Mittwoch, 31. Oktober 2007

Cairns

Heute Vormittag bin ich in 'Cairns' eingetroffen. Zwei Tage früher als geplant. Nachdem ich aber heute gesehen habe was die Stadt zu bieten hat und vor allem was man von hier aus alles unternehmen kann finde ich es fast schade dass ich nicht noch früher hierhergekommen bin. Es gibt Angebote zu hunderten. Da wären die Fahrten auf's Reef raus, das werde ich auf jeden Fall nochmal machen. Dann gibt es einen 60 minütigen Rundflug über diverse der Reef Inseln was mich sehr reizen würde. Kostet allerdings 190$ aber ist sicher eine einmalige Sache. Morgen gehe ich in den 'tropical zoo'. Ich möchte endlich mal ein lebendiges Känguru sehen. Tote an der Strasse liegende hab ich viele gesehen aber trotz schon mehr als zwei Wochen in Australien hab ich weder ein Känguru noch einen Koala gesehen. Gestern bin ich durch ein Gebiet gefahren wo es scheinbar viele 'Cassowaries' (Kasuaren) gibt. Dabei handelt es sich um ein Tier dass ich noch nie vorher gesehen habe. Gross wie ein Emu oder Strauss aber mit schönem farbigem Kopf und Hals und so einer komischen Haube auf dem Kopf. Morgen hab ich dann ev Fotos von einem. Ich wollte einen fotografieren und bin ein wenig in den Wald rein. Ein Ranger hat mich aber dann gewarnt dass diese Vögel keine Angst vor Menschen haben und agressiv sind. Sie können einen Menschen mit ihren grossen Klauen an den Beinen schwer verletzen. Es gab sogar schon Todesfälle. Also werde ich es lieber im Zoo versuchen.
Mitten in 'Cairns' gibt es einen grossen superschönen Baum auf dem sich am Abend tausende Vögel treffen. Die pennen entweder auf dem Baum oder fliegen dann gemeinsam irgendwohin für die Nacht. Dabei handelt es sich um eine Mischung zwischen kleinen Papageien und den bei uns bekannten Kanarienvögel (die ja scheinbar meistens auch von hier kommen). Sie kommen in allen Farben vor und machen einen riesen Lärm auf dem Baum. Ich hab also einiges vor in den nächsten paar Tagen. Hoffentlich gibt's auch ein paar gute Fotos.
Ja Rajeev, hast recht, die Sch... Spinnen können mir wirklich gestohlen bleiben. :-)



Sonntag, 28. Oktober 2007

Airlie Beach to Cairns

Heute ist Sonntag der 28. Oktober. Morgen früh mach ich mich definitiv auf den Weg weiter nach Norden. Es sind immer noch fast 500km nach 'Cairns' und mit meinem kleinen (aber guten) Auto möchte ich nicht gerne mehr als 200km pro Tag machen, lieber weniger. Dazu geht's von nun an fast alles der Küste entlang und ein schöner Ort löst den andern ab. Anbei noch die Fotos vom Ausflug nach 'Lady Malgrave Island', meinem ersten Besuch des südlichen Teil's vom 'Great Barrier Reef'. Die Fotos sprechen sicher für sich. Für Leute die schon auf den 'Malediven' oder hier waren sicher nicht mehr als ein deja vu, aber für alle andern sicher mehr. Ich hab auf den Philippinen und in Malaysia schon solche Umgebungen gesehen und nicht zu vergessen auf 'Corn-Island' vor 'Nicaragua' aber nie in einer solchen Anhäufung. Das ganze Reef ist ja fast 2000km lang und geht von nördlich 'Brisbane' bis fast nach 'Neuguinea'.



Samstag, 27. Oktober 2007

To Airlie Beach

Nachdem ich nun doch noch ein paar Kilometer Richtung Norden gedonnert bin sitze ich in 'Airlie Bay', einem Ort in dem auf der einen Seite viele Backpackers-Absteigen zu finden sind, aber auf der andern Seite auch extreme Yachten für Millionenbeträge vor Anker liegen. Die ganze Gegend hier in der ''Arlie Bay' nur einer von diversen Orten ist nennt sich 'The Whitsundays' und eigentlich ist das auch oder vor allem der Name einer sehr bekannten Inselgruppe im 'Great Barrier Reef' die sich 'Whitsunday Island' nennt, wobei der Name scheinbar direkt auf Kapitän Cook zurückgeht der mit seiner 'Endeavor' hier vor Anker lag rsp gestrandet ist. 

Neben Whitsunday gibt es da noch die 'Brampton und Carlisle Islands', die 'Daydream Islands', 'South Molle Island', 'Hook Island', 'Hayman Island' und noch fast 70 mehr. Auf all diese Inseln kann man entweder mit Booten fahren oder mit Wasserflugzeugen fliegen. Das Ganze ist natürlich nicht billig und zudem ist im moment Saison was die Preise auch nicht unbedingt tief hält. Und genau jetzt fängt die Saison an in der es tausende von 'box jellyfishes' hat, ein kleines aber leider sehr giftiges Getier zu dem sich überflüssigerweise auch noch der gefährliche 'Stingray' gesellt mit dessem tödlichen Schwanz rsp Stachel vor einem Jahr der australische Tierfilm-TV-Star 'Krokodil-hunter' seine letzte Bekanntschaft gemacht hat. Wegem diesen zwei netten Tierchen kann rsp sollte man nicht im Meer baden ausser man trägt einen speziellen 'Jellyfish Stingray-Schutzanzug' oder man fährt raus zum Reef. In Flüssen und Seen kann man nördlich von 'Rockhampton' ebenfalls nicht mehr baden weil es hier 'Süsswasser-' und 'Salzwasser-Krokodile' gibt. Und als ob das nicht genug wäre gibt es hier die sog. redback-Spinne mit tödlichem Gift und die 8 giftigsten Schlangen der Welt leben hier. 

