Am 25. September war ich wieder zu Hause und konnte am 28. endlich meine Medikamente abholen. Eigentlich hatte ich geplant, danach gleich wieder aufzubrechen. Ich hatte meine nächste Reise bereits voller Enthusiasmus auf der Europakarte eingezeichnet: Erstes Ziel sollte erneut Paris sein, danach weiter hinunter nach Marokko, wieder rauf über die Côte d’Azur nach Italien, weiter nach Rom und schliesslich mit dem Schiff zurück nach Griechenland.
Doch als ich die Unterkunft in Paris reservieren wollte, stellte sich heraus, dass für die nächsten drei Tage alles ausgebucht war. Als Alternative plante ich dann eine Route über Dijon nach Barcelona und hatte sogar schon eine Reservation. Als es jedoch so weit war, fehlte mir jegliche Lust. Also blieb ich einfach zu Hause. Ich tat im Grunde nichts – mir war langweilig, aber der Gedanke ans Reisen reizte mich ebenso wenig. Ein sehr seltsamer, unangenehmer Zustand.
Am 9. Oktober hat es dann aber doch geklappt: Ich habe mich aufgerafft und bin wieder los – zum x-ten Mal mit dem Nachtzug über Wien nach Budapest. Diesmal habe ich etwas mehr von der Stadt gesehen, da ich zum ersten Mal den Hop-on-Hop-off-Bus genommen habe. Trotzdem muss ich mich selbst auf Reisen immer wieder „in den Hintern kneifen“, um überhaupt etwas zu unternehmen.
Budapest ist eine wunderschöne Stadt, aber es gibt noch viel zu renovieren. Man sieht deutlich, dass vieles bereits erneuert wurde, doch an manchen Gebäuden bröckelt der Verputz noch herunter. In Prag ist das längst nicht mehr so – dort wirkt alles deutlich gepflegter. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich Europa mittlerweile wirklich „abgegrast“ habe. Ich glaube, das war’s jetzt mit dem Interrail. Das Ticket ist zwar noch bis zum 2. Dezember gültig, aber am 9. November fliege ich ja mit Javiera für fast zwei Wochen in die Türkei.
Ich blieb drei Tage in Budapest und bin dann zum ersten Mal mit dem Zug Richtung Prag in Bratislava ausgestiegen – eine Stadt, die ich zuvor noch nie besucht hatte. Die Stadt an sich ist ganz okay, aber die Altstadt ist wirklich sehenswert. In Budapest und Bratislava hatte ich nach langer Zeit wieder einmal ein eigenes Zimmer, weil es dort recht erschwinglich ist. Ungarn ist ohnehin extrem günstig – ein Kaffee oder ein Kilometer mit dem Taxi kostet etwa einen Franken. Die Währung ist allerdings etwas kurios: Ein Franken entspricht rund 4 400 Forint.
Mehr gibt es im Moment nicht zu berichten. Heute, am 13. Oktober, bin ich in Prag angekommen – eine Stadt, die ich mittlerweile schon einige Male besucht habe. Hier habe ich für 60 Franken eine ganze Wohnung für mich allein. Mehr im nächsten Blog.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen