Samstag, 17. September 2016

Jiuzhaigou und weiter nach Chengdu

Heute Morgen bin ich mit der China Airlines in Chengdu angekommen. In der Zwischenzeit ist einiges gelaufen aber es war nicht ganz einfach in meinen ‚verbotenen bösen Blog‘ zu kommen da die Chinesen scheinbar in diesem Monat begonnen haben auch die VPN Connections abzuklemmen. Sie begründen das damit dass sie das Chinesische Netz sauber halten wollen und nicht akzeptieren dass Firmen wie Google ihre Daten abgreift. Nun, das ist ein Killer-Argument und würde ja eigentlich greifen wenn alle gleich behandelt würden. Die Tatsache ist ja aber dass der grösste Teil der Hacker-Angriffe auf die westliche Welt von China ausgehen wenn mich nicht alles täuscht.
Wie auch immer, ich habe eine andere Lösung gefunden die den Vorteil hat dass ich nun nicht mehr mein IPhone als Hotspot benutzen muss und damit Roaming Gebühren anfallen sondern dass ich die Software auch direkt auf dem Laptop installieren konnte. Wie das hinter den Kulissen genau funktioniert weiss ich nicht aber ich gehe hier in’s Netz und diese Software spielt dem System irgendwie vor dass ich von ganz woanders reinkomme (aktuell über die Schweiz) und voila, die Seiten sind offen. Noch..
Ich bin also vor ein paar Tagen von Xian kommend nach Jiuzhaigou geflogen. Das ist mitten in den Bergen auf einer Höhe von ca. 3500m. Beim Einsteigen in Xian waren es über 30 Grad, dann bei der Ankunft noch kühle ca. 6-8 Grad. Zum Glück musste ich zuhause vor der Abreise noch meinen Koffer vollkriegen und habe aus diesem Grund unüblicher Weise ein warmes knalloranges Sweatshirt mitgenommen mit einem passenderweise grossen Drachen vorne drauf. Passenderweise weil in China ja der Drache nach wie vor das Glücks-Fabelwesen ist.
In Jiuzhaigou musste ich dann feststellen dass es scheinbar ausserhalb von Tibet ebenfalls grosse tibetanische Gemeinden gibt denn dort war wirklich das meiste tibetanisch. Die meisten Einwohner sind geborene Tibeter und auch die Häuser und alles Drumherum ist total tibetanisch. Teilweise traumhafte Ausblicke.
Die ersten zwei Tage hat es leider geregnet aber in den zweiten zwei Tagen war wunderschönes Wetter. Ich fuhr dann in den Jiuzhaigou Park wo die Natur wirklich atemberaubend ist. Es gibt gemäss Parkverwaltung über 800 Seen, viele Wasserfälle und die verschiedensten Arten von Bäumen und Blumen. Alles ist super erschlossen. Es gibt einen Holzsteg auf dem man durch die Gegend läuft. Wenn man versucht den Weg zu verlassen pfeift einen sofort irgendein Parkwächter zurück. Trotz der extrem vielen Besucher ist es top sauber. Die Fotos sagen wie üblich mehr als Worte aber bringen das Original natürlich auch nicht mit. Selber hingehen ist die einzige Alternative.
Das grösste Problem das ich dort wieder hatte (wenn man das ein Problem nennen darf) war die Tatsache dass niemand auch nur ein einziges Wort Englisch kennt. Gut, eine Frau hab ich gefunden was es dann gleich viel einfacher machte. Viele Verkäuferinnen haben einen Laptop mit einem chinesischen Übersetzungsprogramm. Man muss als Ausländer dann einfach auf Englisch hinschreiben was man will und das Programm übersetzt auf Chinesisch. Ich habe selber so eines auf dem IPhone aber es funktioniert natürlich nur mit Internet Anschluss und den hat man üblicherweise auf der Strasse nicht. Zudem ist es extrem langsam. Man sagt was und ca. 2 Minuten später kommt dann die Antwort. Alles gesprochen aber unbrauchbar langsam. Wenn man von jemandem sagt dass er/sie nicht englisch kann dann meint man normalerweise dass die Person sich nicht auf englisch verständigen kann. Aber jeder Erdenbürger weiss doch was ok, no, yes, time, 2 please (zwei Stück bitte) heisst? Nichts da. Der Durchschnittschinese (von dem hat es hier 1.3 Milliarden) versteht NICHTS!!
Hier gab’s übrigens vor ein paar Jahren dieses schlimme Erdbeben. Wie auch immer. Nun muss ich noch ein paar Fotos aufbereiten und hoffentlich heute noch beifügen.
Am 21. September geht’s dann mit dem Flugzeug nach Shanghai. Bis bald

