Freitag, 31. Juli 2015

Von Harrisburg über Columbus nach Dayton

Wieder ist ein Tag vergangen und ich habe die Apalachen schon fast hinter mich gebracht. Für die die es nicht wissen, die Apalachen sind eine langgezogene Gebirgskette vom Norden Amerikas bis ziemlich weit runter, also eine Kette die wie die Rocky Mountains von Nord nach Süd geht. Die Rocky Mountains sind einfach im Westen auf der Pazifikseite während die Apalachen auf der Ostseite und somit auf der Atlantikseite liegen. Dazwischen liegt das riesige flache Land auf dem viel der weltweiten Getreideproduktion erzeugt wird. Dieser flache Teil der USA der links und rechts von diesen Gebirgsketten abgetrennt wird erzeugt eine Art Kamin der riesige Luftbewegungen zwischen dem Golf von Mexico und den weiten Gebieten Kanadas erzeugt. Dies ist der Hauptgrund warum es in diesem Gebiet dazwischen jedes Jahr hunderte von kleinen und teilweise auch sehr grossen und verheerend wirkenden Tornados gibt.
Gestern besuchte ich wie erwähnt die Fabrik in der die Harley Davidson Maschinen zusammengebaut werden. Es ist eine von ca 4 grossen Fabriken in den USA. Der ganze Komplex ist riesig und total durchorganisiert und vielfach auch mit neusten Robotern ausgerüstet. Trotzdem arbeiten bei Harley Davidson noch tausende von Leuten.
 
Beim Eingang hat es, wie könnte es auch anders sein, einen riesigen Parkplatz für Motorräder, unterteilt in reservierte Plätze für die Mitarbeiter und solche für Besucher. Es standen sicher ca 250 Harley Motorräder dort, ich gehe mal davon aus dass 95% der Mitarbeiter selber HD fahren. Leider darf man nicht fotografieren aber eindrücklich war es so oder so.
 
Gestern ist mir während der Fahrt drei mal das Navi ausgestiegen. Ich habe ja eigentlich noch ein TomTom Navi aber das ist inzwischen so alt dass die aktuellen Karten keinen Platz mehr darauf haben. Deshalb hab ich einfach den IPad genommen und dort TomTom installiert. War alles einwandfrei ausser dass der IPad halt schon ein wenig gross ist an der Windschutzscheibe. Das eigentliche Problem war aber die Temperatur. Da er genau hinter der Autoscheibe angemacht ist (wo sonst, man soll ja gleichzeitig auf die Strasse blicken können) heizt er sich bei diesen Temperaturen natürlich gewaltig auf so dass man ihn (den IPad) fast nicht mehr anfassen kann. Und wenn es ihm dann zuviel wird dann stellt er einfach ab. Das ist mir gestern wie gesagt drei mal passiert und dann geht es immer ca 20 Minuten bis er wieder richtig arbeitet. Am Schluss wurde es mir dann zu blöd und ich habe mir bei Radio Shack ein Garmin nüvi 67 gekauft. Grosser Bildschirm, lebenslanger Gratisupdate für USA Karten und via Netz kann man alle andern Länder nachladen wenn man mal eines braucht. Zusätzlich sind die Infos zu Staus und Strassenzustand bedeutend günstiger als bei TomTom.

Morgen fahr ich weiter nach Dayton wo ich wahrscheinlich am Abend sein werde. Dort gehts dann in die US Airforce Ausstellung. Die grösste Flugzeug-Ausstellung der US Army weltweit. Der einzige Ort wo man die B1, B2 und den A117 Stealth Fighter im Original sehen kann. Ev fahre ich dann noch bei der Whiteman Airforce Base vorbei. Vielleicht sehe ich ja dann dieses Mal einen Start oder eine Landung einer B2. 
 
Übrigens, so wie ich fahre (ruhig und erwachsen!) braucht der Dodge Charger 8,2Liter auf 100km. Meine kleine Mitsubishi Schachtel in Bern braucht 6Liter !!
 

 

Mittwoch, 29. Juli 2015

Über Delaware nach Pennsylvania

Am Montag morgen hab ich mich von New York auf den Weg gemacht und bin wie schon letztes mal zuerst mal südlich aus der Stadt raus. Dann alles in Richtung Süden durch den Staat New Jersey bis nach Cape May. Das ist der südlichste Punkt von New Jersey. Von dort gibt es eine Autofähre mit der man den Delaware River überquert. Das dauert etwas mehr als eine Stunde. Auf der andern Seite ist man dann im Staat Delaware. Delaware ist der '1st state of the US' da er als erster der Union beigetreten ist. Es ist zugleich auch der kleinste Staat der USA soviel ich weiss und ich habe gehört dass man im ganzen Staat taxfree lebt. Man merkt das wenn man ein Hotel bucht. Normalerweise ist immer ein Preis gegeben der aber 'without taxes' genannt wird. Die Taxen die normalerweise überall dazu kommen sind bei einem Betrag von ca 100$ ungefähr 15$, vielleicht vergleichbar mit unserer MWS.
 
Das Benzin ist aktuell bedeutend günstiger als letztes Mal. Ich kann mich erinnern dass ich letztes Mal etwas mehr als 4$ pro Gallone bezahlt habe. Aktuell sind es um die 2.5$. Das werde ich spüren für die ganze Reise durch die USA. 
 
Das Auto ist klasse. Ein 2015 Dodge Charger. Eine Rakete. Wenn ich ganz normal auf der Autobahn fahre dann verbraucht er im Durchschnitt zwischen 7-9L pro hundert Kilometer. Soviel braucht auch mein kleiner Mitsubishi Colt der allerdings 12 Jahre alt ist. Wenn ich dann aber richtig durchdrücke, dann geht er ab wie eine Rakete (nicht mein Colt.... der Charger natürlich). Da spring die Nadel dann auf 25L pro hundert Kilometer, aber natürlich nur ganz kurz. Ich denke soviel mehr braucht dieser Wagen gar nicht. Da hat sich einiges getan in den letzten Jahren.
 
