Dienstag, 7. August 2007

Marblehead and Salem

Gestern am späteren Nachmittag bin ich wie angekündigt bei Heather vorgefahren. Ich hab nicht mal angerufen und die Überraschung ist natürlich gelungen. Ich war nicht sicher ob sie sehr darüber erfreut sein würde dass ich meine Drohung sie zu besuchen wahr machte - aber sie hat mich ja eingeladen und somit hatte ich kein schlechtes Gewissen. Ich wurde aber mit offenen Armen empfangen. Die beiden - Heather und ihr Mann Roy - sind total aufgestellte Leute. Die haben mir einfach ein Zimmer gegeben und gesagt ich solle mich wie zuhause fühlen. Heute war ich alleine im Haus. Er ist arbeiten gegangen und sie ist für ein paar Tage mit Kolleginen zum Segeln. Die beiden haben ein Traumhaus. Hab ich natürlich fotografiert. 'Marblehead' ist ein kleiner Ort direkt an der Küste nördlich von 'Boston'. Direkt im Norden von Marblehead ist 'Salem'. DAS Salem, bestens bekannt durch allerlei Horror-Movies aber geschichtlich bekannt durch die schlimme Hexenverfolgung im Jahre 1692 in der dutzende von Leuten völlig blödsinnig der Hexerei bezichtigt wurden. Jeder wollte seinen eigenen Hals retten indem er andere beschuldigte und die ihrerseits beschuldigten wieder andere bis am Schluss sogar die Frau des Senator's als Hexe angeklagt wurde. Es war eine richtige Massenpsychose die in dieser Form einmalig in der Geschichte ist. Dutzende wurden gehängt oder verbrannt. Es gibt mehrere Filme darüber. Der Friedhof auf dem die Leute begraben sind steht noch heute und gleich daneben ist ein Mahnmal vom Geschehen. Das 'Peabody Essex Museum' war ein weiteres highlight in Salem.
Eigentlich wollte Roy heute mit mir segeln gehen aber leider ist das Wetter nicht dementsprechend. Morgen geh ich nach Boston und schau mir die Stadt an und übermorgeng geht's definitiv nach New York wo ich bis zu meinem Flug am 13. August bleiben werde.

Marblehead and Salem

Montag, 6. August 2007

Binghamton, Montreal, Montpelier

Ich komme eben zurück aus Kanada. Von 'Philadelphia' bin ich in den Norden nach 'Binghamton' gefahren und hab dort in der Nähe übernachtet. Am nächsten Tag ging's dann weiter in den Norden über 'Syracusa' und 'Watertown' in's Gebiet der 10'000 island's. Eine traumhafte Landschaft die die Grenze zwischen den USA und Kanada bildet. Das Wasser kommt aus dem 'lake Ontario' und weiter oben fliesst noch der 'Ottawa river' rein. Auf der eine Seite liegt Kanada und auf der andern die USA und alle 20 Meilen hat's eine grosse Verbindungsbrücke. Dort wo ich rüberging hatte es einen grossen Aussichtsturm von dem ich die Fotos der 10'000 island's gemacht habe. Ich bin dann auf der kanadischen Seite dem Wasser entlang gefahren und hab kurz vor 'Cornwall' übernachtet. 'Cornwall' liegt noch in der Provinz 'Ontario' wogegen 'Montreal' in 'Quebec' liegt. Am nächsten Tag, ich hatte Glück dass es wieder Sonntag war und desshalb praktisch kein Verkehr hatte, fuhr ich dann nach Montreal und schaute mir downtown Montreal an. Schöne Stadt aber nicht's weltbewegendes. Danach ging's wieder in die USA zurück. Diesmal dauerte der Grenzübertritt zwei Stunden weil scheinbar sehr viele andere Leute die gleiche Idee hatten. Aber der Genzübertritt selber war problemlos. Als ich drankam ging's ca drei Minuten und die waren vor allem mit Fragen gefüllt wie es mir in den Staaten gefallen habe und welches das schönste Land sei das ich bis jetzt auf der Reise gesehen hätte. Ich sagte natürlich die USA, man will es sich ja nicht verscherzen mit dem Grenzbeamten, aber eigentlich hab ich nicht gelogen. Bis jetzt haben mich die USA eindeutig am meisten fasziniert (ich war allerdings auch am längstem von allen Ländern in den USA, bis jetzt..) Ich bin dann wieder 200km in den Süden gefahren durch den Staat 'Vermont' und hab im Hauptort 'Montpelier' einen Halt eingelegt. 'Vermont' ist ebenfalls traumhaft. Wälder und Seen vor allem, superschön. Dazu war es bereits Abend und das Licht war traumhaft. Jetzt bin ich ca 200km nordwestlich von 'Boston'. Keine Ahnung wo genau. Der Navigator weiss wo ich bin, mehr brauch ich nicht zu wissen... Morgen werd ich 'Heather Brine Martin' anrufen. Für die Ex-Angestellten von Thomson, das war die mit der wir am Schluss noch so ein Seminar hatten mit den vielen farbigen Bildli und den farbigen Klebern die wir überall draufkleben mussten - ist eigentlich ziemlich das einzige das mir vom Seminar gelieben ist. Sie hat mir doch angeboten bei ihr zu übernachten wenn ich in 'Boston' sei und das werde ich natürlich tun (Sie ist verheiratet und hat 2 Kinder!!!)