Ihr seht, es ist immer schön was los. Hier in 'Airlie Beach' hat es dafuer eine grosse Lagune in der man problemlos baden kann und das Wasser ist zudem waermer als im Meer. Hier hört man zuweilen ein nettes Stück im Radio 'Welcome to Australia, even if you may accidently been killed' und dann kommt eine Auflistung all der lieben Tierchen hier. Bis jetzt hab ich nur Bekanntschaft mit einem Vogel gemacht der alles angreift was unter 'seinem' Baum durchläuft. Es hat extra ein Schild dort auf dem steht dass man auf die Kinder aufpassen soll, die Augen schützen und wenn möglich einen Schirm benutzen soll. Ich hab es natürlich einfach so mal ausprobiert und prompt ist er auf mich losgegangen und hat meinen Kopf um Zentimeter verfehlt. Ich habe ihm dafür eine kleine Tomate an die Rübe geknallt.
Ich hatte gleich nochmal Glueck mit dem Auto. Ich konnte gestern ohne etwas zuzahlen zu muessen meine Automiete auf 'one way' aendern. Heisst, ich muss nicht zurueck nach Brisbane fahren um das Auto zurueckzugeben sondern kann das in 'Cairns' tun. Von Cairns hab ich mir ein Flugticket mit der 'Virgin Blue' zurueck nach Brisbane gekauft. Dort werde ich 4 Stunden vor meinem Flug nach Kuala Lumpur eintreffen, alles bestens also. 

Da mein Konto nicht mehr soo viel drauf hat wie auch schon muss ich mir nun ueberlegen ob ich in Malaysia auch ein Auto mieten werde oder nicht. Es kostet 450Euro fuer fast drei Wochen und das liegt nun wirklich drin. Man sieht mit dem Auto einfach schon bedeutend mehr und ist voellig unabhaengig. In Indien wird's ja dann wieder 'schweinebillig'.
Bin gespannt ob ich in den letzten zwei Monaten meiner Reise noch irgendwo einen der neuen Airbus-Giganten zu sehen bekomme. Die hatten ja gestern ihren ersten kommerziellen Flug von Singapore nach Sydney und zurück.



Montag, 22. Oktober 2007

Brisbane to Agnes Waters

Obwohl schon seit einer Woche in Australien ist es mir erst jetzt gelungen, an einen guten schnellen Internet Anschluss zu gelangen, desshalb auch erst jetzt die ersten Zeilen aus Australien.
Leider wurde mir der Empfang in Australien gleich in der ersten Nacht ganz gewaltig versalzen. Ich bin fast um Mitternacht von Malaysia kommend in 'Brisbane' angekommen. Dort hab ich mein Auto bezogen und mich dann auf den Weg zu meinem Hostel in 'Brisbane' gemacht. Da Australien ja linksverkehr hat und ich mitten in der Nacht in einer absolut unbekannten Stadt eine Adresse suchte war das Unterfangen nicht so recht von Erfolg gekroent. Ich habe die Adresse zwar nach fast zwei Stunden gefunden aber nur dank einem Taxifahrer den ich nach ueppiger Flucherei meinerseits angeheuert habe um vorzufahren und mir den Weg zu weisen. Als ich dann im Hostel angekommen bin war natuerlich niemand mehr an der Reception und die aeussere Tuer (Gartentuer) war geschlossen. Zum Glueck (im Nachhinein eher leider) war die innere Tuer auf und ich bin mit einer kleinen Kletteraktion reingelangt und konnte dann von innen aufmachen und mein Zeugs reinnehmen. 

Das allerdings haette ich besser gelassen. Da niemand wach war und mir ein Zimmer geben konnte hab ich im Aufenthaltsraum auf einer Couch gepennt mit der Fototasche und der Tasche mit dem Laptop neben mir. Vielleich kann sich bereits jemand vorstellen was nun kommt. So ungefaehr um 5 Uhr morgens bin ich kurz aufgewacht und musste feststellen dass meine Fototasche weg war. Ich will den Rest nun kurz machen. Die Tasche wurde kurz darauf in der Dusche gefunden - leer. Ich hab dem Typen natuerlich den Tod an den Hals gewuenscht und tu es jetzt noch zumal ich nach all dem Reisen durch Suedamerika und Asien schon ein wenig enttaeuscht war dass so was ausgerechnet in Australien passieren musste. 

Ich ging dann auf die Polizei und hab den notwendigen Papierkram erledigt den ich brauche um in der Schweiz ev von der Versicherung Geld zu bekommen obwohl ich gar nicht weiss ob ich ueberhaupt versichert bin. Ich hab mir natuerlich dann am gleichen Tag die neue Canon D400 mit dem neusten Tamron 18-250 Objektiv gekauft (ein kleiner Aufsteller). So, das war's. Mehr Worte will ich darueber nicht mehr verlieren.