Mittwoch, 14. September 2016

Xian und weiter nach Jiuzhaigou

Diesmal werde ich den Text vorschreiben damit ich ihn dann nur noch mit copy/paste in meinen Blog kopieren kann. Blöd dass ich nicht schon früher auf diese absolut naheliegende und logische Möglichkeit gekommen bin. Hat ja nur 10 Jahre gedauert....
Heute Morgen um 09:00 Uhr (da kommt mir immer Igor in den Sinn, Mario, man schreibt nicht 0900, wir sind nicht im Militär! Wo er Recht hat hat er Recht) bin ich pünktlich von meinem Chauffeur abgeholt worden. Ca 1.5 Stunden später waren wir dann an den Ausgrabungen der Terrakotta Armee wobei das ja eigentlich offiziell das 'Grab des ersten Kaisers' ist das von dieser Terrakotta Army bewacht wir. Die ganze Gegend hier ist im Umkreis von vielen Kilometern geschützt. Irgendwo hat es einen riesigen Grabhügel (die Ausmasse entsprechen fast dem Gurten in Bern) und Satellitenaufnahmen die auch unter die Erdoberfläche reichen haben etwas gesehen welches ziemlich genau den damaligen Aussengrenzen von China entspricht. Es scheint als ob man dort drinnen China nachgebaut hat so dass der Kaiser auch nach seinem Tod was zu regieren hat. Der Grabhügel selber wurde noch nicht geöffnet. Das wird man erst in der Zukunft mal wagen. Wer weiss was dort drin zum Vorschein kommt. Ein Stargate !! Die Flüsse und Seen wurden mit dem zu der Zeit populären flüssigem Quecksilber befüllt und man kann es deshalb relativ leicht von aussen auch über Satelliten erfassen. Quecksilber war in dieser Zeit ein Mittel dem man fast überirdische Macht zugemessen hat. Auch der Kaiser und einige seiner Nachfolger haben jeden Tag Quecksilber zu sich genommen im irren Glauben dass sie danach unsterblich werden würden. Speziell dieser erste Kaiser musste eine furchtbare Angst vor dem Tode gehabt haben. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil er selber ein schrecklicher Tyrann gewesen sein muss der insgesamt Millionen von Menschen hinrichten liess rsp alle die an seinem Grab gebaut haben gleich als erste Mal dort eingemauert haben soll. All denen möchte ich im Jenseits auch nicht begegnen!
Es ist erstaunlich wie sich da alles verändert hat in den 10 Jahre seit ich das erste Mal hier war. Damals waren es wirklich nur die drei grossen Hallen die als Überdeckung der drei grossen Ausgrabungsstätten gebaut wurden. Heute sind diese Hallen klein im Vergleich zu dem was alles darum herum gebaut wurde. Business bis zum Abwinken. Schade, es ist überall auf der Welt das Gleiche. Überall wiederholt sich der gleiche Irrsinn. Man entdeckt etwas, egal ob es eine Ausgrabung oder eine traumhafte Gegend ist. Dann wird kommerzialisiert bis es soweit kommt dass die Leute nicht mehr kommen weil sie so was auch nicht sehen wollen (oder weil sie das nächste Ziel anpeilen das es zu zerstören gibt). Erst dann reagieren die Verantwortlichen und reissen alles nieder und versuchen es wieder in den Originalzustand zu verbringen was aber vielfach nicht mehr möglich ist. Ich habe das selber in Thailand erlebt wo 1974 Pattaya noch ein Geheimtipp war und Puket aus ein paar wenigen Hütten bestand. Als ich vor 2 Jahren das letzte Mal dort war konnte ich nur feststellen dass ich Thailand, sicher aber diese zwei Orte endgültig aus meinen zukünftigen Reiseplänen streichen werde.
Oh, noch etwas interessantes. In der sogenannten 'Kultur-Revolution' unter Mao Zedong während der alles was schön und Geschichte war niedergerissen wurde kamen die Terrakotta Krieger unbeschädigt davon. Der Grund war, dass Mao selber diese alte Kaiserzeit immer als Vorbild dargestellt hatte und 1974 als man diese Krieger fand war ja die Kulturrevolution immer noch in ihrem unheilvollen Gange. Er konnte nun schlecht das Zeugs das er vorher so gelobt hatte zerstören lassen und so wurde der ganze Bezirk abgeriegelt so dass keiner der gestörten Rotgardisten dort eindringen konnte.

Ich habe versucht, ein paar gute Fotos zu machen. Habe die ganze Fotoausrüstung mitgenommen inklusive Stativ. Aber genau dieses Stativ durfte ich dann nicht verwenden!! Dass man einen Blitz nicht verwenden darf ist nachzuvollziehen. Nicht unbedingt hier aber beispielsweise an Orten von ganz alte Bilder oder Farben darunter leiden können (Beispielsweise im Louvre in Paris). Warum man aber ein Stativ nicht verwenden darf ist mir rätselhaft..

Heute habe ich wieder ein paar Eigenschaften von Chinesen gesehen die ich mir nur schlecht erklären kann. Dasselbe hab ich zwar in vielen asiatischen Ländern gesehen aber nun ist es wieder ganz frisch.

Chinesische Schriftzeichen sind an sich schon eine Kunstform da das reine Schreiben schon meditative Eigenschaften haben soll und mit scheinbar mehr als 20'000 Zeichen ist es eine Schriftsprache für die man wahrscheinlich ein Leben lang Zeit braucht um sie einigermassen zu beherrschen. Ich frage mich aber, ob die Sprache auch geeignet ist für den tagtäglichen Gebrauch. Wenn mir bei uns jemand etwas auf einen Zettel schreibt und ich zeige dann diese Zettel einer anderen Person dann werden alle Leute (mit derselben Sprache) das einfach lesen und verstehen. Wenn ich mir hier von jemandem eine Adresse in Chinesisch aufschreiben lasse um das dann dem Taxichauffeur zu geben (anders geht es nicht, kein Taxifahrer spricht englisch!) dann wird der Taxichauffeur das lesen, und mich auf Chinesisch etwas zurückfragen was ich natürlich nicht verstehe. Er wir dann einen Chinesen fragen und am Schluss werden 4 Leute um das Taxi stehen und darüber philosophieren was das wohl bedeuten soll was da in ihrer Sprache steht!! Dann plötzlich kommt einer drauf und alle haben ein glückliches Lächeln als ob sie soeben ein Heilmittel gegen Krebs gefunden hätten!!
Dann die Sache mit dem Lärm. Es sind drei Geschäfte nebeneinander. Vor jedem Geschäft hat es einen Lautsprecher der wahrscheinlich erklärt was dort drin für super Dinge verkauft werden. Alle drei machen das. Alle machen es sehr laut. Ich denke nicht, dass jemand etwas verstehen kann. Als ob das nicht genügen würde hat noch jedes der drei Geschäfte jemanden angestellt der draussen mit einem Megaphone denselben Mist nochmals von sich gibt. Also 6 Stimmen (meist untermalt mit Musik) in grosser Lautstärke wetteifern miteinander wer den nächsten Kunden reinholen kann. Und keiner wundert sich dass niemand kommt. Es gibt aber sehr viel Gutes zu sagen. Ich habe auch dieses Mal noch kein einziges zweirädriges Fahrzeug gesehen das mit Verbrennungsmotor fährt. Alles ist batteriebetrieben. Ausser den Autos. Aber ich bin mir sicher dass China das erste Land sein wird wo man keine Autos mehr sehen wird die einen Verbrennungsmotor haben sobald es die Dinger in grosser Zahl und erschwinglich geben wird. Dann wird hier umgestellt - Vorteil einer Wirtschaft bei der gewisse Dinge vorgeschrieben werde und wo es nichts dagegen zu motzen gibt. Bis jetzt habe ich noch nichts gesehen was mir die Regierungsform von China irgendwie unsympathisch machen würde. Wenn die plötzlich auf Demokratie umschalten würden (und damit meine ich so eine wie die unsere) würde das Land auseinanderfallen und schlimme Bürgerkriege wären das Resultat. Hier ein paar Fotos. Einige sind hinter Glas, deshalb Reflektion und damit Qualität nicht so gut.