From Montreal to Montpelier

Freitag, 3. August 2007

Norfolk, Virginia Beach und Philadelphia

Nach 'Washington' bin ich 290 km in südöstlicher Richtung gefahren und in 'Norfolk' gelandet. Dort ist der grösste US Navy-Stützpunkt der USA. In den USA gibt es eigentlich nirgend's einen Ort wo nicht irgend etwas militärisches steht oder liegt. Mir soll's recht sein. Es ist äusserst faszinierend das alles zu sehen. Wenn ich definitiv in der Schweiz zurück bin werde ich allerdings ein Glaubwürdigkeits-Problem haben. Zuerst dauernd über die USA fluchen und dann mit T-shirt's rumlaufen auf denen vom stealth-Bomber über Schlachtschiffe und Corvettes bis zur route-66 alles amerikanisch ist, amerikanischer geht's nicht mehr. Fehlt nur noch 'i love Bush'. Nein, das nun bestimmt nicht. Es ist einfach eine Tatsache, dass das Land und die Leute super sind. Nur die Administration ist es leider nicht.
Ich laufe also in Norfolk durch die Stadt und stehe plötzlich vor der 'USS Wisconsin', eines der beiden grössten Schlachtschiffe die je gebaut wurden. Die Wisconsin war übrigens beteiligt, als der erste Tomahawk-Marschflugkörper in Richtung Bagdad abdüste. Er wurde von Leuten und Technik auf der USS Wisconsin gesteuert, gestartet aber von einem andern Schiff.
Schöne Häuser gibt es in den USA, alte und neue. In diesem Zusammenhang sieht man manchmal wieder etwas dass es wahrscheinlich nur hier gibt. Firmen die Häuser verkaufen und dabei die Häuser gleich auf dem Firmengelände bereithalten. Man kauft ein Haus und dann wird ein Lastwagen vorgefahren, das Haus das bereits auf Rädern wartet wird an den gewünschten Ort gefahren und dort platziert. Ich bin bereits mehrere male solchen Transporten begegnet. Einer trägt das Haus, ein anderer das Dach (wenn's ein grösseres Haus ist) und ein dritter hat noch das Material geladen das gebraucht wird um das Haus zu platzieren.
Von Norfolk bin ich nach Virginia Beach gefahren und hab dort übernachtet. Virginia Beach ist der Ort wo die erste Siedlung in der neuen Welt errichtet wurde - von den Engländern glaube ich. Dann ging's wieder nördlich in Richtung Philadelphia. Die Strecke war sehr interessant denn auf beiden Seiten der Strasse war lange Zeit nur Wasser. Wie in 'New Orleans' gab es wieder eine Strecke von über 30km die mit Brücken und Tunneln bewältigt wird.
Heute morgen früh war ich dann in Philadelphia. Eine sehr schöne grosse Stadt. Ich war allerdings nur 4 Stunden dort denn ich bekomme noch genug Stadt zu sehen denn ich habe drei volle Tage in New York und einen vollen Tag in Boston eingeplant.