Mit dem Auto hatte ich Glueck. Obwohl ich das Reservieren des Autos ueber das Internet etwas verpennt habe und erst am Tag vor Eintreffen in Australien noetige Schritte unternahm hat es dann doch geklappt. Ich bezahle 610 Euro fuer drei Wochen inklusive allem (Vollkasko, kein Selbstbehalt, keine km-Limite). Ist allerdings leider auch kein Pontiac sondern ein kleiner Hyundai.

Ich fahre nun der Kueste nach in den Norden, war bereits auf 'Fraser Island' und momentan bin ich in 'Agnes Waters' von wo ich morgen voraussichtlich einen Ausflug auf 'Lady Musgrave Island' mache. Die Insel gehoert bereits zum 'great Barrier Reef' ist aber nicht so ueberlaufen wie Inseln weiter im Norden. Wie weit ich dann mit dem Auto in den Norden rauffahren werde weiss ich noch nicht denn alles was ich nun rauffahre muss ich am Schluss wieder runterfahren denn ich fliege wieder von 'Brisbane' weg. Bis nach 'Cairns' sind es noch 1400km (und dann alles wieder zurueck) und das tu ich mir glaube ich nicht an. Die Strassen sind zwar gut und man kann 120 fahren (man sollte aber nicht...) aber wie in Amerika ist es natuerlich nicht wo man den Tempomat reinmacht und die Kilometer nur so fliessen.
-Stefanie, as promised, your foto visible around the world.. :-) -



Montag, 15. Oktober 2007

Cebu Moalboal

In der Zwischenzeit ist bereits wieder recht Zeit vergangen. Ich bin vor zwei Stunden in 'Kuala Lumpur' angekommen und fliege morgen um 10Uhr weiter nach 'Brisbane' in Australien. Das erste Mal seit Hongkong hab ich wieder einen brauchbaren Internetanschluss und deshalb hier nun die 'Philippines Story'.

Nachdem ich am 2. Oktober ca 0400am in der relativ trostlosen Stadt 'Cebu City' angekommen bin (Cebu ist eine der kleineren grossen philippinischen Inseln in der Mitte des Landes gelegen) verbrachte ich nur gerade etwas mehr als 24 Stunden in der Stadt. Mehr ist wirklich nicht nötig und das ist eigentlich schon fast zu viel. Am Nachmittag darauf fuhr ich dann mit einem Taxi in's ca 90km entfernte 'Moalboal' das von Cebu aus auf der andern Seite der Insel und mehr im Süden liegt. Im Internet hab ich zuvor eine Bungalow Siedlung gesehen die mir zusagte. Als ich dann ankam war ich positiv überrascht. 
Für die knapp 40$ pro Nacht hatte ich ein sehr komfortables Bungalow mit tollem Badezimmer, Fernseher mit Satelliten-TV, DVD, Swimmingpool usw. Gleich 40 Meter weiter unten dann das absolut traumhaft blaue Wasser des Meeres, so wie es eben sein sollte. An diesem Strand hier sind vor allem Taucher weil der Sand durch einen Hurrican vor ca 15 Jahren weg- rsp in's tiefe Wasser geschwemmt wurde. Ich hab so was noch nie gehört aber es scheint zu stimmen. Ein Taucher meinte dass man ihn (den Sand) an einer Stelle sogar noch findet wo eine Art Mulde wie einen Krater bildet in dem sich all das Zeugs ablagert und dort hat es eine grosse Ansammlung weissen Sandes der früher nicht dort war. Wie auch immer, dank dem fehlenden Sand ist dieser Teil der Insel wahrscheinlich noch nicht von Hotel's zugepflastert. 
Die Einheimischen sind im Verhältnis eins zu zehn in der Überzahl. Die dort ansässigen Ausländer und von denen hat es einige sind fast alle aus Deutschland und der Schweiz. Die Frauen sind wie fast überall in Asien, schlank super-aussehend und offen für vieles... Ich hab also eigentlich die ganze Zeit dort verbracht natürlich mit Ausflügen für die ich eine 250er Honda gemietet hab. Am Schluss wurde mir die Zeit dann doch fast ein wenig lange. 
Ich bin eindeutig nicht der Typ der an so einem Ort leben könnte. Einfach nur den ganzen Tag in der Sonne liegen und Bier trinken, das mag ja ein paar Tage lustig sein, aber dann wird's mühsam. Zum Glück hatte es dort in der Siedlung fast die komplette Sammlung aller GEO-Hefte der letzten 30 Jahre und eine grosse Zahl von Büchern. Und hier nun die längst versprochenen Bilder



Dienstag, 2. Oktober 2007

Macau

Obwohl ich seit heute morgen 2. Oktober 03:40 Uhr in 'Cebu' auf den Philippinen bin hier noch der letzte Eintrag zu China. Wie angekündigt bin ich am 1. Oktober mit dem Schnellboot auf einen Sprung nach 'Macao' gedüst. Macao ist neben dem ehemalig britischen Hongkong die zweite Hafenstadt die vor einigen hundert Jahren von europäischen Mächten gegründet oder/und übernommen wurde. Im Falle von Macao waren es die Portugiesen. Daraus ergab sich die heute fast unglaubliche Mischung von Chinesisch und Portugiesisch. Bis heute ist alles in diesen zwei Sprachen angeschrieben und jede Strasse hat einen portugiesischen Namen. 
 