Momentan bin ich in Harrisburg. Harrisburg ist bekannt durch den ersten berühmten Atomkraftwerkunfall den es glaube ich Ende der 70er Jahre gegeben hat unter dem Begriff  'Three Mile Island'
 
Gestern bin ich durch Gebiete gefahren wo sehr viele dieser Amish Leute wohnen. Das sind Nachfahren von Deutschen und auch Schweizern von im 18. Jahrhundert eingewanderten religiösen Gruppen die total zurückgezogen leben und bis heute Strom und Maschinen ablehnen. Man sieht hier viele die noch mit uralten Kutschen durch die Gegend fahren (und den ganzen Verkehr behindern) Gestern hab ich ein Mädchen mit einem Fahrrad gesehen das sicher 100 Jahre alt ist. Nichts von Übersetzung oder irgendwelchen Hilfen. Laufen wäre wahrscheinlich einfacher..
 
Anyway, jedem das Seine. Zufälligerweise fuhr ich gestern auch direkt neben dem 'Railroad Museum of Pennsylvania' vorbei und machte natürlich einen Besuch. Dabei konnte ich erstmals meine neue Kamera richtig ausprobieren. Das Ergebnis ist noch nicht so überwältigend wobei das Licht auch nicht wirklich gut war. Die Bilder kommen noch.
 
Nun bin ich wie gesagt in einem Motel in Harrisburg und mache mich bereit. Ich hab eben gesehen dass ganz in der Nähe der Ort York ist und York ist wo die Harley Davidson Firma steht. Eine riesen Halle in der die Motorräder zusammengebaut werden. Schauen wir mal.


Sonntag, 26. Juli 2015

25. Juli 2015 Ankunft in New York

Wie geplant flog ich am Samstag um 14:00Uhr ab Genf mit Icelandair in Richtung Reyjkavic ab. Die erste positive Überraschung folgte nach Betreten des Flugzeugs. Mein Platz war 4c. Das ist ganz vorne im Business Abteil. Ein riesen Sitz mit riesig Platz auf allen Seiten. Ich weiss nicht genau warum ich dort sass aber das hat sich bis nach New York fortgesetzt. Auch die Bedienung war dementsprechend. Begrüssung mit einem Glas Wein und eine Stewardess nur für die ersten 6 Reihen..
 
Nach 3.5 Stunden war dann die Landung in Reyjkavik. Im Flugplatz hab ich dann bemerkt dass pro Tag sehr viele Verbindungen von und nach den USA über Island gehen. Reyjkavik hat sich scheinbar zu einer richtigen Drehscheibe für den Europa USA Flugverkehr entwickelt. Ist aber irgendwie auch logisch und gut denn so fliegt man in zwei ziemlich überschaubaren Stücken rüber. Die Sprache die dort gesprochen wird ist recht extrem. Kann mir nicht vorstellen wie man das lernen kann. Absolute Zungenbrecher. 
 
Wir flogen um ca 16:00 Uhr wieder los in Richtung New York. Beim Start gab es dann einen merkbaren Schlag aber ich interpretierte das als das Einziehen der Räder. Kurz darauf kehrte das Flugzeug dann aber um und der Kapitän meinte dass wir wahrscheinlich einen Vogelschlag hatten (ein Vogel beim Starten in's Triebwerk gezogen wurde) Man wollte das überprüfen und wir sind zurück nach Reyjkavik geflogen. Leider ging die ganze Übung dann bedeutend länger und wir bekamen ein anderes Flugzeug. Schlussendlich starteten wir wieder um 22:00 Uhr und kamen so 5 Stunden später in New York an. 
 
Dann ging's aber wieder sehr schnell. Bei der Autovermietung war ich fast alleine und bekam einen super Wagen. Einen ganz neuen Dodge Charger der noch geiler ist als der alte. Ich mach dann Fotos.
 
Nun ist Sonntag 12:20 Uhr und eigentlich wollte ich kurz mal nach Manhatten. Nun kommt halt wieder der Nachteil von so grossen Städten. Kurz mal schnell ist nicht. Mit dem Auto nach Manhatten zu fahren ist offensichtlich nicht so eine gute Idee denn man findet keinen Parkplatz oder dann nur einen sehr teuren. Es gibt zwar super öffentlichen Verkehr aber die nächste Metro-Station ist 30 Minuten Fussmarsch. Wir werden sehen.
 
Ich muss zuerst noch die Kamera Batterie aufladen und ich  habe vergessen für meine Maus den Funk-Adapter mitzunehmen. Ohne Maus mit dem Computer zu arbeiten ist nervzerrend.


Samstag, 18. Juli 2015

Und wieder die USA

Es hat ja wohl niemand ernsthaft gedacht dass ich nicht wieder in die USA reisen würde oder? Obwohl ich immer am Schluss sage dass ich es nun wohl gesehen hätte popt es spätestens zwei Jahre später wieder auf. 
 
Letztes Jahr war ich ja zwei mal in Indien. Ganz toll. Auch Indien werde ich sicher wieder sehen denn die Zeit in der ich nur noch frei habe (nicht mehr arbeiten muss) kommt langsam aber sicher immer näher. Konkret noch 4.5 Jahre.
 
Nun, für die die es interessiert, am 25. Juli fliege ich ab Genf (bin noch nie ab Genf geflogen!) mit der Icelandair nach Reykjavik und von dort ebenfalls mit Icelandair nach New York . Dort am Flugplatz nehme ich mein Auto in Empfang, wieder einen Dodge Charger.

Von New York fahre ich dann nach San Francisco. Dafür kann ich mir 6 Wochen Zeit nehmen! Am 6. September geht's dann ab Las Vegas mit der Condor über Frankfurt zurück nach Zürich.
 