Norfolk, Virginia Beach and Philadelphia

Dienstag, 31. Juli 2007

Washington

Ich hab das erste mal Blatern (Blaatern?) an den Füssen und die Socken sind durchgewetzt. 'Washington' ist wirklich eindrücklich. Nur schon das eigentliche Herz der Stadt angefangen vom Kongressgebäude bis ganz runter zum 'Lincoln Memorial'. Dazwischen der Obelisk der viel grösser ist als ich dachte. Typisch amerikanisch ist alles mit dem Auto erreichbar. Ich wollte aber zu Fuss gehen und hab mich ziemlich verrechnet. Der Obelisk wollte einfach nicht näher kommen. Ist eine riesen Distanz. Wenn man das in Bern bauen müsste dann wäre mal vom Bahnhof bis nach Bümpliz alles Rasen. Dann stellt man drumherum mindestens 40 mal das Bundeshaus, 10 Versionen ca 5 mal grösser, 20 original und 10 etwas kleiner und dann hat man ungefähr die Dimensionen. Natürlich ohne Pentagon das aber auf der andern Seite des Flusses 'Potomac', nein, nicht 'Pontiac'... liegt. Das 'Vietnam War Veterans Memorial' war sehr bewegend. Tausende von Toten für nichts. Amerika war und ist in so viele Kriege verwickelt dass es überall im Lande riesige Soldatenfriedhöfe gibt. Wenn man dann die Inschriften sieht dann fängt es an mit dem Bürgerkrieg, dem 1. Weltkrieg, dem 2. Weltkrieg, Korea, Vietnam, Panama, Haiti, Somalia, Bosnien, Iraq usw usw und die einzigen Toten die wirklich einen Sinn ergeben sind von mir aus die im 1. und 2. Weltkrieg und ev die von Bosnien.
Autofahren hier in der Stadt ist einfach solange man nicht in die rush-hour kommt und die ist hier von 6-10 und von 16-1930Uhr. Einfach drauflosfahren funktioniert zwar aber man macht extrem Kilometer weil man plötzlich auf einem highway ist und nicht einfach umkehren kann. Ich bin wirklich froh um den Navigator obwohl der bei hohen Gebäuden ringsherum öfters spinnt. Aber ohne wäre es viel schwieriger. Heute war ich in der 'Body' Ausstellung in der echte menschliche Körper so prepariert sind dass man entweder nur die Blutgefässe, oder die Muskeln usw sieht. Sicher haben viele von Euch das auch schon gesehen. Wusste gar nicht dass wir so viele Blutgefässe haben. Morgen früh geht's wieder weiter - voraussichtlich über 'Richmond' nach 'Norfolk' und dann alles der Küste entlang rauf in die 'streets of Philadelphia'. Übrigens, ich hab einen guten Spruch gehört. Wenn man das Wort 'Soldatendenkmal' auseinander nimmt bekommt man ungefähr 'Soldaten denk't mal'....

Washington

Montag, 30. Juli 2007

Pittsburgh

Heute gibt's nicht sehr viel zu erzählen. Ich war ein paar Stunden in 'Pittsburgh' downtown - heute ist Sonntag - und man sieht auf den Fotos dass mehr als sonst kein Mensch zu sehen ist. Schön ist es so in eine grosse Stadt zu fahren denn man hat die Strasse für sich. Wäre gut für den ersten Tag in 'New York' um das Ganze etwas kennenzulernen. Ansonsten ist natürlich tote Hose, alles geschlossen. Einzig der nicht mehr verwendete Bahnhof direkt am Fluss hat etwas action gebracht. Was mir immer wieder auffällt ist, dass Rock, Blues, Jazz hier bei den Leuten aller Generationen viel mehr verwurzelt ist als bei uns. Gestern hab ich zwei sicher 60 jährige Frauen gesehen die total ausgeflippt sind als sie 'Janis Joplin' hörten. Überall wo Leute sind ist immer recht laut Musik und zwar nicht wie bei uns 'Geröllhaldensaxofon' und 'Hudigäggeler' sondern heisse Musik, und allen Leuten gefällt es ausser vielleicht den Jüngeren die sowieso nicht's von Musik verstehen :-)
Jetzt bin ich irgendwo auf dem Weg nach 'Washington' (ca 300km entfernt). Heute bin ich nur ca 130km gefahren dann sind mir die Augen zugefallen und ich bin sicherheitshalber in's Motel. Irgendwie träum ich langsam von highways, freeways und interstates. Beruflich möcht ich das nicht machen (den ganzen Tag fahren). Ich wäre echt kein Trucker.

