und diese Erfahrung musste ich definitiv kein zweites Mal machen.

Also wieder alles zurück. Neuer U-Turn. Diesmal nach Rom, wo ich im Meininger direkt neben dem Hauptbahnhof übernachtete. Meininger kannte ich bereits aus Berlin, Budapest und Paris – absolut empfehlenswert, konstant solide Qualität. Am 23. November ging es dann über Mailand zurück in die Schweiz.

Und das war’s dann auch. Mehr ließ sich aus dem Interrail nicht mehr herausholen. In den letzten zwei Jahren bin ich mit dem Zug weit über 100’000 Kilometer quer durch Europa gefahren. Und sehr wahrscheinlich werde ich das nächsten Sommer wieder tun – vielleicht nicht nochmals 100’000 Kilometer, aber definitiv wieder ausgiebig. Diesmal mit Fokus auf den Norden und Nordosten Europas.


 

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