Wo ich genau durchfahre ist wie üblich noch völlig offen. Voraussichtlich wird es über Boston gehen. Dann wieder runter über Philadelphia nach Washington, Columbus, Cincinnati, Louisville, Nashville, über Arkansas nach Tulsa und Oklahoma City und dann irgenwie nach Albuquerque. Dann ev rauf nach Denver und Boulder. Danach kreuz und quer durch die Staaten Arizona, Colorado, New Mexico und Utah (die 4 schönsten Staaten der USA) und am Schluss via California nach Las Vegas.

Oder dann über eine ganz andere Strecke :-)

Oh, ich habe mir eine neue Fotoausrüstung geschenkt. Canon 6D Vollformat Kamera, 70-200m/2.8 Zoom, 8-15m Fisheye, 28-105mm Objektiv und ein 28-300mm Tamron für Orte wo ich nur 1 Objektiv mitnehmen möchte.

Ich hoffe das Ergebnis wird sich dementsprechend sehen lassen.

Dann also bis in in ein paar Tagen.
Danke für Euer Interesse
Mario


Donnerstag, 1. Januar 2015

Zusammenfassung Indien Aufenthalt 22.Dez - 1.Jan 2015

Ich bin heute morgen um 06:00 Uhr von Mumbai kommend in Zürich eingetroffen und die Kälte hat mich brutal erwischt. In Mumbai waren es gestern Abend noch 28 Grad und dann hier gleich runter auf minus 4 glaube ich!
 
Wie ich im letzten Blog schon erwähnte habe hatte ich dieses Mal nur meinen IPad bei mir gehabt und konnte deshalb keine Bilder liefern. Auch den Blog zu schreiben war mühsam so dass ich es gleich habe bleiben lassen. Das lag nicht zuletzt an den sehr langsamen WLAN Verbindungen die ich dieses Mal hatte und auch am IPod der einfach bei längeren Texten nicht wirklich Spass macht. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Da werden mir sicher viele widersprechen, vor allem die, die nichts anderes kennen.
Stellvertretend hab ich dafür Bilder angehängt die dieselben Orte zeigen aber bei meinem letzten Indientrip gemacht wurden.
 
Ich bin also am 22. Dezember mit der Swiss nach Mumbai geflogen und dort zwei Tage in einem recht kleinen fensterlosen Hotelzimmer in einer trostlosen Gegend untergekommen. Mehr Worte möchte ich darüber eigentlich nicht verlieren. Ich sage mir halt immer, eine schöne Wohnung hast Du zu Hause, für ein paar Tage geht es auch mal anders.
 
In Mumbai bin ich nochmals zu der Victoria Railway Station gefahren und diesmal auch reingegangen. Sieht eher aus wie ein Schloss und nicht wie ein Bahnhof. Die Briten haben damals schon irres Zeugs auf die Beine gestellt.
 
Am 24. flog ich dann runter nach Cochin das fast ganz zuunterst im Süden von Indien liegt. Ist irgendwie lebhafter dort unten, die Leute sind extrem freundlich. Das Essen ist gut aber man muss vorsichtig sein denn es ist höllisch scharf! Da nützt auch die Bitte man wolle es bitte nicht zu scharf nicht viel. Ich glaube die Geschmacksknospen dieser Leute haben den Geist seit langem aufgegeben so dass die das gar nicht mehr beurteilen können. Ich habe dann tatsächlich mein Tandoori Chicken unter den Wasserhahn gehalten und damit einen Teil der Gewürzschicht auf der Haut wegbekommen. Danach war es geniessbar wenn auch immer noch scharf. Danach hab ich mich vorwiegend von Bananen und Mangosaft ernährt und zwischendurch habe ich am Kiosk so ein farbiges (grün-gelb-blaues) Biskuit gekauft. Keine Ahnung was es war aber man konnte es essen. 
 
Da ich genau am 24. Dezember in Cochi angekommen bin und dort unten sehr viele Christen leben war natürlich dick Party angesagt. In den Kirchen haben die Pfarrer gebetet als ob es keinen Morgen gäbe. War ziemlich eindrücklich.
 
Was ich von der Schifffahrt auf den Backwaters leider nicht sagen kann. Die Strecke die ich eigentlich fahren wollte gibt es gar nicht, die Fahrten die man so auf die Schnelle buchen kann sind total touristisch.
 
Ganz im Zeichen des Umweltschutzes, die Inder wollen es den Westlern ja recht machen, haben die Boote keinen Motor mehr sondern werden von einem armen Kerl ganz vorne im Boot mit einem langen Stock der bis auf den Seegrund reicht vorwärts bewegt. Das ganze geht aber so langsam voran dass ich den Motor eigentlich schon vermisst habe...
 
Am Nachmittag dann habe ich sowieso nichts von der Umwelt mitbekommen weil ich habe ein junges Pärchen kennengelernt die mit dem Motorrad drei Monate durch Indien brettern.
 
Er ist aus Russland und sie aus der Ukraine. Wir haben dann angefangen zu Diskutieren und wie es in solchen Fällen ist am Schluss über Gott und die Welt gesprochen.
 
Ich bin dann bereits am 29. mit dem Zug weitergefahren nach Madurai. Bahnfahrt war wie in Indien üblich sehr angenehm. Nachtzug, ganze Zeit geschlafen. Preis für die ganze Strecke ca 14.- für (1. Klasse AC Sleeper !)
 

Dienstag, 23. Dezember 2014

Mumbai Dezember 2014

Da wäre ich also wieder. Ich habe ja schon wirklich viele Flüge in meinem Leben gemacht aber es bis jetzt noch jedesmal geschafft, nicht irgendwo zwischen zwei Passagieren eingequetscht zu sein. Diesmal aber ist es passiert und zwar nur, weil ich mich vorgängig nicht um den Platz gekūmmert habe. War mir aber eine Lehre.