Samstag, 10. September 2016

Xian 2016

Gestern Abend um 1850Uhr bin ich pünktlich und völlig problemlos ab der Beijing Main Station mit dem Zug Richtung Xian abgefahren. Wie erwartet hatte ich 'soft sleeper' was bedeutet dass sich 4 Personen ein Abteil teilen. Auf jeder Seite ein unteres und ein oberes Bett. Es war angenehm, keine stinkenden Mitfahrer, alles so wie es sein muss. Eigentlich war nur eines nicht so wie ich es erwartet hatte. Und zwar die Geschwindigkeit des Zuges. Nach dem was ich alles gelesen habe erwartete ich mit mindestens 300 km/h in Richtung Westen zu brettern aber nichts da. Es konnten auch kaum die gleichen Geleise sein auf denen die schnellen Züge fahren denn zwischendurch war es recht holprig.
Heute morgen um 0810Uhr sind wir dann pünktlich in Xian angekommen. Somit hat die Fahrt 12 Stunden gedauert. Als ich dann nochmals nachgeschaut habe ist mir aufgefallen dass es auch Züge hat die die Strecke in 4 Stunden schaffen. Dort gibt es aber natürlich keine Schlafwagen aber das wäre dann eben so ein super schneller Express gewesen. Aber die kommen noch. Die nächsten zwei Strecken sind relativ kurz da ich fliege. Da was dann kommt ist eines der schönsten Orte von China aber soweit sind wir noch nicht. Nun werde ich mir nochmal Xian anschauen. 80km vor der Stadt ist diese weltbekannte Ausgrabung mit den tausenden von Terrakotta Kriegern die von einem Bauern aus purem Zufall bei Landarbeiten 1974 gefunden wurde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mausoleum_Qin_Shihuangdis
Nun, hier doch nochmal ein paar 'richtige Fotos'. Der Tag war zu kurz. Ich fahre nun definitiv morgen um 09:00 Uhr zu den Soldaten. Dafür mit eigener 'Limousine und Chauffeur!!' Und ich werde sagen wohin es geht, nicht der Fahrer! Habe ihm schon klargemacht dass er eventuelle Souvenirshops oder Firmen alleine besuchen kann, ich würde dann einfach im Auto warten !  Weiter musste ich festsellen dass meine Verbindung via I-Phone - Hotspot - BetterNet ins Netz um überhaupt auf diesen Blog hier zu kommen nur via Mobile und Roaming geht. Ich kaufe zwar von der Swisscom jeweils 1 TB Pakete für 59.- sobald das Guthaben klein wird aber 1 TB hab ich in gerade mal 5 Tagen weggeputzt. Somit muss ich mich da wohl etwas zurückhalten. Also dann. Man hört sich