Pittsburgh

Sonntag, 29. Juli 2007

Toledo, Cleveland to Pittsburgh

Letzte Nacht hab ich in 'Milan' übernachtet, einem kleinen Ort zwischen 'Toledo' und 'Cleveland' am Südende vom 'Lake Ontario'. Wie der Zufall so will war ganz in der Nähe ein Oldtimer Treffen (Autos) und der Parkplatz des Motels war voll von alten teilweise sehr schönen Autos. Hab ich natürlich fotografiert, was denn sonst. Mitnehmen konnte ich ja keines. Am Morgen bin ich dann nach Cleveland rein und war ca 4 Stunden in der 'Rock and Roll - Hall of Fame' wo so ziemlich von jedem Superstar irgend etwas ausgestellt ist. Von der Sonnebrille über Kleider bis zu Gitarren, Schulzeugnissen, Briefen usw. Dazu überall Filme von Konzerten und natürlich Musik bis zum Abwinken. Leider durfte man nur in der Eingangshalle fotografieren, aber ein paar schöne Gitarren von 'Grateful Dead' konnte ich dennoch knipsen. Als ich dann rauskam - Überraschung, mein Auto hatte hinten links einen Platten. Um die Story abzukürzen, da ich voll versichert bin ist einer gekommen und hat mir einen kleinen Ersatzreifen drauf gemacht mit dem ich dann zum Flugplatz gefahren bin wo ich einen andern Pontiac aussuchen konnte. Dasselbe Modell aber andere Farbe und wieder fast wie neu.
Dadurch hab ich natürlich Zeit verloren und bin erst um 9pm in einem Motel angekommen. Vorher war ich noch in 'Berlin' und in 'Millersfarm', das sind zwei Orte mitten in 'Amish County'. Das sind die Leute die 200 Jahre in der Vergangenheit leben, ohne Strom, TV, Auto. Sie fahren mit Pferdekutschen und ja, leben hinter dem Mond. Dachte ich. Allerdings hab ich nicht sehr viele Kutschen gesehen, dafür ein riesen Business das daraus resultiert. Und woher kamen die Spinner ursprünglich? Aus der Schweiz und aus Deutschland. Vom Matterhorn bis zum Walliserchalet gibt's alles dort. Guggisberger Käse und 'Schweizer Möbel' und am Schluss hab ich ein ganzes Schweizerdorf gesehen. -> Fotos. Morgen geht's nach Pittsburgh rein. Soll interessante Stadt sein. Pittsburgh schreibt man gemäss meiner Landkarte tatsächlich mit gh am Schluss!! Irgendwie werden die Motels teurer je mehr ich nach Osten komme. Für 'Washington' und 'New York' hab ich wieder ein Zimmer in Hostel's gebucht. Kostet zwar auch 50$ aber ist mitten in der Stadt und ob ich was billigeres finde ist zweifelhaft.

Toledo, Cleveland to Pittsburgh

Donnerstag, 26. Juli 2007

Chicago

Heute war ich noch in Chinatown und in den eigentlichen Wohnvierteln der Leute denn dort wo die 'skyscrapers' sind wohnt ja eigentlich niemand ausser ein paar super Reiche die es sich leisten können. Die beiden runden Türme in denen unten Autos bis in den 10 Stock stehen beispielsweise sind Wohnhäuser. Sind direkt am Fluss und unten stehen gleich ein paar Jachten bereit. Ansonsten leben die Leute in den typischen Reihenhäusern wie wir sie aus Filmen kennen (ausser den paar die gar nirgends wohnen..)
Übrigens, wenn wir's schon von Chinatown haben, in einem Monat bin ich in China. Kaum zu glauben. Leider ist bei diesen Temperaturen hier in den Großstädten die Luft immer recht 'dick' und desshalb sieht man alles nicht so klar wie es bei kalter klarer Luft wäre und das ist natürlich auch auf den Fotos zu sehen vor allem wenn was weit weg ist.
Oh, in einem Museum für 'Holografien' war ich noch. Super Eindrücke aber logischerweise hab ich keine Fotos davon. Das Resultat wäre nicht allzu interessant.
Das Autofahren in Chicago (und Chicago ist eindeutig eine Grosstadt) ist bedeutend weniger stressig als ich es gewohnt bin von Caracas oder Kairo oder Hongkong usw. Das liegt sicher daran dass die Leute hier einfach disziplinierter fahren. Wenn es zwei Spuren hat dann werden auch nur zwei benutzt und nicht zwei Reihen pro Spur und niemand fährt auf der Autobahn rechts auf dem Pannenstreifen neben einem vorbei. Und bei rot wird gehalten. Ist schon angenehmer so.

Chicago 2

Indianapolis to Chicago

Noch kurz ein Nachtrag zu 'Dayton'. Ich war am nächsten Tag nochmals ca 6 Stunden im Airforce Museum und hab alle Flugzeuge nochmals mit Stativ aufgenommen. Zusätzlich konnte ich auf die Airforce-Basis gehen und dort ein paar ältere Airforce-One Flugzeuge fotografieren. Unter anderem das von Kennedy mit dem er nach dem Attentat von Dallas zurück nach Washington geflogen wurde und das mit der Truman nach 'Jalta' geflogen ist. Zusätzlich steht dort ein Hangar mit Flugzeugen die zu Testzwecken gebaut wurden. Wen es interessiert der soll nochmals die Bilder vom Dayton Blog anschauen. Fast alle Flugzeugbilder sind ausgewechselt und es hat noch einige mehr gegeben.
Seit 1pm bin ich in 'Chicago'. Heute morgen war ich kurz (ca 20 Minuten) in 'Indianapolis' aber wie man aus der Aufenthaltsdauer sehen kann war es nicht wirklich interessant. Das liegt sicher auch daran dass ich unbedingt schnell nach 'Chicago' wollte. 'Chicago' ist eigentlich die erste Stadt in den USA die so aussieht wie eine amerikanische Stadt auszusehen hat (gemäss Definition eines Bauern aus der Schweiz, sprich mir). 'San Francisco' war zwar auch nett aber in Sachen Hochhäuser ist es ein Bergdorf gegenüber 'Chicago'. Hier steht der Seals-Tower der für lange Zeit das höchste Gebäude der Welt war. Danach waren es die beiden Towers in 'Kuala-Lumpur', im Moment ist es ein Tower in 'Tapei' und zwar so lange bis die Chinesen ihren Tower in 'Shanghai' fertiggestellt haben. Die Fotos von 'Chicago' aus der Vogelperspektive hab ich aus dem 103. Stock des Seals-Towers gemacht. Die Stadt ist eindrücklich. Ein Problem ist, dass die Häuser so hoch sind dass ich sie fast nicht auf's Bild bringe mit meinem Objektiv. Hier braucht man ein extremes Weitwinkelobjektiv sonst hat man Probleme die Häuser richtig zu fotografieren. Ich hoffe das Ergebnis ist trotzdem einigermassen zufriedenstellend.