Hier in Mumbai bin ich in einem ziemlich miesen Hotel, mies weil es kein Fenster hat, die Leute laut quatschen, non stop, und weil die Gegend absoluter Horror ist. Ist ja zum Glūck nur zum Schlafen bis morgen und dann gehts ja nach Cochi. Dank meinen Bose Kopfhörern stören mich Geräusche nicht und ich hab doch glatt den ganzen Tag verschlafen. Als ich dann, meiner Meinung nach, um 09:00 Uhr ein Taxi wollte ist mir aufgefallen, dass es dunkel war. Nun, abends um 21:00 Uhr ist es dunkel.....

Fotos wird's erst nach der Rückkehr geben da ich nur den iPad bei mir habe und mit dem kann ich die Kamera nicht anschliessen und auch keine Fotos bearbeiten (RAW Format).

Jetzt hab ich mir gerade über so einen indischen Essen-Service etwas bestellt rsp von der Hotelreception was bestellen lassen da ich keine Ahnung habe was da auf der riesen Menükarte alles steht. Ich lasse mich mal überraschen. Aufgestellt ist dass hier wirklich praktisch alle Leute sehr freundlich sind. Nur die junge Inderin der ich gestern im Flugzeug den Kaffee über ihr Gucci-Oberteil geschüttet habe war nicht so erfreut....

Hasta la vista

Mittwoch, 12. November 2014

Und gleich nochmal Indien

Seit Montag, also schon ganze drei Tage bin ich wieder zu hause und bei der Arbeit. Da unsere Firma über die Feiertage von Weihnachten Neujahr immer mehrere Tage schliesst (natürlich nur die Informatik) sind wir angehalten dafür noch ein paar Ferientage zu geben. Nun, Ihr seht, ich bin unschuldig dafür dass ich nochmal in die Ferien muss. Man zwingt mich......

Da ich mich nun schon so schön in Indien eingelebt habe und auch die Gesichtsfarbe ein wenig brauner ist als normal wäre es doch schade das einfach so vergehen zu lassen.

Ich habe deshalb soeben für den 22. Dezember einen Flug nach Mumbai gebucht mit Rückflug am 1. Januar. Ich habe im Sinn nun doch noch die Rundreise im Süden in den Backwaters von Kerala zu machen.  http://de.wikipedia.org/wiki/Backwaters
 
Deshalb hab ich gleich noch am 24. Dezember einen domestic flight von Mumbai nach Cochin gebucht. Von dort werde ich dann weitersehen. 

Voraussichtlich geht's dann aber mit den Schiff runter durch die Kanäle nach Trivanderum und von dort mit Auto und Driver quer rüber nach Madurai und Chennai und dann mit dem Flugzeug wieder zurück nach Mumbai.

Wer's wieder mitverfolgen möchte ist herzlich eingeladen auf dieser Seite.
Bis dann.

Da der Dezember in der Hochsaison von Indien liegt habe ich mir die wichtigsten Tickets gleich schon mal gekauft. Das Ticket mit Air-India nach Mumbai und zurück nach Zürich hatte ich ja schon. Das Flugticket von Mumbai nach Cochi hatte ich auch schon. Was ich nun noch gekauft habe ist das Flugticket von Madurei zurück nach Mumbai am 31. Dezember denn am 1. Januar um 01:30 Uhr geht's ja zurück nach Zürich. So hab ich keinen Stress und laufe nicht Gefahr am 31. Dezember irgendwo in Südindien hängen zu bleiben weil es keine Flüge und auch keine Züge mehr hat und mit dem Auto ist es doch ein wenig weit und würde zeitlich dann nicht mehr reichen.

Was ich auch gebucht habe ist jeweils die erste Nacht in jeder Stadt wo ich ankomme. So bleibt mir erspart mitten in der Nacht nach Ankunft in einem Flugplatz noch ein Hotel buchen zu müssen, So hab ich früher teilweise recht viel Geld ausgegeben weil man nach einem langen Flug meist müde ist und sich nur noch nach einem Bett sehnt. Dass man dabei in einem Hotel landet das eigentlich viel zu teuer ist stört einen erst am nächsten Morgen wenn man die Rechnung bezahlen muss.

Was nun noch offen ist ist die Reise mit den Schiff durch die Backwaters nach Trivanderum runter und dann von dort mit Auto wahrscheinlich rüber nach Madurei. Das lass ich aber offen denn das ist ja eigentlich der interessante Teil der Reise.

Samstag, 8. November 2014

Zurück in Delhi und Heimflug in die Schweiz

Am letzten Tag in Delhi hatte ich noch schön Zeit ein paar Dinge zu kaufen. Das waren vor allem Darjeeling und Assam Tee sowie Masala um damit in der Schweiz indischen Tee zu bauen. Ich stehe wirklich auf diesen Tee und ihn zu machen dürfte sogar ich schaffen. Ein viel grösseres Knowhow als für Spiegeleier braucht es ja wohl nicht.  http://en.wikipedia.org/wiki/Masala_chai
 
Für den Original Tee müsste man am Anfang noch etwas Ingwer mitkochen aber ich versuche es mal zuerst ohne. Den Tee hab ich im angesehendsten Teehaus von ganz Indien gekauft. Ich hoffe er ist so gut wie er teuer war aber laut Auskunft ist der Ort bekannt und wirklich gut wenn es um guten Tee geht.
 
Weiter kaufte ich ein paar schöne Holzfiguren für die Wohnung. Da die Inder ja 16'000 Götter haben gibt es noch genug Gottheiten zum Schnitzen. Indisches Parfüm hab ich keines gekauft, dafür hab ich mir im Duty Free Delhi eine 200ml Flasche Joop einpacken lassen.
 