Donnerstag, 8. September 2016

Fortsetzung Beijing

Wie angekündigt war ich in der verbotenen Stadt. Allerdings war mein Besuch bedeutend kürzer als beim letzten Mal. Wenn dies ein kleiner Geschmack dessen war was mir hier noch bevorsteht dann muss ich wohl die grösseren Touristen-Magnete am besten gleich streichen. Die verbotete Stadt (der Name würde es ja nicht unbedingt vermuten lassen) ist total mit Touristen überlaufen. Es ist ja eigentlich ein riesen Areal. Totzdem gehen scheinbar so um 1200Uhr die Tickets die für den ganzen Tag vorgesehen waren aus. Man hat versucht den Touristenstrom ein wenig zu steuern aber bringen tut es scheinbar nicht sehr viel. Die meisten Touristen sind Chinesen und von denen gibt es halt mittlerweilen schon ein paar. Ich bin also rein, hab es aber dann nach dem ersten grossen Bereich wo eine Art zweites Zugangstor steht gelassen noch weiter rein zu gehen. Zudem war es extrem heiss. Heute ist es einfach so dass man in so einer Situation sehr schnell mit der Ausrede kommen kann dass man die besten Aussichten ja sowieso im Internet hat. Alles ist schon fotografiert und gefilmt worden. Man muss es sich nur noch anschauen. Aktuel renovieren sie alles - was eine gute Sache ist. Ich wäre gerne ins Palast Museum gegangen denn dort sind die interessanten Dinge zu sehen. Aber auch dort eine riesen Menschenmenge die bereits wartete und das war mir einfach zu viel.
Ich bin mit dem Taxi vom Hotel zur verbotenen Stadt gefahren und habe bemerkt wie billig hier das Taxifahren ist. Zudem ist es völlig stressfrei da einen nicht jeder anquatscht und ein Geschäft machen will. Ein Taxi hat ein Taxameter und das wird automatisch eingestellt wenn man einsteigt. Dort wird der Preis angezeigt und sovie bezahlt man. Basta. Keine Diskussion dass das Taxameter gerade kaputt sei und der Preis so und sovie sei (obwohl man weiss dass es 5 mal weniger wäre mit Taxameter).
Ich glaube in Indien haben alle Taxis es gleich wieder ausgebaut und irgendwo verkauft. In Indien hab ich soviel ich mich erinnere nie eines gesehen.
Da ich viel Zeit hatte nach dem kurzer Besuch der verbotene Stadt bin ich ich in's Hotel zurückgelaufen. Eine Strecke von ca 40 Minuten. Dabei kam mir plötzlich die Umgebung sehr bekannt vor und tatsächlich, ich wohne in derselbe Strasse wie vor 10 Jahren nur einfach am andern Ende. Als ich ca 20 Minuten gelaufen bin sah ich dass es in der Richtung in der mein Hotel lag brannte. Eine grosse schwarze Wolke lag in der Luft und Feuerwehr und Polizei waren an der Arbeit. Das ganze Gebiet hatte diesen Brandgeruch und mir wurde es langsam ziemlich unheimlich da die Frage aufkam was, wenn es mein Hotel war? Ich müsste mich dann wohl als Glückskind sehen nicht im Hotel gewesen zu sein aber auf der andern Seite war all mein Zeugs dort drin. Ausser dem Portemonnaie und der Kamera hatte ich sonst nichts bei mir. Wichtige Dinge wären dann futsch und ich müsste wohl oder übel meine Ferien abbrechen. Als ich aber dann näher kam sah ich dass es zu meinem Glück nicht mein Hotel war das niedergebrannt war sondern ein Geschäft vorne an der Hauptstrasse, allerdings nicht weit weg von meinem Hotel. Heute fuhr ich mit dem Taxi zum Beijing Hauptbahnhof und habe dort mein Zug-Ticket abgeholt mit dem ich am 9. September mit dem Schnellzug von Beijing nah Xian fahren werde. Das erste mal in einem Zug der 350 km/h schnell ist. Die fahrt dauert 7 Stunden, Soft Sleeper, und es ist eine Strecke von etwas mehr as 2000km. Ansonsten hab ich heute auch nicht sehr viel gemacht. Heute Abend geh ich nochmals zu Fuss ein wenig raus da ich ja nun vom letzten Mal her weiss dass hier in der Nähe eine grosse Einkaufsstrasse ist nur mit Fussgängerzone. Kann mich erinnern dass es dort einiges zu sehen gibt.
Fotos gibts noch nicht viele. Die paar die ich gemacht habe versuche ich nun hier wieder zu integrieren. Mal schauen ob ich noch weiss wie das geht.


Aus Beijing

Montag, 5. September 2016

1. Tag in Beijing

Heute morgen um 0530Uhr bin ich pünktlich und wie erwartet völlig problemlos über den Zoll am Flughafen Beijing nach China eingereist. Ich hatte eine interessante Sitznachbarin, eine 26 jährige Chinesin, die als Investment Banker in London arbeitet und wohnt und die jährlich ihre Eltern zu hause in China besuchen geht. War interessant von Ihr zu erfahren wie es so ist in den zwei völlig verschiedenen Welten zu leben. Sie ist schon fast mehr in Europa zu hause als in China, sieht aber beides aus einem gesunden Abstand. Sie fragte mich warum wir Europäer ziemlich rassistisch wären. Die Frage hat mich ein wenig erstaunt und gleichzeit zum Denken angeregt (ja, tut manchmal gut wenn man ein wenig denkt!!). Ich konnte keine direkte Antwort darauf geben, hab aber gemerkt dass sie das scheinbar in England seit dem Brexit Entscheid vermehrt bemerkt hat. Wir leben halt in der Schweiz schon ein wenig in einer Blase die uns vor vielem abschirmt und unsere SVP tut ja alles dafür dass diese Blase möglichst nicht durchlässig wird und wir uns ein wenig mit den Realitäten von andern Ländern befassen müssen. (Fressen wir unseren Käse halt alleine!!)

War übrigens gar nicht so leicht diese ersten Zeilen hier zu schreiben. Wie erwartet ist dieser Blog in China gesperrt. Auch www.google.com ist gesperrt und auch sonst relativ viel. Wobei sie es schön auf die andern abschieben (der Server ist leider im Moment nicht erreichbar !)

Es gibt aber einen Weg den scheinbar jeder hier kennt und der dieses Sperren von Internet Adressen ziemlich überflüssig macht. Über 'BetterNet' auf dem Handy holt man sich eine App die dem Rechner vorgaukelt dass man in einem ganz andern Land ist. Aktuell bin ich in Deutschland und habe auf dem Handy damit alles offen. Dann muss man das Handy zum Hotspot machen und mit dem Laptop eine Verbindung über dieses Handy erstellen. Und schon ist man drin. Ich weiss nicht inwiefern man hier dann überwacht wird wenn man das tut, die sind ja auch nicht blöd aber ich denke, solange es um Ferien Talks und Fotos geht sollte das nicht gleich die Todesstrafe bedeuten.

Morgen geht es dann los mit der verbotenen Stadt und den hoffenlich ersten guten Fotos.


Samstag, 20. August 2016

Noch zwei Wochen, China my love, it's a long time since we meet last time.

