Nach einem dreitägigen Aufenthalt in Verdun war wieder einmal ein spontaner Entschluss gefragt. Gegen Ende April – so um den 28. herum – stand mein Besuch in Bern an, und bis dahin hatte ich noch drei bis vier Tage Zeit übrig. Zur Auswahl standen Luxemburg oder Brüssel, die beiden nächstgelegenen Ziele. Luxemburg hatte ich allerdings als eher wenig erwähnenswert in Erinnerung, also entschied ich mich kurzerhand für Brüssel.
Obwohl Brüssel gar nicht so weit von Verdun entfernt liegt, musste ich zweimal umsteigen – Verdun liegt zugtechnisch wirklich ziemlich am Arsch der Welt. In Brüssel angekommen, fuhr ich ausnahmsweise wieder einmal komplett in die falsche Richtung. Diesmal lag es aber nicht an mir, sondern an der Booking.com-App. Dort gibt es ja diesen praktischen Button, der einem – wenn er denn funktioniert – direkt zeigt, wie man zur gewünschten Adresse kommt. Genau das tat er diesmal allerdings nicht, und so landete ich irgendwo in einer völlig falschen Ecke der Stadt.
Nach diversen Telefonaten mit der Vermieterin meines Zimmers fand ich die Unterkunft dann doch noch. Der Eingang lag gerade einmal hundert Meter vom Hauptgebäude der EU entfernt – zentraler geht’s eigentlich kaum.
Die Vermieterin war eine junge Frau aus Kamerun. Sie arbeitet als System Engineer, hat offenbar einen ausgezeichneten Job und verdient vermutlich ziemlich gut, denn ihre Wohnung kostet über 3000 Euro Miete pro Monat. Fast schon schade war allerdings, dass jemand, der offenbar überhaupt kein Bedürfnis nach Einrichtung oder Atmosphäre hat, so eine Wohnung besitzt. Ein riesiges Wohnzimmer – und mitten drin lediglich ein kleiner runder Tisch. Sonst nichts. Alles leer. Wirklich schade.
Wie auch immer: Am nächsten Tag schaute ich mir nochmals den Grand-Place an – den weltberühmten, wunderschönen Platz mitten in Brüssel, umgeben von beeindruckenden historischen Gebäuden. Ein Ort, der definitiv seinen Ruf verdient.
Ich blieb nur einen einzigen vollen Tag in Brüssel und fuhr danach weiter nach Paris. Nach einer Nacht dort ging es schliesslich zurück in die Schweiz. Und das war’s dann auch schon wieder.
Irgendwie muss ich meinen Blog wohl etwas verändern – zumindest für die Art von Reisen, die ich aktuell mache. Immer wieder dasselbe zu schreiben, wird auf Dauer wirklich nicht besonders spannend. Vielleicht beschränke ich mich künftig einfach auf die Daten und Reiseziele und ergänze nur noch ein oder zwei kurze Zeilen als Zusammenfassung. Nur wenn wirklich etwas Erwähnenswertes passiert, werde ich ausführlicher schreiben. Mal schauen.
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