An diesem letzten Tag war ich ich nochmals mit dem Driver unterwegs der mich an die vielen Orte gefahren hat. Mit ihm fuhr ich noch auf einen der grössten 'spice markets' von ganz Asien und hab ein paar Fotos gemacht. Weiter besuchte ich die grösste Moschee Indiens die 'Jama Masjid'  und als krönender Abschluss dann noch 'India Gate' in Delhi, nicht zu verwechseln mit dem 'Gate of India' in Mumbai.
http://de.wikipedia.org/wiki/Jama_Masjid_(Delhi)

Und, da ich schon lange nicht mehr über irgend was gemotzt habe, hier hätte ich noch was. Das mühsame Getue der Moslems wenn man in eine ihrer Moscheen gehen will. Bei uns ist es ja so dass eigentlich jeder eine Kirche betreten darf und es gibt auch keine grossen Vorschriften. Natürlich sollte man nicht nackt reingehen aber ganz normale Strassenkleidung ist ok. Bei den Buddhisten ist es ähnlich. Was dort verpönt ist ist Minirock oder Shorts. Aber bei den Moslems ist das ganz anders.
Schuhe ausziehen ist schon mal klar. Das weiss man. Die Schuhe darf man aber nicht in den Händen behalten weil man bedenken hat ob sie noch da sind wenn man wieder rauskommt. Die Schuhe bleiben draussen. Socken ist an vielen Orten ebenfalls tabu, auch die bleiben draussen. Also dann mal rein über den Fusspilzteppich. Falls dort ein kleines Wasserbecken am Boden ist dann muss man dort durchlaufen.
Neben durch laufen geht nicht. 
 
In dieser Sache haben die Siks noch einen draufgesetzt. Ich musste doch tatsächlich aus irgend einer Tonne ein Tüchlein nehmen (das wahrscheinlich schon die Läuse von 20 Vorgängern beherbergt) und mir damit den Kopf bedecken. Hätte eine ziemlich belämmerte Foto gegeben. Neben mir wollten zwei Touristinnen rein die beide einen indischen Sari trugen. Nichts da, Einer der Typen hat ein kleines Stück Rücken an einer Frau (ca 2 mal 3 cm gross) erspäht und sie dazu verdonnert über den Sari noch ein weiteres Tuch zu tragen. Dieses ganze Theater (obwohl das hier nun ein Sik Tempel war) macht die islamische Religion auch nicht unbedingt sympatischer.  Ich war in Indien mindestens an 4 Schauplätzen wo vor vielen hundert Jahren irgend welche Schlachten zwischen Moslems und Hindus oder andern Religionen stattgefunden haben. Das Endergebnis war immer dasselbe. Die Moslems haben immer alles zerstört wenn sie gewonnen haben wobei die andern Religionen das nicht taten. In Thailand sieht man das heute noch. Die alte Hauptstadt gleich nördlich von Bangkok ist voll von Buddha Statuen. Jeder der Statuen hat keinen Kopf mehr. Der wurde von den Moslems immer sofort abgeschlagen.

Wenn wir das machen würden dann müsste man in Spanien ab Sevilla alle Islamischen Bauwerke zerstören. Soviel zur Toleranz andern Religionen gegenüber. Letztes Beispiel war ja die Zerstörung der beiden ca 2000 Jahre alten riesigen in Fels gehauenen Buddha Statuen in Afghanistan die vor ein paar Jahren in Afghanistan von den Taliban in die Luft gesprengt wurden. 

Seit Freitag morgen 6 Uhr bin ich definitiv wieder in der Schweiz. Es ist mit 3 Grad schon einiges kühler als in Delhi aber es war ein gutes Gefühl in Zürich zu landen.

Dann mal bis zum nächsten Mal.

Hier die letzten Fotos.
 

 

Mittwoch, 5. November 2014

Zurück in Delhi

Nach einem kurzen 1-stündigen Flug mit Air-India (5200 Rupies = ca Fr.80) bin ich um 14:45 Uhr wieder in Delhi angekommen und wurde am Flugplatz bereits vom Driver des Hotel erwartet. Ich bin nun schon zum dritten Mal im Hotel Amax-In welches mitten in der Altstadt von Delhi liegt wo sich eigentlich nur die wenigsten Touristen hintrauen. Nur so Typen wie mich sieht man hier und das weibliche Pendant davon. 
 
Über das Hotel-eigene Reisebüro (ein Zimmer mit PC und grossem Chefsessel) habe ich die beiden Ausflüge mit dem Auto gebucht und war bis jetzt mit allem was sie mir geboten haben sehr zufrieden. Die Driver sind absolut in Ordnung und betonen bei jeder Aktion (Du bist der Gast, ich mache was Du mir sagst). Dieses Verhalten ist irgendwie so tief in ihnen drin dass mein ewiges (treffen wir uns morgens um 09:00 Uhr wieder hier vor dem Hotel, ist das ok für Dich?) bei ihm sicher fast als Verarschung ankommt. Logisch ist das ok für mich. Ich werde Dich sicher nicht enttäuschen....

Heute hab ich es endlich geschafft den Saum ganz unten an meinen kurz vor der Abreise im Bahnhof Bern gekauften Sherpa Hosen sauber von einem Schneider machen zu lassen. Da mir beide Paare auch nach dem ersten Waschen immer noch etwa  zu lange waren und ich somit 3 Centimeter davon auf dem sauberen indischen Boden mitschleifte habe ich sie kurzerhand abgeschnitten. Damit sie nun nicht ausfransen haben sie nun einen sauberen Abschluss-Saum. Zeitaufwand für beide Hosen 30 Minuten. Preis 1 Franken für beide!!

Vorhin hab ich mir wieder ein Tandoori Chicken eingeworfen. Wird wohl das letzte Mal gewesen sein in diesen Indien-Ferien. Morgen vor dem Flug nach Hause werde ich praktisch nichts essen. Ich hasse es mich mit vollem Magen in's Flugzeug zu setzen. Mit einem Loch im Bauch fliegt sich's einfach viel besser und ruhiger.

