Donnerstag, 31. Juli 2008
Vorabend der USA Reise
Freitag, 6. Juni 2008
USA i am coming back
Donnerstag, 27. Dezember 2007
Delhi to Bern
Ja, das war’s dann wohl. Dies ist nun definitiv mein letzter Eintrag zu diesem „Ausflug“. Vielleicht schreibe ich irgendwann weiter, falls sich etwas wirklich Berichtenswertes ergibt – etwa, wie sich meine Zukunft als Gleitschirmflieger entwickelt...
Gestern unternahm ich einen Tagesausflug nach Delhi und besuchte dabei den größten Hindu-Tempel der Welt (er steht sogar im Guinness Book of Records). Leider – und für mich absolut unverständlich – ist Fotografieren dort strengstens verboten. Der Tempel wurde von 1998 bis 2005 errichtet. Offenbar beherrschen sie die Kunst des Bauens also auch heute noch.
Das Bauwerk ist so überwältigend, dass ich ernsthaft überlege, ob der „Taj Mahal“ nicht auf Platz zwei meiner persönlichen Rangliste zurückfallen müsste. Man wird regelrecht erschlagen vom Detailreichtum: Bis auf den letzten Zentimeter ist alles kunstvoll verziert und dekoriert. Da ich selbst keine Fotos machen durfte, hier zumindest der offizielle Link, unter dem sich sicherlich eindrucksvolle Eindrücke finden lassen:
Morgen um 11:20 Uhr geht es dann vom Indira Gandhi International Airport mit Emirates über Dubai zurück nach Zürich.
Meine persönliche Hitliste der bereisten Länder bleibt unverändert: Platz eins belegt nach wie vor Amerika, Platz zwei China. Dabei spielen für mich nicht nur die Sehenswürdigkeiten eine Rolle, sondern auch die Art des Reisens sowie die weniger angenehmen Aspekte eines Landes. Indien hätte durchaus Chancen, China vom zweiten Platz zu verdrängen – wenn es sauberer wäre. In Sachen Sehenswürdigkeiten jedoch liegt Indien eindeutig an erster Stelle, und zwar mit großem Abstand.
Die kulturelle Vielfalt des Landes ist beeindruckend: Moslems, Hindus, Sikhs, Christen – und noch viele weitere Glaubensgemeinschaften prägen die Bevölkerung. Entsprechend facettenreich ist auch die Geschichte und die Fülle an historischen und spirituellen Stätten.
Montag, 24. Dezember 2007
Jaipur 3
Es reicht tatsächlich noch für einen weiteren Eintrag – in Jaipur stolpert man einfach von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Heute war ich unter anderem im sogenannten Monkey Temple. Der Name ist Programm: Hunderte Affen tummeln sich dort, und sie sind dermaßen zutraulich, dass man fast glaubt, sie seien als Animateure angestellt. Raschelt man nur kurz mit einer Tüte, kommen sie angerannt wie Kinder zum Pausenhofkiosk. Allerdings sind sie auch dreiste Kleptomanen: einer Dame klauten sie die Handtasche, einer anderen den Schirm. Ich frage mich ernsthaft, wie lange es dauert, bis einer mit einer Rolex am Handgelenk herumrennt.
Das Hostel wiederum bietet Service vom Feinsten – so, wie es wohl früher war, als Reiche noch Hausangestellte hatten. Ich läute die Glocke in meinem Zimmer, und innerhalb von 15 Sekunden steht jemand da, strahlend und devot: „Yes, Sir. Certainly, Sir. No problem, Sir.“ Ich bin mir sicher, dass ich kaum den Rücken gedreht habe, da kommt die Grimasse samt rausgestreckter Zunge. Aber ehrlich gesagt: So eine Bedienung könnte süchtig machen.
Weniger charmant sind hingegen die zahllosen Männer, die hier jede Mauer zum öffentlichen Pissoir erklären. Meine Fantasie-Lösung: eine Piss-zurück-Anlage. Mit Urinspeicher, Lichtschranke und Rückstoßmechanismus. Ich möchte die Gesichter sehen, wenn die Mauer plötzlich zurückpinkelt. Angeblich fahren in Delhi Studenten schon mit einem alten Feuerwehrauto herum und spritzen die Typen nass – klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Präsident Modi scheint jedenfalls ernsthaft daran zu arbeiten, dem Elend von Urin und Müll Herr zu werden.