Am Sonntag den 4. September werde ich in Zürich in einen Airbus A340-300 der Swiss steigen der mich in 10 Stunden Direktflug nach Beijing bringen wird wo ich am Montag morgen um 05:15Uhr ankommen werde. (In Südamerika würde noch der Zusatz 'so Gott will' hinten angefügt!)
Das chinesische Visum zu bekommen war dieses mal ein wenig komplizierter als letztes Mal (vor 10 Jahren). Ich musste genau angeben wohin in China ich reisen werde. Ich musste somit die Hotels und die Zug- und Flugtickets innerhalb Chinas vorweisen was natürlich bedeutet hat dass ich alles bereits hier erledigen musste. Das ist eigentlich nicht die Art wie ich normalerweise Reise. China ist aber speziell. Die haben in den letzten Jahren das wohl grösste und schnellste Eisenbahnnetz der Welt aufgebaut. Alle grossen Städte sind miteinander über High-Speed Zugsysteme verbunden und das heisst dass man von Beijing nach Shanghai, Xian, Chengdu, Guilin usw mit 350 km/h reist. Auf den restlichen Strecken fährt man nur mit 250-300km und dann gibt es noch ein paar ganz langsame Strecken wo man nur mit schlappen 200km fährt.
Hier eine Karte mit dem Streckennetz http://www.chinahighlights.com/image/map/china-railway-map-big.jpg

Über die sehr gute Web-Adresse http://www.seat61.com/ auf der man alles über Eisenbahnen, Verbindungen, Geschichte erfahren kann (und zwar weltweit) habe ich auch einen Agenten in China gefunden über den ich alle Zug- und Flug-Tickets reservieren und kaufen konnte.
http://www.china-diy-travel.com/en/?source=L  Der Service den man dort bekommt ist absolute spitze. Sehr professionell,  und man bekommt nicht einfach nur die Tickets sondern gratis dazu kommen viele wichtige Zusatzinfos. Beispielsweise für jeden grossen Bahnhof bei dem ich ein- oder aussteigen muss ein YouTube Filmchen wo genau gezeigt wird an welchen Schalter man gehen muss, was man dabei haben muss und was man zurückbekommt. Alles was ich sagen muss ist auf einen Papier niedergeschrieben - in englisch und in chinesisch. Ich muss somit nur meine Unterlagen und  und das Papier mit der Chinesischen Übersetzung am Schalter abgeben.
Dasselbe für den Taxifahrer. Sie haben mir eine Übersetzung für die Taxis gemacht mit der Bitte mich vom Bahnhof xy zum Hotel abc zu fahren.




Donnerstag, 7. Juli 2016

China 2016

Es ist mal wieder soweit, die Ferien stehen vor der Tür oder haben sich mindestens schon mal in die Startposition begeben. Glückliche Schweizer Arbeitnehmer die sich nach erreichten 60. Lebensjahren auf volle 6 Wochen Ferien freuen dürfen. Wenn ich da an die Amerikaner denke mit ihren 2 Wochen in denen sie sich dauernd die Frage stellen dürfen ob sie nach der Rückkehr überhaupt noch einen Job haben...

Ich habe gestern das Flugticket gekauft. Am 4. September fliege ich mit Swiss von Zürich nach Beijing und am 14. Oktober wieder mit Swiss von Hongkong zurück in die Schweiz.

Ich war ja vor ziemlich genau 10 Jahren schon mal in China und kenne das Land schon ein wenig und weiss dass man mit dem Zug problemlos, günstig und sehr schnell das ganze Land bereisen kann.

Aktuell bin ich gerade dran mir die Route zusammenzustellen. Ich brauche ja ein Visum und auf diesem Visum muss man leider die Reiseroute ungefähr angeben die man machen will. Das wäre eigentlich kein Problem denn ich plane die Zugtickets bereits hier zu kaufen um alle Strecken optimal
bereisen zu können. Es dauert noch fast 2 Monate bis zur Abreise und es ist somit kein Problem überall die gewünschten Tickets zu bekommen. Auf der bekannten Zug-Reise Seite http://www.seat61.com habe ich die Seite http://www.china-diy-travel.com/en/?source=L gefunden über die man scheinbar problemlos und sicher bereits von zuhause aus alle Tickets kaufen kann.
Was eher ein wenig mühsam ist ist die Tatsache dass man für das Ausstellen des Visums für 3/4 der Zeit bereits die Hotelbuchungen vorweisen muss. Eigentlich mache ich es ja normalerweise so dass ich immer nur das Hotel für die erste Nacht buche wenn ich irgendwo ankomme und dann den Rest jeweils über Internet auf der Reise. Nun, es geht wohl nicht anders, bei den Hotels kann man ja die Buchung notfalls immer wieder stornieren bis 24 Stunden vor Ankunft.

Der Flug war übrigens erstaunlich günstig 1090.- für nach Beijing und von Hongkong zurück. Da kann ma wirklich nichts sagen.

Aktuell gibts sonst im Moment noch nichts zu schreiben. Erster Eintrag hoffentlich am 5. September falls ich von China aus überhaupt auf den Blog komme. Blogs sind in China oft gesperrt. Man könnte ja die Regierung kritisieren...

Sonntag, 6. September 2015

2015 Bern

Ich bin wieder zu Hause. Am 5. September um 1600 Uhr hab ich die Wohnungstür aufgeschlossen. Ich hatte wieder Glück und hab praktisch den ganzen Flug von Las Vegas nach Frankfurt geschlafen. Es waren immerhin 11 Stunden. Dann kam noch ein kurzer Hüpfer mit der Lufthansa von Frankfurt nach Genf und mit dem Zug von Genf nach Hause.
Morgen geht es wieder an die Arbeit. Wird sicher die ersten 2-3 Tage mühsam nach 6 Wochen Ferien. Aber das geht wohl allen so. Wie gesagt, noch 5 Jahre :-)
Damit endet dieser Blog. Der nächste wird wohl im 2016 entstehen. Wohin es dann geht weiss ich noch nicht. Ev doch wieder mal China!! Vamos a ver. Have a good time!!