Morgen hab ich nochmals einen ganzen Tag Delhi zur Verfügung. Ich werde dann definitiv meine Einkäufe tätigen die wie bereits erwähnt eigentlich nur aus Massalla- und anderem Tee, dem einen oder andern Parfümöl sowie wenn möglich ein paar schönen indischen Holzfiguren für die Wohnung bestehen. Da meine eine Reisetasche-Koffer oder wie immer man diese Dinger nennt den Geist aufgibt werde ich bei dieser Gelegenheit wohl gleich einen neuen etwas grösseren kaufen. Ich habe im Moment nur 10.2 Kg Gewicht und kann aber 22 Kg mitnehmen.
 
Weitere glaube ich 24 Kg sind möglich in einem zusätzlichen Gepäckstück das dann zusätzlich bei Swiss Fr. 120.- kosten würde. Ich gehe aber davon aus dass ich das nicht brauchen werde.

Um Freitag 02:50 Uhr morgens fliege ich von Delhi ab und da ich in der Zeit zurückfliege bin ich auch am Freitag zwischen 6 und 7 Uhr in Zürich. 

Dienstag, 4. November 2014

Jodhpur

Der Tag in Jodhpur ist fast vorbei. Ich war heute auf dem Fort das man entweder zu Fuss (ca 30 Minuten steil aufwärts) oder mit Tuktuk in ca 10 Minuten erreicht. Ich muss wohl nicht erwähnen dass ich als durch und durch sportlicher Mensch das Tuktuk gewählt habe.

Das Mehrangarh Fort von Jodhpur war wieder ein wirkliches Erlebnis. Es wurde 1459 erbaut und war Residenz der zahlreichen Rulers von Rajasthan.

Hier habe ich übrigens noch eine gute Wikipedia Seite über das Land Indien gefunden, für die die's interessiert!

Das Fort selber ist bereits etwas was sehr interessant rüberkommt speziell wenn man in Architektur und Geschichte interessiert ist. Innerhalb vom Fort hat es ein Museum. Im Gegensatz zu dem City Palace von Udaipur war das hier aber wirklich sehr gut. Unter anderem werden hier viele Arten von Gestellen rsp Sitzen gezeigt die man den Elefanten aufsetzt um so relativ bequem weite Strecken zurücklegen zu können. Dabei gibt es einfache Vorrichtungen die einem Pferdesattel ähnlich sehen aber auch Aufsetze mit Dach und zweistöckigen Innenräumen. Ich weiss leider den Fachbegriff für diese Dinger nicht aber jeder kennt sie sicher aus Filmen.

Die Grösse des Forts ist wirklich erstaunlich wenn man daran denkt dass das alles von Hand erstellt wurde. Ein unvorstellbarer Aufwand.

Am Schluss war ich dann noch ein wenig in der Altstadt selber. In der Mitte der Altstadt umgeben von einer Art kleiner Stadtmauer steht der clock-tower (siehe Foto).

Nun gehe ich wohl wieder auf's Dach rauf in's Restaurant um was zu essen und ev kann ich ein paar Nachtaufnahmen machen wie gestern angedeutet.

Morgen dann geht es um 10 Uhr früh auf den Flugplatz und um 1400 Uhr bin ich definitiv in Delhi.

Via Ranakpur nach Jodhpur

Gestern morgen um 0930 Uhr also habe ich Udaipur in Richtung Jodhpur verlassen. Jodhpur wird die definitiv letzte Station sein die ich in diesen Indien-Ferien besuchen werde. Danach geht es am 5. November mit dem Flugzeug zurück nach Delhi wo ich dann noch den halben 5. und den ganzen 6. November Zeit habe ein paar Dinge einzukaufen und mir noch zwei drei Orte anzuschauen die ich bisher noch nicht besucht habe. Vielleicht komme ich ja doch irgendwie in dieses Railmuseum rein, mit ein bisschen Geld in der Hand geht in Indien fast alles. Um Mitternacht dann gehts zurück mit der Swiss nach Zürich wo ich am Samstag morgen früh ankomme. Irgendwie freue ich mich auf das sicher kältere Wetter und vor allem auf die Ruhe überall. Dieser konstante Geräuschteppich von über 90dB hier geht schon auf die Nerven mit der Zeit.

Ich bin also von Udaipur los. Auf halbem Weg so nach ca 100km liegt eine traumhafte Anlage namens Ranakpur. Es ist etwas abgelegen aber sehr bekannt da die Arbeit mit der diese Anlage gebaut wurde mit zum Besten gehört das man sich vorstellen kann. Ich weiss nicht wieviele tausend Leute daran wie lange gearbeitet haben aber es muss fast unvorstellbar sein.

Ich habe versucht möglichst gute Fotos zu machen. Ohne Stativ konnte ich leider die Tiefenschärfe nicht wie gewünscht hochschrauben denn ich musste schon so mit ISO800 arbeiten und höher wollte ich nicht gehen. Dazu kommt dass ich halt nicht der einzige bin dem der Ort dort gefällt und somit ist es relativ schwer Fotos zu machen ohne dass man immer irgend eine Touristenkeule im Bild hat. Alles in allem sollte es aber trotzdem reichen um zu sehen wie traumhaft es ist.

Nach einer für mich sehr langen Aufmerksamkeits-Spanne von einer Stunde hab ich die Anlage wieder verlassen und wir sind dann nach Jodhpur gefahren wo ich wieder in einem super schönen Hotel mitten in der Altstadt wohne. Sensationell ist das Restaurant ganz oben auf dem Dach. Das ganze Fort das über dem Hügel und der Stadt drohnt liegt direkt davor und am Abend ist alles sehr schön erleuchtet. Sieht gewaltig aus. Vielleicht gelingt mir da auch noch eine Aufnahme heute Abend.

Nun gehts nach Jodhpur in die Altstadt. Mal schauen was die zu bieten hat. Mehr dann im zweiten Jodhpur Post das ich heute Abend oder morgen in Delhi erstellen werde.