Und dann habe ich noch eine herrliche Anekdote gehört: Man malt einfach Bilder hinduistischer Götter an die Mauern. Offenbar ist es selbst für hartgesottene „Straßenpinkler“ ein Sakrileg, einem Gott ans Bein zu machen. Und siehe da: Es wirkt! Vielleicht sollte man das international exportieren.
Zum Schluss noch eine Zahl, die fast schon obszön klingt: Für meine vier Tage in Jaipur, inklusive allen Mahlzeiten (ausnahmslos lecker, und ich habe nur dort gegessen) und unzähligen pots of coffee, habe ich ganze 90 Dollar bezahlt. Da bekommt man in Zürich nicht mal ein anständiges Dinner für zwei.
Sonntag, 23. Dezember 2007
Jaipur
Hier nochmals ein paar Fotos aus Jaipur und der Umgebung. Es gibt wirklich einiges zu sehen – wobei das eigentlich für ganz Indien gilt. Man stolpert hier quasi von einem Highlight ins nächste.
Mittlerweile habe ich mich sogar an die weniger schönen Seiten gewöhnt. Der Trick: alles deutlich gelassener nehmen – und mit einer ordentlichen Portion Humor. Ich habe festgestellt, dass die Inder selbst erstaunlich humorvoll sind. Oft dürfte es allerdings eher Galgenhumor sein, denn eigentlich hätten viele Menschen hier wenig Anlass zum Lachen. Aber vielleicht ist genau das das Geheimnis: Wer im Chaos lebt, muss entweder lachen oder verzweifeln – und die meisten haben sich offenbar fürs Lachen entschieden.
Ich werde mich wahrscheinlich noch einmal aus Delhi melden, aber dann ist wohl wirklich bald Schluss – schließlich geht’s am 28. zurück ins gute alte „CH“.
Vorher aber noch: Frohe Weihnachten an Euch alle! Ich feiere dieses Jahr zwischen Tempeln, Rikschas und Straßenküchen – definitiv mal etwas anderes als Fondue und verschneite Tannenbäume.
Samstag, 22. Dezember 2007
Agra to Jaipur
Nachdem ich am Nachmittag noch das Fort in Agra besucht hatte, ging es um 17:20 Uhr weiter nach Jaipur. Gestern Abend, um 23 Uhr, kam ich dann endlich mit dem „Superfast Express“ an – 270 Kilometer in sechs Stunden! Nomen est omen, könnte man sagen.
Am Bahnhof erwartete mich ein Mann in Tarnanzug. Später erfuhr ich, dass es sich dabei um den Besitzer meines Hostels handelte – einen ehemaligen Colonel der indischen Armee, der einst in einer Panzerbrigade aktiv am Krieg gegen Pakistan teilgenommen hatte. Das Ergebnis dieses Konflikts war schließlich die Gründung von Bangladesch. Mit ihm zu diskutieren ist ausgesprochen spannend, denn er gehört zu den Gebildeten hier. Wobei ich manchmal den Eindruck habe, dass sich alle Intellektuellen in Indien in Luft auflösen, sobald ich in der Nähe bin.
In den letzten Tagen hatte ich jedoch einige Gespräche mit Indern, die mehr zu bieten hatten als der durchschnittliche Tuk-Tuk-Fahrer. Überraschenderweise hörte ich dabei mehrfach die Meinung, dass es Indien heute besser ginge, wenn das Land noch von den Engländern regiert würde. Von älteren Leuten mag das nachvollziehbar sein, sie haben den Unterschied noch erlebt – aber dass auch Jüngere so denken, hat mich erstaunt. Der Colonel erklärte mir, die Engländer seien stets fair gewesen und die meisten Inder hätten damals besser gelebt als heute. Das heutige Indien hingegen sei durch und durch korrupt, und er sehe keine Chance, dass das Land da jemals herauskomme.
Mein Hostel ist übrigens eigentlich das Anwesen des Colonels – eine riesige Villa mit weitläufigem Garten und rund 40 Zimmern. Zehn davon vermietet er an Reisende. Hier gibt es alles: Gärtner, Butler, Servicepersonal. Wenn ich Kaffee möchte, reicht ein Druck auf die Klingel im Zimmer – Sekunden später steht jemand da und serviert mir Kaffee oder Tee im original englischen Silberservice. Da fühlt man sich fast wie ein Maharadscha auf Zeit.
Jaipur trägt den Beinamen „Pink City“, und wenn man durch die Altstadt läuft, versteht man sofort warum. Es gibt unheimlich viel zu entdecken. Ich bleibe hier bis zum 25., dann geht es frühmorgens – um 5 Uhr – ein letztes Mal mit dem Zug nach Delhi.