Indianapolis to Chicago

Dienstag, 24. Juli 2007

Cincinnati to Dayton

Heute morgen war ich kurz in 'Cincinnati'. Dank dem Auto Navigator ist es wirklich einfach in eine grosse unbekannte Stadt zu fahren und problemlos wieder raus zu finden. Allerdings funktioniert es nur wenn man eine Adresse hat. Ich bin also in die 'Main Strasse' gefahren. Die heisst tatsächlich so da in 'Cincinnati' anfangs letztes Jahrhundert viele deutsche Emigranten zugezogen sind. So viele dass es noch heute ein Oktoberfest gibt, viele Strassen deutsche Namen haben und Bier in Strömen fliessen soll. Ist eine nette Stadt. Je weiter man in den Osten der USA kommt desto älter sind die Städte und desto interessanter sind sie. Allerdings bin ich nicht lange geblieben denn von 'Cincinnati' sind es nur 80km nach 'Dayton'. Um 1230pm war ich dann endlich in 'Dayton' im Airforce Museum. Zwischendurch bin ich schnell ein neues Stativ kaufen gegangen denn meines war scheisse. Viel zu schnell war es 5pm und die schliessen um diese Zeit. Obwohl ich alles gesehen und mehr als 300 Fotos gemacht habe gehe ich morgen nochmal hin. Drei super T-shirt's mit B2, F117 und eines mit F16 drauf hab ich mir reingezogen. Schaut die Fotos an. Sagen mehr als Worte. Die Flugzeuge sind superhammerfantastischfaszinierend. Die B1 beispielsweise ist viel grösser als ich sie mir vorgestellt habe. Die B52 hat fast keinen Platz in der Halle. Dafür ist die F117 kleiner als ich dachte. Ist schon ein krasses Land das solche Flugzeuge baut. Und als um 5pm die Türen schlossen ging natürlich auf dem ganzen Areal die Landeshymne los. Noch was. Ich hab noch nie ein Land gesehen in dem so viele Fahnen hängen. Praktisch jedes Haus hat eine hängen, mindestens. Und teilweise, vor allem bei Hotels sind es riesen Fetzen. 20 mal 15 Meter und mehr. Morgen fahre ich nochmals an die Ausstellung die nur gerade 300 Meter von meinen Motel entfernt ist. Zusätzlich ist hier noch eine Airforce-Base und man sieht dauernd Transportflugzeuge und grosse Helikopter landen. Ist recht interessant. Danach gehts dann morgen weiter über 'Indianapolis' nach 'Chicago'.

Cincinnati to Dayton

Montag, 23. Juli 2007

Louisville to Cincinnati

Heute hab ich nur drei Staaten geschafft. Gestartet am Morgen von 'Nashville' in Tennessee über 'Louisville' Kentucky bis kurz vor 'Cincinnati' in Ohio wo ich jetzt bin. In der Zwischenzeit hab ich 5000 Meilen gemacht was nach meiner Rechnung (mal 1.6) fast 8000km sind. Und das obwohl ich eigentlich gar nicht so gerne Auto fahre. Aber hier ist's irgendwie anders. Muss daran denken wenn es mir das nächste mal stinkt die 110km nach Luzern unter die Räder zu nehmen. Nashville hab ich ja gestern besucht und 'Louisville' war wieder nicht der Rede wert. Hab trotzdem downtown besucht und ein paar Fotos gemacht. Dann auf dem Weg bereits in Kentucky seh ich doch ein 'Corvette Museum'. Wer weiss nicht was eine Corvette ist? Ich meine nicht das Schiff (Corvette) sondern das Auto.. In Amerika gibt's doch für alles ein Museum. (Nur ein Schinken Museum wie in Buenos Aires hab ich noch keines gesehen..) Also, Corvette, nichts wie rein in's Museum und ich hab's nicht bereut. Deshalb diesmal vor allem Fotos von Autos. Es lohnt sich. Die braune Corvette (eines der letzten Autobilder ist übrigens das neuste Modell das nächsten Monat rauskommt. Hab gleich ein's gekauft. Muss nur noch schauen wie ich das Ding über den Atlantik bringe). Autos sind hier extrem billig. Super Pontiac's, Chevrolet's und eben Corvette's (welche ursprünglich auf von Chevrolet waren oder immer noch sind?!?) gibt's hier für 20'000 bis 30'000 $. Bei uns würden die sicher das Dreifache kosten. Fernseher sind übrigens ebenfalls extrem billig. Die neusten HDTV Modelle mit der 'grossen' Auflösung sind hier für unter 3000$ zu haben.
Jetzt bin ich wieder in einem Motel (Hampton Inn) - ich weiss, es gibt billigere, ist mir aber im Moment scheissegal. Vielleicht erleb ich ja sowas nie mehr und ende in der Schweiz ab Januar als Bettler...
Morgen geht's nach Cincinnati rein und dann endlich zu meiner geliebten B2 nach Dayton. Findet ihr nicht die Schweiz sollte unbedingt ein paar B1 und B2 haben?? Unbedingt, mindestens eine von jeder und ich darf dann jeweils mitfliegen...