Samstag, 1. November 2014

Udaipur

Nach einer 6 stündigen Fahrt mit dem Auto bin ich um ca 1600 Uhr von Pushkar kommend in Udaipur eingetroffen. Das Hotel hier ist wieder mitten in der Altstadt direkt am See an dem auch diverse der Sehenswürdigkeiten liegen. Udaipur ist neben Jaipur und Jodhpur die dritte der drei alten Rajasthan Städte wobei Jaipur "die pink City" die Hauptstadt von Rajasthan ist. Udaipur ist die "white City" und Jodhpur "die blue City". Man wird dann auf den Fotos sehen warum das so ist denn im Gegensatz zu Jaipur wo die Altstadt pink bemalt ist sind in Jodhpur alle Häuser in einem schönen Blau gehalten. Da ist das Weiss von Udaipur doch direkt langweilig.
Mehr dann sobald ich selber was gesehen habe was ja bis jetzt noch nicht der Fall ist. Das Hotelzimmer ist auf jeden Fall bereits mal super schön.

Zeitsprung: Zwei Tage später. Da ich in Udaipur das erste Mal in Indien keine normale Internet Verbindung in Reichweite hatte kann ich den Blog erst jetzt beenden und damit auch die Fotos erst jetzt posten.
Ich bin in der Zwischenzeit in Jodhpur angekommen welches um es mal vorherzunehmen bedeutend mehr zu bieten hat als Udaipur. Aber der Reihe nach.

Ich bin also am nächsten Morgen nach der Ankunft in Udaipur gleich mal bis um 1400 Uhr liegen geblieben. Das ist der Vorteil wenn man alleine reist. Es ist niemand da der einen um 8 Uhr nervt nun doch endlich mal aufzustehen da draussen das schönste Wetter sei. 'Du kannst doch nicht nach Indien fliegen und dann beim schönsten Wetter im dunklen aircondition-gekühlten Zimmer im Bett liegen'.  Doch doch, das geht, man kann. Ich habe das mehrmals bewiesen. Mit ein bisschen guten Willen geht alles. Ferien sind da um genau das zu machen was man machen will und wenn es heisst dass man beim schönsten Wetter im Bett blieben will dann sei es halt so. Alles klar?

Also, um 1400 Uhr bin ich dann mit der Kamera bewaffnet raus in die feindliche Wildnis. Udaipur ist relativ klein und so kann man alles gut zu Fuss erreichen. Es hat wie viele dieser Städte eine sehr alte Altstadt wo die Gassen vielfach so schmal sind dass man nur zu Fuss durchkommt. Sobald es aber irgendwie möglich ist zwängt man sich mit den Rischkas oder Autos überall durch und da klar nur immer eine Seite fahren kann ist das Hupen auch hier ein Geräusch das am Morgen anfängt und eigentlich nie aufhört. Ich musste aber lernen dass es tatsächlich nicht ohne Hupen geht. Die Leute hier schauen einfach nicht nach hinten. Das scheint ein indisches Naturgesetz zu sein. Nach Hinten muss man nicht schauen. Wenn etwas von hinten kommt und nach vorne will dann hupt es. Wenn es nicht hupt, selber schuld...

In Udaipur gibt es einen sog. City Palast. In jeder indischen Stadt gibt es entweder einen City Palast oder dann ein Fort. In Delhi und in Agra gibt es jeweils ein grossen Fort. In Jaipur und in Udaipur gibt es einen City Palast und in Jodhpur gibt es wieder ein Fort. Eigentlich gibt es in Jaipur auch ein Fort 'das Amber Fort' aber da es ausserhalb der Stadt ist gehört es nicht wirklich zu Jaipur selber.

Ansonsten gibt es zu Udaipur nicht viel zu sagen ausser noch dass es die Stadt ist in dem ein Teil des James Bond Film's Octopussy gedreht wurde. Berühmt ist die Szene mit dem Hotel mitten im See das wirklich existiert und eines der schönsten und wohl auch teuersten Hotels in Indien ist. Es wird von einer Familie geführt die noch echtes Maharaja-Blut hat. Weiss nicht ob das auch blau ist!

Heute morgen nun bin ich wieder mit dem Auto nach Jodhpur gefahren worden mit einem Aufenthalt an einem traumhaft schönen Ort namens Ranakpur. Mehr dazu im nächsten Post.

Freitag, 31. Oktober 2014

Pushkar

Wie im letzten Post bereits angedeutet bin ich gestern Abend um 1900 Uhr nach einer 7 stündigen Autofahrt im 400km südlich von Delhi gelegenen Pushkar angekommen. Ich habe wieder die ganze Reise vom Reisebüro des Hotels in Delhi machen lassen. Die haben mir schon den ersten Trip mit dem selben Fahrer nach Jaipur, Agri und dann mit dem Zug nach Varanasi organisiert und ich war eigentlich sehr zufrieden. Damals hatte ich die Hotels ja bereits selber gebucht.
Dieses mal hab ich das auch machen lassen und habe jetzt ein Set das die Fahrt nach Pushkar, Udaipur und Jodpur, alle Hotel-Unterkünfte sowie den Flug am Schluss von Jodpur zurück nach Delhi einschliesst. Ich war deshalb gespannt auf das Hotel da ich nicht wusste was mich erwartet. Der Fahrer hat aber scheinbar dafür gesorgt dass die Hotel gut sind denn er kennt die alle. Beim ersten, dem New-Park Hotel in Pushkar stimmt das auf jeden Fall schon mal. Ist wieder so ein alter im englischen Styl gehaltener Bau mit einem riesigen Bett das eine grosse schön verzierte Holz-Rückwand hat. Auch die Zimmertüren der Hotelzimmer sind aus massivem Holz und schön verschnörkelt. Im Gang hat es einen grossen Billardtisch und gleich vor dem Hotel ist ein grosser Springbrunnen. Es hat sogar ein Swimmingpool und natürlich ein Restaurant.