Wieviele der Einwohner allerdings noch portugiesisch sprechen konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Es sind einfach zu viele um alle zu fragen... Macao macht heute einen Hauptteil seiner Einnahmen mittels Spielkasinos die im Stile von 'Las Vegas' überall aus dem Boden schiessen. Dies ist wohl auch der Grund warum die Chinesen Macao gewähren lassen rsp sogar noch einen draufsetzen mit immer grösseren auf chinesische Kunden abgestimmten Palästen. Mit dem Schnellboot geht es in einer Stunde von Hongkong nach Macao und das Boot ist wirklich schnell. Da ich ja eigentlich nur schnell eine Nase voll Macau nehmen wollte kam mir eine zweistündige Stadtführung (ich alleine mit einem weiblichen Guide in einem grossen Auto) gerade recht zumal das Ganze nur gerade ca 40$ US gekostet hat. 
 
Am Abend um 20.00 Uhr war ich wieder in Hongkong - gerade recht um mich bereit zu machen für den Weg zum Flughafen. Alles ist wie gewohnt reibungslos verlaufen. Morgen oder übermorgen dann mehr zu den Philippinen.




Sonntag, 30. September 2007

Hongkong 2

Heute hat es endlich geklappt mit dem Bestätigen meines Fluges nach 'Cebu' auf den Philippinen. Nachdem das Büro hier in Hongkong drei Tage nicht geantwortet hat bin ich selber hingefahren. Office closed due to public Holiday. Da hab ich halt direkt in Manila angerufen denn die Fluggesellschaft ist ja von dort. Alles ok. Morgen Nacht um 00:50 Uhr geht's definitiv weg aus China obwohl Hongkong wirklich nicht mehr China ist. Ich kann meinen eigenen Blog wieder aufrufen. Konnte ich von China aus nicht. Die haben tatsächlich alle Blog's gesperrt denn dort kann man relativ einfach seine Meinung kundtun. Ist aber wirklich das einzig Negative das mir aufgefallen ist.

Hongkong ist irre. Jemand mit Platzangst sollte nicht nach Hongkong gehen denn hier ist nun wirklich alles eng. Manchmal wird es sogar mir zuviel. Man will dann einfach irgendwo hin wo nicht's ist um einen herum aber so was gibt es hier nicht. Die U-Bahn ist genial und einfach. Aber wenn man aus der U-Bahn aussteigt ist man irgendwo im 3. Untergeschoss eines riesen Kaufhauses. Dann muss man zuerst mal noch den Ausgang finden. Es ist manchmal wirklich schwierig endlich wieder blauen Himmel über den Kopf zu haben. Noch was. Männer, last eure Frauen nicht nach Hongkong gehen. Hier gibt es Schuhe, Kleider, Mode überhaupt im Überfluss und zu Wahnsinnspreisen. Frauen, lasst eure Männer nicht nach Hongkong gehen. Weniger wegen den Kleidern als vielmal wegen dem was in den Kleidern steckt....

Jeden Abend um 20:00 Uhr findet in Hongkong eine grosse Freiluftshow statt. Aus Lautsprechern hört man überall in der Stadt Musik und die ganze Stadt wird zum Statisten. Auf den Hochhäusern hat es Laserkanonen. Die Fronten der Hochhäuser selber sind so gemacht, dass man auf Ihnen Filme laufen lassen kann, eine riesen Show, so was hab ich noch nie vorher gesehen. Morgen will ich noch einen Ausflug nach 'Macao' machen. 
 

 

Samstag, 29. September 2007

Hongkong

Obwohl Hongkong ja nun wieder zu China gehört hat man trotzdem das Gefühl nicht mehr ganz in China zu sein. Seit heute bin ich in der alten neuen Stadt. Es gibt nach wie vor eine Grenze zwischen China und Hongkong, die Autos fahren hier immer noch links und es gib die Queens- und Prince Edward-Street usw immer noch. 

Hongkong hat auch anderes Geld als China obwohl der chinesische Yuen und der Hongkong Dollar vom Wert her praktisch identisch sind. Der grosse Vorteil hier ist, dass alle Leute gut englisch sprechen und wirklich alles auch auf englisch angeschrieben ist. Im Gegensatz zum Rest von China spricht man hier sonst 'kantonesisch', der Rest von China spricht 'mandarin'. Die Preise für Elektronik sind entäuschend hoch, wie in China, nicht so wie in den 70ern wo man in Honkong Elektronik um einiges billiger kaufen konnte als beispielsweise in Europa. War wohl nicht's mit günstigem super Canon-Objektiv. 

Ich bin morgen's um 00:30 Uhr angekommen und mit dem Bus mitten in die Stadt gefahren wo auch das Hostel liegt (wieder im 7. Stock eines Hochhauses). Mein Einzelzimmer ist allerdings sehr klein, ca 2 auf 1.5 Meter, also kurz vor'm Platzangst kriegen. Aber in Hongkong ist alles relativ eng. Die Stadt hat einfach nicht soviel Platz wie sie braucht. Ansonsten gigantisch, absolut geile Stadt. Abend's von ca 18:00 Uhr an bis morgen's um 04:00 Uhr ist hier fast mehr los als den ganzen Tag. Die Nachtaufnahmen hab ich ca um 02:00 Uhr morgens gemacht!!