Louisville to Cincinnati

Sonntag, 22. Juli 2007

Knoxville to Nashville

Knoxville hat eine schöne Innenstadt bestehend aus zwei Strassen. Der Rest ist wie gehabt, menschenleere kilometerlange Strassen in die Aussenbezirke. Ohne Auto absolut unmöglich. Überhaupt, hier ist alles um's Auto herum gebaut. Ich gehe mal davon aus dass jede Familie hier mindestens 2-3 Autos hat. Auf dem Land werden die alten Autos scheinbar nicht weggebracht sondern man lässt sie einfach um's Haus herum stehen denn Platz hat es ja genug. So sieht man Häuser mit 10 oder mehr Autos die rumstehen, dann noch ein paar Wohnwagen, Motorräder usw. Die ältesten Modelle sehen so nach 30er und 40er Jahr (letztes Jahrhundert natürlich) aus und dann die neuen grossen Autos mit den teilweise überdimensionalen Rädern und Reifen so dass man mit einer Leiter einsteigen muss. Die Motels in denen ich normalerweise absteige sind meist eine oder zwei Highway-Ausfahrten vor einer Stadt. Dort sind auch die Einkaufszentren und natürlich immer ein 'McDonalds', 'Kentucky fried chicken', 'Waffles house' und wie sie alle heissen. Wenn man aber vom Motel dorthin will dann muss man fast das Auto nehmen ausser man will einfach so über vielbefahrene Schnellstrassen latschen. Und wenn man das tut dann schauen einen die Leute an wie wenn man bekloppt wäre. Also, in's Auto und fünf Kilometer fahren obwohl der gewünschte Ort eigentlich genau auf der andern Strassenseite wäre.
Wo war ich - Knoxville. Wie gesagt, nichts spezielles. Nashville allerdings, für die die es nicht wissen, Nashville ist die Hauptstadt der Country Music, war wieder sehr interessant. Obwohl sich auch dort der interessante Teil (mindestens wenn man die Stadt nicht kennt) auf ein paar Strassen beschränkt waren dieselben doch einen Besuch wert. Überall Musik, Bars, Läden und schöne Gebäude. An jeder zweiten Ecke einer der Elvis imitiert und natürlich überall die grossen Motorräder. Es wimmelt nur so von Harleys. Country ist eigentlich nicht meine Musik aber ich war in einer Bar wo eine Gruppe spielte deren Gitarrist absolut spitze war. Der könnte in jeder Blues-Rock Gruppe mitmischen und würde dort manchen an die Wand spielen. Leider war es viel zu laut und da ich meine SACD Ohren nicht beschädigen will bin ich nach zwei Bier wieder verreist.

Knoxville to Nashville

Samstag, 21. Juli 2007

Montgomery - Atlanta - Knoxville

Heute war ich in 4 Staaten. Am Morgen früh abgefahren in 'Montgomery' Alabama, dann in 'Atlanta' Georgia, weiter über die Vorläufer der 'Apalachen' in 'South Caroline' nach 'Knoxville' in 'Tennessee'. In 'Montgomery' hab ich eigentlich nur übernachtet. Nach Sichtung diverser Unterlagen hab ich beschlossen die Stadt links liegen zu lassen. Atlanta war dann wieder so eine typisch amerikanische Stadt. Riesig mit tausenden von Einfamilienhäusern an endlosen Strassen und ganz in der Mitte die 'downtown' mit ein paar richtig hohen Häusern. Ansonsten nichts weltbewegendes. Gut, wenn man ein paar Tage dort sein würde dann fände man sicher ein paar interessante Orte und Dinge aber sicher nicht so wie in 'New Orleans' oder wie hoffentlich in 'New York' oder 'Boston' usw.
Ich bin dann wieder in Richtung Norden gefahren und hab extra nicht die 'Interstate' genommen sondern eine kleinere Strasse die mich ca 200km durch Wälder und hügelige Landschaften geführt hat, den Norden von 'Georgia' und den Anfang des 'Apalachen Gebirges' mit vielen Seen und Flüssen. Nun bin ich ca 60km vor 'Knoxville' in einem Motel. Morgen geht's über 'Knoxville' in Richtung 'Cincinnati'. Ich weiss noch nicht ob ich direkt rauffahre oder mit einem Linksschwenk noch 'Nashville' mitnehme. Ja und dann kommt schon 'Dayton' auf das ich mich extrem freue.