Heute morgen um 9 Uhr hat mich der Fahrer in's Zentrum gefahren das nicht weit weg ist weil die Stadt selber eigentlich relativ klein ist. Sie liegt um einen See herum ist aber für die Moslems ein ganz wichtiger heiliger Ort und die Hindus glauben dass hier in diesem See der Ursprung allen Lebens begonnen hat. Für das dass dieser See so wichtig ist sollten sie vielleicht ein wenig besser zu ihm schauen denn es ist wie die meisten Gewässer in Indien einfach eine Kloake.

Ich bin also recht lange durch die Stadt gelaufen die eigentlich ein grosser Basar ist und habe am Schluss natürlich den Kamelmarkt besucht. War eindrücklich. Die Tiere tun mir allerdings ein wenig Leid. Die haben wohl als die Schönheit verteilt wurde in die Kiste gegriffen wo der Blumenkohl drin war. Schönheiten sind es wirklich nicht, diese Kamele aber ich denke sie wissen es selber noch nicht. Lassen wir sie im Glauben sie seien die Schönsten. Die Fotos beweisen es.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Delhi nach Pushkar und Udaipur

Wie dem Post-Titel unschwer zu entnehmen ist haben sich die Pläne wieder total geändert. Ich habe nun definitiv rausgefunden dass der Darjeeling Zug nicht fährt. Es gibt zwei kleine Teilstücke die man befahren kann aber diese Teile machen weniger als 10% der ganzen Strecke aus und das ist mir dann doch zuwenig denn ich habe ja immerhin volle 4 Tage für diesen Ausflug reserviert in dem diese Zugreise einfach nicht fehlen darf. Ich konnte aber meine Air India Flugtickets problemlos annullieren und werde nun folgendes machen.
Ich fahre mit dem Auto (ich habe wieder den gleichen Fahrer der mich schon nach Jaipur und Agri gefahren hat) zuerst ca 400km südlich nach Pushkar . Pushkar liegt auf dem Weg nach Udaipur und ist gerade in diesen Tagen Ort des weltgrössten Kamelmarktes der Welt. Ich wollte mir ja schon lange mal ein Kamel zulegen, wenn also noch jemand eines braucht, ich nehme gerne Bestellungen auf. Oder wenn jemand seine Frau eintauschen möchte. Sorry Igor, aber der musste raus, ist ja privat!
Scheinbar kommen da Kamelherden aus allen Richtungen zusammen so dass am Schluss tausende von Kamelen zu sehen sind. Man fühlt sich also wie zuhause....
Die Kamele werden gekauft und verkauft und gleichzeitig ist das Ganze ein riesen Fest das nur ein mal im Jahr stattfindet. Es soll alles sehr bunt sein, es gibt auch viele Pferde und die typischen Rajasthan Pferderennen, was immer das ist. Ich hoffe natürlich auf viele gute Fotos.
Danach geht es nochmals 300km weiter südlich nach Udaipur mit seinen traumhaften Tempelanlagen. Dazu später mehr. Nach Udaipur kommt dann noch Jodhpur und von dort fliege ich am 5. November zurück nach Delhi.

Zeitsprung: Bin in Pushkar angekommen. Schönes altes Hotel. Morgen dann mehr.
 

 

Dienstag, 28. Oktober 2014

Amritsar, Dehli und weiter

Ich bin wieder in Delhi. Nach einem nochmal sehr interessanten Tag in Amritsar flog ich heute Nachmittag mit Indien Airlines wieder zurück nach Delhi und bin momentan wieder im gleichen Hotel das ich am allerersten Tag in Indien bereits hatte. Warum ein anderes nehmen wenn hier alles stimmt. Mitten in der Stadt, ich kenne den Fahrer des Hotels ja schon mit dem ich in Jaipur und Agri war und es ist sehr billig. Am wichtigsten aber, hier gibt's den guten Indischen Tee wo die Milch bereits mit dem Tee zusammen gekocht wurde und dem ganzen einen genau meinem Geschmack entsprechenden Gusto gibt. Dazu ist es teuflisch süss, ebenfalls ein plus!

Morgen werde ich voraussichtlich noch die paar Dinge in Delhi schauen gehen die ich noch nicht sehen konnte. In Delhi gibt es recht viel solcher Orte.

Ich habe mir bereits das Flugticket nach Bagdogra und wieder zurück nach Delhi gekauft. Es ist geplant dass ich am 31. Oktober fliege und am 4. November wieder in Delhi bin.
Von Bagdogra aus sind es ca 20 km bis zur Zug-Station wo der Darjeeling Express rauf nach Darjeeling startet. die Bahn ist weit über 100 Jahre alt und war seinerzeit ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Die Strecke ist so Steil dass es ursprünglich 4 Kehrtunnels gab und ca 20 Stellen wo der Zug indem er immer hin und her fährt an Höhe gewinnt. So was gibt es sonst glaub ich nur noch in Südamerika wobei der Zug dort soviel ich weiss nicht mehr fährt.

Leider hab ich aber heute als ich die Zugtickets sicherheitshalber zum Voraus buchen wollte gesehen dass der Zug ev gar nicht fährt da in den letzten 12 Monaten an 3 Stellen die Geleise und die Strasse runtergerissen wurden wegen extremen Regenfällen die die Hänge ins Rutschen brachten. Sie sind zwar dran die Schienen wieder zu legen aber ich weiss nicht ob das wirklich wie geplant am 1. November mit dem Betrieb wieder losgeht. Ich muss das morgen definitiv rausfinden denn wenn die Bahn nicht fährt dann weiss ich nicht ob ich nicht ev den Flug umbuche und anstelle von Darjeeling dann nach Bophal oder Udaipur fliege. Beides auch Orte wo es traumhafte Anlagen gibt. Wir werden sehen.

Ich habe in Amritsar noch ein paar Fotos auf der Strasse gemacht. Vielfach einfach abgedrückt um einen Eindruck des Alltags zu bekommen.

Ungarn Rundfahrt July 2026