Donnerstag, 3. September 2015

Grand Canyon, Kingman, Las Vegas

Am 1. September fuhr ich von Page weg mit Ziel 'Grand Canyon'. Ich war schon zweimal am GC, das letzte Mal vor ca 4 Jahren. Wie üblich wurde alles erweitert und ausgebaut. Leider wird auch hier zuviel des Guten gemacht. Alles wird zu einer Art Disneyland umgebaut. Dass es zu jedem Teil Strassen gibt und man überall mit dem Auto hinkommt ist ja gut aber dass dass man auch noch an jeder Ecke grosse Einkaufscenters und übertrieben viele Gift Shops hinpflastert  ist schade. Man sollte es nun so belassen wie es ist, aber das wird wohl nicht der Fall sein. Der nächste Schritt ist wohl, dass man über den ganzen Grand Canyon eine grosse Kuppel errichtet um das Wetter in den Griff zu bekommen und gleichzeitig könnte man dann an der Kuppeldecke eine riesige Werbefläche aufziehen die den ganzen Canyon beglückt.

Wie auch immer, der Canyon ist sehr eindrücklich. Er ist riesig und deshalb kann man nur einen kleinen Teil davon sehen wenn man nicht wochenlang dort bleibt und auch wandern geht 'würg..'
Vom Grand Canyon fuhr ich weiter die 149 Meilen runter nach Kingman, eine Stadt in Arizona (ev sogar die Hauptstadt Arizonas?). Da die alten Route 66 hier in Arizona teilweise noch in einem guten Zustand ist wird sie hier auch aktiv genutzt im Gegensatz zum grossen Rest davon in den anderen Staaten. Kingman selber liegt direkt an der Route 66. Durch Kingman gehen auch die Gleise der 'Santa Fe' Railroad. Täglich fahren recht viele Züge hier durch, in der Regel alle 30 Minuten einer. Und das sind gewaltige Dinger. Meist voll mit Containern und zwar jeweils zwei Container aufeinander. Dazu kommt, dass die Züge enorm lange sind. 70 Wagen ist nichts aussergewöhnliches. Gezogen rsp gestossen werden sie von bis zu 7 Lokomotiven. Eindrückliche Sache!

Ganz am Schluss kam nun noch die Strecke von Kingman nach Las Vegas. 30 Meilen vor Las Vegas liegt der 'Hoover Dam'. Der Colorado River hat aktuell einen sehr tiefen Wasserstand. Laut offiziellen Angaben war er seit 1962 nicht mehr so tief. Man sieht es gut auf den Fotos. Die weissen Ränder an den Bergen zeigen, wie hoch der Wasserstand normalerweise ist.

In Nevada ist es wie üblich sehr heiss. Gestern als ich in's Hotel kam waren es 41 Grad. Ich bin jetzt im Hotel 'Circus Circus' mitten in Las Vegas. Hotel ist eigentlich eine Untertreibung, Land währe wohl übertrieben - vielleicht irgend was dazwischen. Beim Einchecken, wenn man den Eingang mal gefunden hat, bekommt man einen 'Resort Pass'. Das Hotel besteht aus zwei 42 Etagen hohen Hauptgebäude, einem Shopping-Teil der eine Kuppel hat die wie ein riesiges Zirkuszelt aussieht und dann aus 5 kleineren Häusern von denen aber jedes so gross ist wie üblicherweise ein ganzes Hotel/Motel. Natürlich hat es ein eigenes Casino und ich gehe davon aus dass es ca 800 Zimmer hat, ev sogar mehr. Der Sinn der Sache ist wohl, dass ein Gast der hierherkommt seine ganze Zeit in diesem Hotel verbringen soll. Es ist alles da, es besteht kein Grund das Hotel zu verlassen. Sogar ein kleines Spital gibt es und natürlich zwei riesige Parkhäuser.

Heute hab ich noch den ganzen Tag in Las Vegas. Morgen geht es dann zum Flugplatz von wo ich um 1430Uhr wegfliege.
This is the end, the end my friend. (Doors)

Montag, 31. August 2015

Page, Lake Powell

Von 'Kanab' fuhr ich heute die 97 Meilen nach 'Page' runter. 'Page' liegt ganz zuunterst am 'Lake Powell'. Der 'Lake Powell' ist ein riesiger Stausee der zu 99% in Utah lieg. Nur gerade Page liegt knapp auf Arizona Gebiet. In Page ist die Staumauer. Es ist neben dem 'Hoover Damm' die zweitgrösste Staumauer in den USA. Der Lake Powell hat riesige Ausmasse und bildet durch die Landschaft die er überflutet hat interessante Formen. Von oben sieht es fast aus wie ein riesiges 'Mandelbrot Gebilde'. Am Besten mal auf Google Earth anschauen!

Morgen geht es die 170 Meilen runter zum 'Grand Canyon'. Danach muss ich mich schon fast beeilen um zur rechten Zeit in 'Las Vegas' anzukommen von wo ich ja am 4. September um 1430 Uhr zurück in die Schweiz fliege. Sniff.... 

Mehr dann nach dem Grand Canyon Abstecher

Sonntag, 30. August 2015

Bryce Canyon via Zion Nationalpark nach Kanab

Gestern morgen fuhr ich relativ früh von meinem Hotel in der Nähe des 'Bryce Canyons' in Richtung 'Zion Nationalpark'. Die Fahrt ging ca 20 Meilen durch ein waldiges Gebiet. Da ich wie gesagt relativ früh unterwegs war gab es praktisch keinen Verkehr. Nach ca 5 Minuten hatte ich meinen ersten Fast-Zusammenstos mit zwei Rehen die über die Strasse stolzierten. Darauf hab ich schnellstens meine Durchschnittsgeschwindigkeit drastisch vermindert und es hat sich gelohnt. Auf diesen 20 Meilen hab ich sicher mehr als 20 Rehe und zwei mal Hirsche gesehen. Einige überquerten die Strasse, andere waren einfach neben der Strasse und haben wohl Gras gefressen. Alle sind verduftet oder haben gebührend Abstand genommen sobald sie mein Auto sahen. Aber zwei nicht. Die wurden wohl mal angefüttert und hatten absolut keine Angst. Sie gingen brav auf die Seite als ich angefahren kam blieben aber dann gleich neben der Strasse stehen und haben mich fragend angeschaut als wenn sie sagen wollten 'und, wo ist mein Früstück'. Ich bin ca 1 Meter neben ihnen vorbeigefahren ohne dass sie wegliefen.
 