Guilin

Nachdem es zeitlich doch noch fast zu knapp wurde von Chengdu in's 800 km entfernte Traumtal zu fahren (ich hab schon darüber berichtet) nahm ich am 27. einen Flug von Chengdu nach Guilin (mit Dragon Air !!). Alles war ok und ich bin in einer Hostel im 6. Stock eines Hochhauses inklusive Dachterasse gelandet. 

War sehr gut dort, alles vorhanden, gute Leute, hab auch ein paar aufgestellte Deutsche kennengelernt die mit dem Fahrrad unterwegs sind. Überhaupt hab ich erstaunlich viele junge Leute gesehen die mit dem Fahrrad reisen. Muss so eine Art Virus sein. Guilin selber ist nicht's besonderes aber gleich vor der Stadt fängt die Landschaft an die man auf fast jedem China Prospekt sieht. Karst-Hügel (Karst ?!?) die ganz speziell geformt sind und der Gegend dadurch gemischt mit dem Fluss und den Feldern ein ganz spezielles Aussehen geben. Allerdings ist die Gegend sehr bekannt und jeder China Tourist geht dort vorbei. 

Deshalb gibt es unzählige Schiffe die diesen 4-Stunden Trip den Fluss rauf unternehmen, hintereinander, in einem Konvoi - fast Zusammenstösse sind mit auf dem Programm. Der Ausflug hat sich absolut gelohnt aber es war wieder mal heiss, sehr heiss. Ich war nach 6 Stunden zurück im Hostel absolut geschafft und so was von schweissnass wie selten. Eine Dusche hat auch das kleine Problemchen wieder behoben. Danach ein kleines Bierchen und die Welt war wieder in Ordnung. Am selben Tag hab ich noch das Ticket nach Hongkong gekauft weil auch die China Zeit kommt langsam zu einem Ende.




Sonntag, 23. September 2007

ChengDu 2

Heute ist für mich der letzte Abend in Chengdu. Ich hab mein Flugticket mit dem ich morgen um 21:05 Uhr von Chengdu nach Guilin fliegen werde gekauft. Chengdu hat tatsächlich ausser den Pandas nicht sehr viel zu bieten. Obwohl die Stadt scheinbar auf eine fast 4000 Jahre alte Geschichte zurückgreifen könnte ist davon nicht wirklich viel übriggeblieben (anfassbare Geschichte meine ich). Hier hat man im Zuge der 'Modernisierung' ziemlich gewütet und alles 'Alte' rücksichtslos dem Erdboden gleichgemacht. 

Was es noch gibt ist der 'Peoples park' mit ein paar schönen alten Gebäuden und typisch chinesischen Flüsschen, Seen, Brücken usw. Das Zeug's eben über das ich schon ein paar mal geschrieben habe. Heute war Sonntag und deshalb war der Park voll mit Familien und man hat viele Kinder gesehen. Hier wurde ich auch Zeuge dass es diese 'Ohrputzer' tatsächlich noch gibt. Machen lassen hab ich's mir aber nicht denn ich will gar nicht wissen wie die ihre Gerätschaften jeweils wieder sauber machen..

Dann war ich noch im 'Sechuan museum of technology' welches direkt hinter einer ca 60 Meter hohen Statue von chairman 'Mao' steht, die aber leider wegen Reinigungs-arbeiten mit Schutztüchern eingewickelt ist. (Oder zum Glück? Die Meinungen über diesen Menschen sind ja sehr unterschiedlich. Die Chinesen sehen in ihm oft noch den grossen Helden während er in Wirklichkeit ja wohl wie Hitler zu den grossen Massenmördern gehört der wie Stalin das eigene Volk verhungern liess nur um seine Ideologie durchzusetzen.)

Scheinbar handelt es sich bei dieser Figur um eine der grössten noch existierenden Abbilder von Mao. Im Museum ist EIN Original-Flugzeug, nehme an eine Mig, und es hat eine Roboter Ausstellung und sämtliche amerikanischen Militärmaschinen sind als relativ grosse Modelle vorhanden. Wow!