Gestern lernte ich außerdem jemanden kennen, der in Dubai eine Firma führt. Er meinte, falls ich in der Schweiz keine vernünftige Arbeit finden sollte, solle ich doch nach Dubai kommen: Dort sei es in meinem Bereich leicht, etwas zu finden, das Gehalt sei mindestens so hoch wie zuvor – und Steuern gibt es dort schlichtweg keine. Klingt fast zu gut, um wahr zu sein...
Donnerstag, 20. Dezember 2007
Varanasi to Agra
Nach einer fast schlaflosen Nacht im Schlafwagen zwischen Varanasi und Agra (680 km) bin ich heute Morgen um 10 Uhr in Agra angekommen. Grund für die Schlaflosigkeit: ein schnarchender „Curryaner“, der alles übertroffen hat, was ich jemals an nächtlicher Geräuschkulisse erleben durfte. Er schnarchte nicht nur – er zelebrierte es. Ganze Opernzyklen in Endlosschleife. Der gesamte Wagen litt darunter. Ich habe ihn mehrmals geweckt, doch kaum waren fünf Sekunden vergangen, legte er wieder los – als hätte er nur kurz Luft holen müssen. Totschlagen darf man so jemanden ja nicht, und leider hatte ich auch kein rückstandsloses Schnellgift im Gepäck… sonst wäre er vermutlich nicht mehr unter uns.
Trotz alledem stand heute Nachmittag der Besuch des Taj Mahal auf dem Programm. Zwei Stunden habe ich dort verbracht – für meine Verhältnisse fast ein Marathon. Und ich muss sagen: Der Taj Mahal ist wohl das schönste Gebäude, das ich je gesehen habe. Moderne Architektur, wie man sie zum Beispiel in Hongkong findet, gefällt mir auch sehr, aber das hier ist etwas völlig anderes. Der Taj Mahal mitsamt seiner Paläste und Gärten ist schlicht überwältigend – ein Bauwerk, das tatsächlich so perfekt ist, dass man es kaum glauben mag.
Morgen Abend geht es bereits weiter nach Jaipur. Zum Glück ist die Strecke kürzer, und von dort nach Delhi zurück sind es nur noch etwa 240 km. Aber egal, wohin ich fahre: Heute werde ich mir unbedingt Ohrstöpsel besorgen – falls es sie hier überhaupt gibt.
Die Internetverbindung hier ist wieder einmal zum Verzweifeln. Ich sollte lieber aufhören zu tippen, sonst verliere ich noch den letzten Nerv. Wie sehr freue ich mich auf meinen 10-Mbit-Anschluss zu Hause, meinen neuen HDTV-Fernseher, die SACD/DVD-Audio-Surround-Anlage samt frisch eingetroffener Genesis-Alben in Surround-Aufnahme… und natürlich auf die ganz profanen Dinge: meine Waschmaschine, mein Auto, meine Bücher, das Lesen ohne Unterbrechung. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Dienstag, 18. Dezember 2007
Varanasi 3
Montag, 17. Dezember 2007
Varanasi 2
Sonntag, 16. Dezember 2007
Delhi to Varanasi
Samstag, 8. Dezember 2007
Goa 4
Ansonsten wie immer blauer Himmel, ca 28-30 Grad, Wassertemperatur lauwarm und Essen scharf.
Donnerstag, 6. Dezember 2007
Goa 3
Mittwoch, 5. Dezember 2007
Goa 2
Montag, 3. Dezember 2007
Goa
Freitag, 30. November 2007
Chennai, Madurai, Nagercoil, Trivanderum, Cochin
London, Brüssel, Brügge, Gent, Luxembourg, Strassbourg
Wieder ist einige Zeit vergangen. Auf dem Weg zurück von Inchnadamph in Schottland übernachtete ich noch einmal, diesmal in Strathpeffer, ei...
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Nachdem es mir, wie schon erwähnt, in England nicht wirklich blendend ging – man könnte auch sagen: miserabel –, beschloss ich, sicherheitsh...
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Am 15. Mai ging es dann weiter rauf von Trondheim nach Bodø. Einen kleinen Teil der Strecke – die ersten knapp zwei Stunden – musste man mit...
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Am 18. Juni ging es weiter, nachdem ich mein Auto zurückgegeben hatte. Der Zug mit Liegewagen verliess Bukarest um 16:00 Uhr. Ich hatte ein ...