Im 'Zion Nationalpark' findet man dann wieder die traumhafte Natur in der man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt (obwohl ich diesen Park nun auch schon sicher 4 oder 5 mal gesehen habe). Der Zion Nationalpark ist von mir aus der schönste von allen, gefolgt von Bryce. Die Fotos zeigen ein wenig davon.
 
Auf dem Weg bin ich dann noch durch einen Ort gefahren in dem scheinbar viele Leute leben die Autos sammeln. Eigentlich sind es meist alte ziemlich lädierte Überbleibsel der wunderschönen Autos aus den 50ern und 60ern die meist als Ersatzteillager für die Wagen herhalten müssen, die teilweise immer noch auf den Strassen anzutreffen sind. Diese teilweise rundum erneuerten Autos sind fahrtüchtig und wunderschön und werden so auf speziellen Autotreffen verkauft. Da all die Originalteile natürlich längst nicht mehr verkauft werden müssen viele Teile die man auch auf diesen Autofriedhöfen nicht mehr findet nachgebaut werden. Das macht die Preise für solche Autos oft um ein vielfaches höher als die für neue Autos welche in den USA eindeutig bedeutend billiger sind als bei uns. Ich musste natürlich ein paar Fotos davon machen. 
 
Nun bin ich in Kanab und werde morgen nach 'Page' fahren. Das ist ein relativ grosser Ort am Ende des 'Lake Powell' der dort mit einem grossen Staudamm gestaut wird. Die ganze Gegend dort ist wie nicht anders zu erwarten atemberaubend. Leider sind die meisten interessanten Orte um den See nur mit einem Boot zu erreichen, so beispielsweise die 'Rainbow Bridge', einer der grössten Arch's in der Gegend. Man kann dort Hausboote mieten und auf denen ein paar Tage verbringen. Mach ich dann in meinen 'langen Ferien in 5 Jahren....'.
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mehr im nächsten Post.

Freitag, 28. August 2015

Torrey to Bryce Canyon

Es ist früher morgen und ich sitze in Topic, das ist gleich neben der Strasse die zum 'Bryce Canyon' führt. Heute geht es weiter in den 'Zion Nationalpark'. Gestern bin ich von Torrey über eine wunderschöne Strecke durch den 'Grand Staircase National Monument Park' gefahren. 
Dort ist die Strasse teilweise zuoberst auf einem Bergkamm und auf beiden Seiten geht es teilweise recht tief runter in eine tolle Landschaft. Auch hier sagen die Fotos mehr. Beschreiben kann man das eigentlich nicht was die Natur da zustande gebracht hat rsp immer noch bringt da die Landschaft sich nach wie vor verändert, nur ist die menschliche Lebensspanne für diese Ereignisse einfach viel zu kurz. Da wird in Hunderttausend rsp Millionen Jahren gerechnet. 
 
Heute hab ich auf dem Tacho gesehen dass ich bis jetzt 4500 Meilen gefahren bin, das sind 7200 km und das entspricht ungefähr der Strecke von der Schweiz nach Indien. Mir ist das gar nicht aufgefallen da ich pro Tag nie mehr als 200-300km fahre, meist sogar weniger oder gar nicht. 
 
Jetzt geht es wie gesagt noch in den 'Zion Park', dann weiter an den 'Lake Powell' und am Schluss noch an den 'Grand Canyon'. Ich werde voraussichtlich am zweiten September in Las Vegas sein von wo ich dann am 4. zurückfliege. Mehr gibt es aktuell nicht zu berichten. Ah, ich wurde noch immer nicht von der Polizei angehalten wegen zu schnellem Fahren oder sonst was. Ist das erste Mal in den USA. Bisher hat es mich immer mindestens einmal erwischt!
 

 

Mittwoch, 26. August 2015

Moab to Torrey

Aktuell bin ich in einem Hotel in Torrey. Das ist 54 Meilen vor Bryce und 170 Meilen nach Moab. Dieser Weg ist atemberaubend. Die Fotos sollten das ein wenig zeigen. Eigentlich sollte ich hier keine Kamera mehr mitnehmen. Für jemanden der gerne fotografiert ist es fast ein wenig stressig denn es gibt praktisch alle 20 Meter etwas was Wert wäre fotografiert zu werden und ich muss dauernd entscheiden ob ich das nun machen soll oder nicht. Vielleicht wäre es fast einfacher dort mit 3 guten Filmkameras die fest installiert sind (mit einer Vorrichtung die Bewegungen und Schütteln eliminiert) die Strecke abzufahren und dann aus dem Film Fotos zu machen. Wie auch immer, heute geht es weiter nach Bryce und dort ist eine Gegend die man fast nicht beschreiben kann. Etwas vom Schönsten das ich kenne.
 
Im Moment erlebe ich gerade etwas das man schon fast als übernatürlich bezeichnen kann. Gestern Abend war es heiss und ich habe hier im Zimmer mein T-Shirt ausgezogen. Vor ca einer Stunde wollte ich es wieder anziehen da es in der Nacht kühl wird - aber es ist verschwunden. Wie kann ein T-Shirt in einem abgeschlossenen Hotelzimmer verschwinden. Ich habe überall nachgeschaut, sogar im Tiefkühlfach des Kühlschrankes, man weiss ja nie....  (ich habe meine Autoschlüssel zu Hause auch mal dort gefunden....). Aber nein, das T-Shirt hat sich in Luft aufgelöst. Es ist nun 4 Uhr morgens. Ich gehe nochmal 2 Stunden schlafen. Vielleicht ist es ja danach wieder da.... 
 