Atlanta to Knoxville

Freitag, 20. Juli 2007

Jackson - New Orleans - Montgomery

Ich bin in 'Montgomery' Alabama und somit bereits wieder auf dem Weg in den Norden. Morgen werde ich in 'Atlanta' ankommen. Ich habe die Strecke von 'Memphis' nach 'New Orleans' schlussendlich doch in einem Tag gemacht mit einem Zwischenhalt in 'Jackson'. 'Jackson' war eigentlich nicht der Rede wert. Das einzige was ich über die Stadt weiss ist, dass sie im Bürgerkrieg total abgebrannt ist und komischerweise das Parlamentsgebäude das einzige Haus war das überlebt hat. 'New Orleans' ist wieder eine Stadt mit langer Geschichte und das merkt man auch. Sie hat ein Zentrum, viele Läden, man sieht viele Leute (manchmal neben den Touristen sogar einen Einheimischen... :-)) und die Bauten sind natürlich traumhaft. Bereits der Weg in die Stadt war interessant. Der Highway führt ca 30km über eine Art Brücke deren Pfeiler im Wasser stehen (so wie die Autobahn nach Zürich im Sihltal). Allerdings ist dort unten nicht nur ein Fluss sondern links und rechts sind kilometerweit Sümpfe. Überhaupt hat es in 'New Orleans' überall recht viel Wasser. Das war auch der Grund warum der Hurrican so zuschlagen konnte. Auf der einen Seite ist ein grosser See 'Lake Pontchartrain', mitten durch die Stadt geht der Mississippi und im Süden hat es gleich mehrere Seen, die Sümpfe und dann der Golf von Mexico. Die Stadt ist umgeben von Wasser. Mitten durch den 'Lake Pontchartrain', von 'New Orleans' bis auf die andere Seite führt eine Autobahnbrücke. Der See ist so gross dass man praktisch die andere Seite nicht sieht. Wenn man dann in der Mitte der Brücke fährt (sie ist 32km lang..) dann ist das recht ungewohnt. So wie wenn man mit dem Auto mitten über's Meer fahren würde. Um einen herum nichts als Wasser bis an den Horizont.
Also, 'New Orleans' war wirklich interessant. Von den Verwüstungen vom Hurrican hab ich nichts gesehen. Es gibt zwar noch Stadtgebiete die praktisch so aussehen wie nach dem Hurrican (komischerweise genau die in denen vorwiegend schwarze Leute wohnen..) aber die andern Teile sind praktisch vollständig repariert worden. Ich war im Aquarium und hab mir einen Imax-3D Film reingezogen. War sensationell. Muss noch rausfinden wie das funktioniert aber der Effekt war so verblüffend dass mir in den ersten 2-3 Minuten richtig schlecht wurde. Die Dinge waren so nah dass man danach greifen wollte. Man musste eine Brille tragen aber nicht die altbekannte rot-grün Brille deren Effekt für die Katze sind sondern eine, bei der beide Gläser gleich sind (farblich). Wenn man die Brille nicht trägt dann ist alles auf der Leinwand verschwommen. Super. Dann war ich noch auf einem der grössten Alligatoren-Aufzucht-Zentren der Welt und hatte das erste mal einen Alligator in den Armen (Maul war mit Klebeband verbunden...). War sehr interessant.
Jetzt hab ich eben meine Karte studiert um den weiteren Weg rauszusuchen und hab mit schrecken festgestellt dass ich, als ich von 'Kansas City' wegfuhr ca 80km an der 'Whiteman AFB' vorbeigefahren bin. SCH...... Ich dachte das Sch...Ding sei viel mehr im Osten. Ich hab gar nie richtig geschaut wo es ist. Dachte ich mach mir dann Gedanken wenn ich in Chicago bin. Nun bin ich bereits x-hundert Kilometer zu weit im Osten und den Weg fahr ich natürlich nicht nochmal zurück zumal ich ja eine B1 und B2 in Dayton sehen werde. Aber wäre interessant gewesen ev sogar eine fliegen zu sehen. Naja, sollte wohl nicht sein.