Samstag, 22. September 2007

ChengDu

Die Zeit geht unheimlich schnell voran. Nun bin ich schon wieder fast einen Monat unterwegs, aber zum Glück bleiben ja immer noch drei weitere...
Seit gestern bin ich in 'Chengdu' und hab heute morgen den obligaten Besuch in der Panda Aufzucht-Station gemacht. War interessant und da es diese Tiere eigentlich fast nur hier gibt einmalig. Warum die so eine Station allerdings so nahe an einer Millionenstadt mit all ihrem Smog betreiben ist mir nicht ganz klar. Heute morgen war es jedenfalls sehr stickig obwohl es manchmal schwierig ist SMOG von normalen Wettereinflüssen zu unterscheiden. Nun, ich gehe mal davon aus dass die wissen was sie machen. Den Panda's jedenfalls scheint's hier zu gefallen. Es hat alles hier von ausgewachsenen grossen Tieren bis zu 3 Wochen alten die noch in diesen Babyglaskästen (wie heissen die Dinger schon wieder - Inkubatoren oder so?) gehalten werden. Ansonsten hab ich noch nicht viel gesehen hier. Direkt vor der Hostel führt eine kleine Strasse durch in der immer ab ca 4pm jene Essens-Anbieter ihr Zeugs verkaufen rsp Kochen. Eine richtige Fressmeile mit 99% einheimischer Kundschaft. Sehr gutes Essen, allerdings scharf was hier in der Provinz 'Sechuan' scheinbar üblich ist. Ich hab was von der Karte bestellt und danach ein riesen Fressgelage bekommen das ich am Schluss mit drei Chinesen geteilt habe. Es war viel zu viel und dazu weiss ich bis heute nicht was es war (nur Kartoffeln und Auberginen und Huhn hab ich erkannt).

ChengDu

Donnerstag, 20. September 2007

Xian

Heute ist mein letzter Tag in 'Xian'. Heute Abend geht's um 2230Uhr mit dem Zug in den Süden nach 'Chengdu'. Chengdu selber ist eine grosse Stadt wegen der sich ein Besuch nicht lohnen würde (ausser dass es dort scheinbar noch professionelle Ohrenputzer gibt, was immer die dann wirklich machen). Aber von Chengdu geht's dann weiter entweder direkt zu den Yangtse Schluchten und dem Staudamm oder (mit dem Flugzeug) nochmals ca 700km in den Westen Richtung Tibet in ein Gebiet, das zu den schönsten in China zählt. Näheres falls ich dorthin fahren sollte. Yangtse Schluchten wäre auch interessant aber wenn man dorthin fährt müsste man fast mit dem Schiff die Fahrt Richtung Staudamm machen und die dauert 3 Tage. Das ist dann doch etwas sehr lange. Vamos a ver. Was in Chengdu auch interessant ist, ist die Panda-Aufzucht Station, die einzige in der Welt, wo man das sehen kann. In den Bergen um Chengdu leben noch wilde Pandas (einziges Gebiet der Welt). Wer einen Panda mutwillig tötet, wird hingerichtet. Das ist kein Witz und irgendwie find ich es gut!
Langsam fange ich an mich in China richtig gut zu fühlen. Ich bin mich schon so an die chinesische Sprache gewöhnt dass ich anfange ihr etwas abzugewinnen auch wenn ich kein Wort verstehe ausser vielleicht 'vielen Dank'. Und die Leute sind wirklich super. Es sind ganz liebe Leute die viel Lachen und ich sehe überhaupt nicht's undurchsichtig asiatisches an ihnen. Angesprochene mögen die Hand heben.. Vielleicht liegt es daran dass sie einfach noch nicht so touristisch westlich verdorben sind wie beispielsweise in gewissen Orten in Thailand.
Heute hab ich mir drei paar neue Hosen gekauft, es fängt langsam wieder an Spass zu machen was neues zum Anziehen zu kaufen. Die meisten wissen was ich meine (((oo)))
Zudem kosten teure Hosen hier 25-30$. Ein paar Karten hab ich in der Zwischenzeit auch geschrieben. Obwohl ihr ja bestens informiert seit hab ich es gemacht. Versprochen ist versprochen. Es werden noch ein paar mehr folgen. Was ich darauf geschrieben habe ist allerdings meist recht kurz.
Für die die unbedingt den üblichen Ferienkartentext wollen, hier ist er.

Hallo meine Lieben,
ich hoffe es geht Euch gut, mir geht es gut. Es ist heiss, das Essen ist gut, die Leute sind lieb. Viele Feriengrüsse aus...
ps. Ich hoffe der Katze geht's gut.

Die meisten Fotos hier sind im muslimischen Viertel von Xian und in der Moschee gemacht. Dort drin ist der ganze Koran in Stein gemeisselt. Die Hälfte in chinesisch, die andere Hälfte in arabisch.