Ist wirklich krass. T-Shirt bleibt verschwunden. Falls jemand eine Begegnung mit ihm hat bitte ich um nachsichtiges Verhalten. Das T-Shirt dürfte einen Schock haben oder sonstwie gestört sein durch den Aufenthalt in der Twilight Zone......
 
Es ist morgen. Leider regnet es in Strömen. Ich werde einen weiteren Tag hier bleiben denn so bringt es nichts durch die wunderschöne Gegend zu fahren.
 

 

Sonntag, 23. August 2015

Moab und danach

Nach einer Nacht in Durango bin ich gestern morgen weitergefahren in Richtung Moab wo ich mich nun befinde und voraussichtlich 2 Nächte bleiben werde. Moab liegt in Utah mitten im sog Canyonland. https://de.wikipedia.org/wiki/Canyonlands-Nationalpark 
 
Von hier aus kann man verschiedenste Parks erreichen die um Moab herum liegen. Utah hat eine der schönsten Landschaften die ich kenne. Dabei geht es um die roten Felsen die teilweise extreme Formen angenommen haben und zwar durch die Kräfte der Natur. In millionen von Jahre haben Wind, Regen und Sonne die Felsen abgetragen. Dabei sind unter anderem Arches entstanden, grosse Löcher die aus den Felsen herausgeschnitten wurden und heute teilweise total allein dastehen weil alles andere abgetragen wurde. Das bekannteste Beispiel dafür ist der 'Delicate Arch'. https://en.wikipedia.org/wiki/Delicate_Arch 
 
Dabei ist bei einigen wie beim 'Delicate Arch' der umgebende Stein nur noch sehr dünn und wirkt deshalb vielfach wie eine Brücke. Vor 3 Jahren ist einer eingestürzt der eine Spannweite von 9 Metern hatte und nur noch ca 30cm dick war. Die Kräfte die diese Arches geschaffen haben waren entweder der Wind oder das Wasser eines Flusses.
 
Dann gibt es hohe wie Nadeln oder Spitzen aussehende Felsformationen die teilweise ganz oben noch ein Stück Stein tragen der bedeutend grösser ist als der tragende Sockel. Solche Gebilde sind entstanden wenn die Felsschichten verschieden harte Steine rsp Steinschichten enthielten und enthalten. Die weichen Steinschichten wurden und werden natürlich schneller abgetragen als die Harten. Wenn nun ganz zuoberst eine harte Steinschicht liegt aber weiter unten die Schichten weicher sind dann gibt das durch die Erosion diese extremen Gebilde wie man sie auf den Fotos wunderbar sehen kann.

Heute auf dem Weg nach Moab habe ich den 'Mesa Verde' Nationalpark besucht. Dort gibt es tiefe Canyons und in den Wänden dieser Canyons entstanden rsp entstehen solche Arches oder Einbuchtungen die in ein paar hunderttausend Jahren wohl ebenfalls auf der andern Seite wieder rauskommen würden.
 
Das Interessante daran ist, dass dort vor 1500-3000 Jahren Indianer die in den US-Staaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona lebten und heute unter dem Namen 'Anasazi' geführt werden ihre Behausungen reingebaut haben. Das waren teilweise Orte in denen schätzungsweise bis zu 150 Leute gewohnt haben.
 
Im Winter gab das Schutz vor Schnee und extremem kalten Winden und im Sommer Schutz gegen die brennende Sonne. Zusätzlich war so ein Ort sehr gut zu verteidigen. Die Fotos zeigen das eindrücklich.
 
Heute Sonntag werde ich den ganzen Tag die umliegenden Parks besuchen. Am Montag dann hab ich einen Offroader gemietet mit dem ich eine Strecke befahren kann die mich tief in die Canyons reinführen wird. Diese Strasse ist aber nur mit einem 4-Rad angetriebenen Auto möglich das zusätzlich einen hohen Radstand hat.
 

 

Freitag, 21. August 2015

2015 Santa Fe, Antonito nach Durango

Am Mittwoch hab ich wieder einmal Santa Fe besucht. Ich habe diese Stadt nun sicher schon ca 5 mal besucht aber sie fasziniert mich immer wieder. Ich würde sogar sagen, dass es eine der schönsten Städte ist die ich kenne und zwar vorwiegend wegen diesem Adobe Baustil. Fast die ganze Stadt ist so. Eventuell gefällt es mir so weil wenn ich ein Haus bauen würde dann würde es wahrscheinlich ähnlich aussehen. Es gibt keine Ecken, alles ist abgerundet und die Farbe der Gebäude, dieser braune erdige Farbton passt irgendwie perfekt. Aber auch hier werden die Fotos wieder mehr aussagen. Zum Fotografieren ist das ein Traumort.
 
Nach Santa Fe fuhr ich dann weiter nach Antonito wo ich im Moment noch bin. Gestern Donnerstag erlebte ich eine Fahrt mit der 'Cumbres & Toltec Scenic Railroad'. Ein Zug mit Dampflok der über eine Strecke von fast 70 Meilen von Antonito nach Chama führt. Auch hier gibt's Fotos. Das ist das zweite Mal dass ich mit einem Zug fahre der von einer Dampflok gezogen wird. Das erste Mal war 1972 als ich von Athen nach Istanbul fuhr. Damals gab es dort noch Dampflokomotiven. Die Fahrt dauerte dann auch volle 24 Stunden. Irgendwo hab ich sogar noch ein Foto davon.
 
Heute geht's weiter nach Durango. Auch dort gibt es eine Eisenbahn mit Dampflok aber das werde ich wohl lassen. Fotos machen natürlich nicht. Von Durango fahre ich dann morgen weiter nach Moab was mitten in Utah liegt und somit dort wo die extreme rot-grün-blau-grau-gelb gefärbte Landschaft ist. Bis dann.
 

 

Ungarn Rundfahrt August 2026

Aktuell sind wir bereits am 3. August 2026 und bis jetzt hab ich ausser den Fotos meines Ungarn Trips vom August noch nichts geschrieben. Nu...