Jackson to New Orleans

Dienstag, 17. Juli 2007

Kansas City to Memphis

Ich bin in Memphis. Es wird wieder interessanter je mehr ich in den Süden komme. Auf dem Weg nach Memphis habe ich in 'Mammoth Spring' übernachtet. Das ist kurz nach der Grenze zwischen 'Kansas' und 'Arkansas'. Ist eine Gegend mit sehr vielen Seen ganz im Gegensatz zu den staubtrockenen Gegenden durch die ich in den letzten Tagen gefahren bin. Hier ist alles schön grün und momentan mit viel Wasser. Heute morgen um 6 bin ich wieder los und hab um 10am die Brücke über den 'Mississippi' überquert die Arkansas und 'Tennessee' trennt und die Grenze zu 'Memphis' bildet. Ich hab den 'Mississippi' zum letzten mal gesehen als ich mit Peter Röthlisberger in 'Minneapolis' war. Memphis wurde nach der alten Ägyptischen Hauptstadt Memphis benannt und deshalb steht hier wohl auch die drittgrösste Pyramide der Welt. Hier in 'Memphis' wurde Geschichte geschrieben. Erstens ist Memphis eine der Geburtsstätten des Blues. Die Plattenfirma 'Sun records' machte hier bereits in den 50er Jahren Aufnahmen mit Blues-, Soul- und R&B-Musikern. Es ist die Stadt in der Elvis geboren wurde und gelebt hat und hier wurde Martin Luther King (im Lorraine Motel) erschossen und dadurch wurde 'seine' Befreiungsbewegung erst stark und konnte die Erfolge in den 60er und 70er Jahren verbuchen (die 'National Civil Rights wurden erlassen). Allerdings ist auch heute scheinbar noch nicht alles überall so wie es sein sollte, speziell im Süden. Morgen geht's in Richtung 'New Orleans' (650 km) wo ich wahrscheinlich in zwei Tagen ankommen werde.

Kansas City to Memphis

Sonntag, 15. Juli 2007

Salina to Kansas City

Heute bin ich mal erst um 10Uhr aufgestanden (komischerweise bin ich auf dieser Reise normalerweise recht früh auf) und hab dann die 257 km nach 'Kansas City' in knapp zwei Stunden geschafft. Die Strecken hier sind tatsächlich nicht so interessant wie im Westen und hoffentlich wieder im Osten. Aber ich wurde vorgewarnt - was willst Du dort in der Mitte von Amerika, dort ist nichts..... Nichts kann man vielleicht nicht sagen aber tatsächlich ist wenig interessantes da. Es ist einfach von Horizont bis Horizont flach und die Städte sind wie erwähnt künstlich angelegt und normalerweise nicht langsam gewachsen (organic grow.....). Die Strassen sind entweder horizontal oder vertikal und Geschäfte wie wir es uns in Europa gewöhnt sind gibt es hier nicht. Dafür stehen jeweils an den Ein- und Ausfahrten in die Stadt riesige Supermärkte in der Gegend rum, in denen man wirklich fast Kilometer laufen kann bis man durch ist. Was mir hier eindeutig fehlt ist richtiges Brot. Bis jetzt hab ich keins gefunden. Hier haben sie nur dieses Kaugummibrot das mit Brot wenig zu tun hat. Ich weiss noch als Javiera das erste mal Brot in der Schweiz gegessen hat. Es hat ihr am Anfang nicht so zugesagt. (Sei hart wie ein Ziegelstein). In der Zwischenzeit steht sie drauf. Überhaupt ist es hier schwierig etwas 'normales' zum Essen zu finden. Natürlich, wenn man selber kocht dann gibt's schon Möglichkeiten aber hier Restaurant's zu finden kann man gleich vergessen. Nur McDonalds, Subways und wie sie alle heissen mit eigentlich überall demselben Angebot.
Ich war also ca um 1230pm in 'Kansas City'. Die Stadt war interessanter als ich erwartet habe. Leute hab ich zwar auch fast keine gesehen (Leben in Kansas City Leute??) aber die Gebäude waren interessant. Die typisch roten Bachsteinhäuser und ein paar Hochhäuser von denen ich glaube dass sie so aus 1910-1920 sind. Und dann natürlich die typischen Hochhäuser mit den Glasfassaden. Am Schluss war ich noch im 'Amerikanische Museum für Jazz' und hab mir zwei coole T-shirts gekauft. Ich fahre jetzt wieder südlich und hab 'Memphis', 'New Orleans' und 'Atlanta' in meine Route aufgenommen. Danach voraussichtlich 'Nashville', 'Indianapolis', 'Chicago', 'Cleveland', 'Toronto', 'Montreal', 'Boston', 'New York', 'Philadelphia' und 'Washington'.

Kansas City

Ungarn Rundfahrt August 2026

Aktuell sind wir bereits am 3. August 2026 und bis jetzt hab ich ausser den Fotos meines Ungarn Trips vom August noch nichts geschrieben. Nu...