Xian 2

Dienstag, 18. September 2007

Bahn Lhasa Xian

Seit zwei Stunden bin ich zurück in 'Xian'. Nachdem ich nach 5 Tagen doch langsam etwas hunger hatte (siehe letzten Blog) bestellt ich hier in der Hostel 'sweet sour'. Sorry sir, we do not have rice anymore!!!!! Ich dachte zuerst die will mich verarschen. Ich sitze mitten in China und die haben keinen Reis. War ein Aufsteller. So was hab ich nun wirklich nicht erwartet.
Also, nach 36 Stunden Fahrt muss ich sagen dass diese Bahnfahrt ein absoluter Höhepunkt war. Zudem hatte ich noch zusätzliches Glück denn wir waren nur zu zweit in einem Viererabteil und hatten Platz zum versauen. Wir konnten den ganzen Trip in der Horizontalen verbringen was ich natürlich nicht machte da ich sonst die sensationelle Aussicht nicht sehen konnte. Das Problem war einzig dass der Mensch einfach mit der Zeit müde wird. Man kann nicht ununterbrochen 36 Stunden rausschauen, das schafft man nicht auch wenn es sich noch so gelohnt hätte. Der Zug fuhr um 0830Uhr morgens auf die Sekunde pünktlich ab und bereits nach ca 3 Stunden kam die Ansage dass nun der Sauerstoff eingeschaltet worden sei und man nun kontinuierlich auf über 5000m steigen werde. Gemerkt hab ich davon eigentlich nicht viel ausser dass mir gegen Abend aufgefallen ist, dass alles Essen das die Chinesen mitgebracht hatten (und die nehmen immer reichlich mit) in mit Luft prallgefüllten Plastiksäcken verpackt war. Ich dachte noch - komisch - normalerweise nimmt man doch die Luft raus um das Zeugs haltbar zu machen. Aber vielleicht haben die ja ein anderes Verfahren. Aber zum Transportieren ist das mühsam, das braucht ja unheimlich Platz. Ja, ich weiss, ich bin manchmal etwas langsam. Am Tag darauf, wir sind während der Nacht schlafend wieder von 5180m runter auf 2700m hab ich dann gemerkt dass das mit der Luft wohl nicht so war wie ich dachte. Zudem sahen alle Wasserflaschen die ich oben konsumiert und wieder verschlossen habe verkümmert und verknorkelt aus, total zusammengedrückt vom Luftdruck.
Schaut Euch die Fotos an, es war sensationell. Leider gibt es keine Möglichkeit das zu fotografieren was wir so ca um Mitternacht sahen. Auf beiden Seiten zogen Berge in Jungfraujochhöhe vorbei und da wir ja bereits auf 5000 waren sind das 7000er und 8000er gewesen. Dort oben ist natürlich absolut kein Licht und im Zug war auch alles dunkel. Aber der Mond hat die Schneeberge beleuchtet und dadurch was es draussen erstaunlich hell. Trotzdem, wenn man dort oben jemanden rausgestellt und stehen gelassen hätte, ich glaube kaum dass der überlebt hätte. Die Hochebene ist hunderte von Kilometern lang und desshalb hat der Wind eine wahnsinnige Kraft. Es ist eisig kalt und die Luft ausserhalb des Zuges ist wirklich dünn.
Es war eine fantastische Leistung, diesen Zug zu bauen. Alleine 1.5 Milliarden wurden verbraten um ja nirgends was kaputt zu machen. Es gibt 33 Brücken nur damit die Wildtiere trotz der Bahnlinie passieren können. Insgesamt gibt es über 6000 Brücken mit einer Gesamtlänge von über 100 km. Wen es interessiert, es gibt Bücher darüber. Über hunderte von Kilometern wurde ein spezielles System integriert damit der Boden der je nach Jahreszeit steinhart oder dann wieder relativ weich ist nicht die Schienen innert kürzester Zeit zu einem Zickzack-Kurs werden lässt.

Tibetbahn

Sonntag, 16. September 2007

Lhasa 2

Nachdem ich nun drei volle Tage in 'Lhasa' verbracht habe geht's morgen früh um 0830Uhr mit dem Zug zurück nach 'Xian'. Diesem Trip werde ich einen eigenen Eintrag widmen da ich hoffe super Bilder machen zu können.
Tibet ist wirklich ein Land für sich. Innerhalb von China wird es ja offiziell als T.A.R bezeichnet was soviel wie 'autonom republic of Tibet' bedeutet. Tibet hat somit ungefähr denselben Status wie 'Hong Kong' oder 'Macau' aber ist natürlich bei weitem nicht so finanzstark wie insbesondere 'Hong Kong'. So oder so gehört es ganz klar zu China und daran wird sich auch nicht's ändern, auch nicht wenn ein paar amerikanische Kids illegal nach Tibet einreisen und auf 6000m Höhe 'free Tibet' Fähnchen hissen. Das einzige Resultat war eine neue Bestimmung, dass Ausländer Lhasa nur noch mit speziellem Permit verlassen dürfen um in Tibet rumzureisen. Trotz allem sieht man ganz klar den Unterschied zwischen China und Tibet. China ist hundert prozentig auf dem 'business-way'. Die Chinesen hetzten mit ihren 2-3 mobiles rum und machen ihre Geschäfte. Alles wird dem 'making business' untergeordnet. Wir aus dem Westen haben ihnen ja gezeigt wie man's macht. Nun, wo wir vielleicht schon einen Schritt weiter sind und alles wieder ein wenig zurückfahren möchten können wir ihnen nicht einen Vorwurf machen wenn sie noch nicht so weit sind. Die gebürtigen Tibeter auf der andern Seite sind sind noch weiter zurück (wenn man das als zurück bezeichnen will). Alles ist ruhiger, würdevoller, weniger laut, weniger schreierisch. Und Tibeter sind tiefgläubige Leute bei denen Religion den Grossteil des Lebens ausmacht. Diese zwei Wege prallen hier in Lhasa zusammen und sind nicht zu übersehen.
Tibet ist leider (oder zum Glück für's Land) nicht leicht zu bereisen. Ich habe als Einzelperson fast keine Change aus Lhasa rauszukommen. Man kann nicht einfach in's Auto steigen und losfahren wie in einem Grossteil der andern Länder. Es gibt fast keine Strassen und die Vorhandenen sind nur mit 4-wheels fahrbar. Zusätzlich ist es ein natürlich gebliebenes Land. Die Strasse geht bis zum Fluss und auf der andern Seite weiter. Wie man über den Fluss kommt muss man an vielen Orten selber organisieren. Die Distanzen sind riesig und man muss mit allem rechnen. Wenn irgend was passiert gibt es nirgend's hilfe. Und wie gesagt, in China ist nichts mit Auto mieten als Ausländer. Man muss hier wohnen oder dann einen chinesischen Fahrausweis machen. Es gibt somit keine andere Möglichkeit als eine mindestens 2-3 tägige Tour zu buchen die natürlich auch nicht sehr billig ist. Wenn jemand nur in den Tibet reist und dann wieder nach Hause dann ist klar dass man so was macht. Bei meiner Art des Reisens wäre es einfach zuviel.
Es tönt vielleicht komisch aber ich habe in Lhasa wirklich probleme etwas essbares zu finden. Nicht dass es nichts hätte. Es verhält sich einfach so dass die Zeiten in denen ich aus einem Topf gegessen habe ohne zu wissen was eigentlich drin ist definitiv vorbei sind. In China selber ist es einfacher. Dort gibt es bereits ein paar westlich angehauchte Angebote oder wir kennen gewisse Dinge bereits aber in Tibet ist es noch eine Stufe schwieriger. Beispiel. Ich versuche seit 3 Tagen ein kleines Säckchen Zucker zu kaufen denn wo man auch Tee oder Kaffee bestellt, es ist nie Zucker dabei und vielfach auch nicht vorhanden. Desshalb wollte ich für die restlichen zwei Wochen gerüstet sein. Aber nichts da, Zucker, was ist das. Erklär mal einem Chinesen was Zucker ist denn verstehen tut er es ja nicht da er nicht englisch kann. Wie beschreibt man Zucker. Man fängt an mit dem Kaffee und deutet dann das Einfüllen von Zucker mittels eines Löffels in den Kaffee an. Aber das Wort Kaffee ist gefallen. Kaffee versteht man. Und das bringst Du nicht mehr weg. Du kannst tausend mal sagen dass es sich nicht um Kaffee handelt sonder um Zucker. Wenn man dann selber in den Laden reingeht dann sieht man hunderte von braunen Tüten mit irgendwas drin. Zwischen den Tüten ragt irgendwo der Fuss eines toten Schafes hervor, am Boden auf einer alten Zeitung liegt offen ein Packet mit ca 10kg Butter drin und dann hat es Gläser, eine Welt voller Gläser mit Dingen drin die man gar nicht beschreiben kann. Aber etwas das auch nur im entferntesten nach Zucker aussieht hat es nicht.
Heute ganz am Schluss war ich dann in einem grossen Chinesischen Kaufhaus. Rein der Besuch hat sich schon gelohnt. Man weiss zwar leider nicht was verkauft wird, aber es ist alles sehr farbig mit grossen Chinesischen Buchstaben drauf. Dann komme ich um die Ecke und was sehe ich, ein halbes Gestellt voller Zucker. Allerdings war die kleinste Portion ca 2kg aber dafür war es interessant in welcher Art der Zucker angeboten wird. Ältere bei uns oder 'Zibelemärit-Besucher' kennen noch den Zuckerstock. Den gibt es hier nicht... Aber dafür jede andere Art von Zucker. Grosse unformige Stücke, kleine gleichmässige, weissen, braunen usw. Ich hab's dann gelassen.
Nun freu ich mich auf die Zugfahrt, ohne Zucker.

Lhasa 2

Donnerstag, 13. September 2007

Lahsa

Seit heute morgen 11 Uhr bin ich in 'Lhasa' und ich bereue nicht dass ich gegangen bin. Der erste Eindruck ist absolut faszinierend, es ist noch viel vom alten da, speziell in der Nähe des 'Potala', dem grossen Palast in dem früher der 'Dalai Lama' gehaust hat und den man in Film '7 years in Tibet' genau sehen konnte. Und das Land selber ist traumhaft, da werde ich dann wohl am meisten auf der Zugfahrt mitbekommen. Komischerweise hab ich bis jetzt keine grossen Beschwerden wegen der Höhe von 3700m, kein Vergleich zu 'La Paz' obwohl das ja auch nicht höher war. Dafür hab ich mir eine Erkältung eingehandelt mit dem ewigen heiss kalt hier. Ich bin mächtig froh dass sonst alles super läuft. Ich hab ein Hotelzimmer für ca 25$ mit eigener Sauna im riesigen Badezimmer die ich aber sicher nicht benutzen werde. Man muss es ja nicht herausfordern. Alles bestens, das Hotel liegt direkt bei der Alstadt und daneben ist gleich der Potala. Morgen werde ich ev den Potala besuchen aber nur wenn es nicht zu viele Leute hat. Danach seh ich mir den Rest von Lhasa an und übermorgen mach ich einen Ausflug raus aus der Stadt obwohl das nicht so einfach ist. Scheinbar kann man das nur mit Gruppen machen und es ist relativ teuer. Schauen wir mal. Es hat sich bereits jetzt gelohnt. Einen Tag später am Morgen gehts mit dem Zug zurück nach Xian.

Lhasa

London, Brüssel, Brügge, Gent, Luxembourg, Strassbourg

Wieder ist einige Zeit vergangen. Auf dem Weg zurück von Inchnadamph in Schottland übernachtete ich noch einmal, diesmal in Strathpeffer, ei...