Sonntag, 6. September 2015

2015 Bern

Ich bin wieder zu Hause. Am 5. September um 1600 Uhr hab ich die Wohnungstür aufgeschlossen. Ich hatte wieder Glück und hab praktisch den ganzen Flug von Las Vegas nach Frankfurt geschlafen. Es waren immerhin 11 Stunden. Dann kam noch ein kurzer Hüpfer mit der Lufthansa von Frankfurt nach Genf und mit dem Zug von Genf nach Hause.
Morgen geht es wieder an die Arbeit. Wird sicher die ersten 2-3 Tage mühsam nach 6 Wochen Ferien. Aber das geht wohl allen so. Wie gesagt, noch 5 Jahre :-)
Damit endet dieser Blog. Der nächste wird wohl im 2016 entstehen. Wohin es dann geht weiss ich noch nicht. Ev doch wieder mal China!! Vamos a ver. Have a good time!!

Donnerstag, 3. September 2015

Grand Canyon, Kingman, Las Vegas

Am 1. September fuhr ich von Page weg mit Ziel 'Grand Canyon'. Ich war schon zweimal am GC, das letzte Mal vor ca 4 Jahren. Wie üblich wurde alles erweitert und ausgebaut. Leider wird auch hier zuviel des Guten gemacht. Alles wird zu einer Art Disneyland umgebaut. Dass es zu jedem Teil Strassen gibt und man überall mit dem Auto hinkommt ist ja gut aber dass dass man auch noch an jeder Ecke grosse Einkaufscenters und übertrieben viele Gift Shops hinpflastert  ist schade. Man sollte es nun so belassen wie es ist, aber das wird wohl nicht der Fall sein. Der nächste Schritt ist wohl, dass man über den ganzen Grand Canyon eine grosse Kuppel errichtet um das Wetter in den Griff zu bekommen und gleichzeitig könnte man dann an der Kuppeldecke eine riesige Werbefläche aufziehen die den ganzen Canyon beglückt.

Wie auch immer, der Canyon ist sehr eindrücklich. Er ist riesig und deshalb kann man nur einen kleinen Teil davon sehen wenn man nicht wochenlang dort bleibt und auch wandern geht 'würg..'
Vom Grand Canyon fuhr ich weiter die 149 Meilen runter nach Kingman, eine Stadt in Arizona (ev sogar die Hauptstadt Arizonas?). Da die alten Route 66 hier in Arizona teilweise noch in einem guten Zustand ist wird sie hier auch aktiv genutzt im Gegensatz zum grossen Rest davon in den anderen Staaten. Kingman selber liegt direkt an der Route 66. Durch Kingman gehen auch die Gleise der 'Santa Fe' Railroad. Täglich fahren recht viele Züge hier durch, in der Regel alle 30 Minuten einer. Und das sind gewaltige Dinger. Meist voll mit Containern und zwar jeweils zwei Container aufeinander. Dazu kommt, dass die Züge enorm lange sind. 70 Wagen ist nichts aussergewöhnliches. Gezogen rsp gestossen werden sie von bis zu 7 Lokomotiven. Eindrückliche Sache!

Ganz am Schluss kam nun noch die Strecke von Kingman nach Las Vegas. 30 Meilen vor Las Vegas liegt der 'Hoover Dam'. Der Colorado River hat aktuell einen sehr tiefen Wasserstand. Laut offiziellen Angaben war er seit 1962 nicht mehr so tief. Man sieht es gut auf den Fotos. Die weissen Ränder an den Bergen zeigen, wie hoch der Wasserstand normalerweise ist.

In Nevada ist es wie üblich sehr heiss. Gestern als ich in's Hotel kam waren es 41 Grad. Ich bin jetzt im Hotel 'Circus Circus' mitten in Las Vegas. Hotel ist eigentlich eine Untertreibung, Land währe wohl übertrieben - vielleicht irgend was dazwischen. Beim Einchecken, wenn man den Eingang mal gefunden hat, bekommt man einen 'Resort Pass'. Das Hotel besteht aus zwei 42 Etagen hohen Hauptgebäude, einem Shopping-Teil der eine Kuppel hat die wie ein riesiges Zirkuszelt aussieht und dann aus 5 kleineren Häusern von denen aber jedes so gross ist wie üblicherweise ein ganzes Hotel/Motel. Natürlich hat es ein eigenes Casino und ich gehe davon aus dass es ca 800 Zimmer hat, ev sogar mehr. Der Sinn der Sache ist wohl, dass ein Gast der hierherkommt seine ganze Zeit in diesem Hotel verbringen soll. Es ist alles da, es besteht kein Grund das Hotel zu verlassen. Sogar ein kleines Spital gibt es und natürlich zwei riesige Parkhäuser.

Heute hab ich noch den ganzen Tag in Las Vegas. Morgen geht es dann zum Flugplatz von wo ich um 1430Uhr wegfliege.
This is the end, the end my friend. (Doors)

Montag, 31. August 2015

Page, Lake Powell

Von 'Kanab' fuhr ich heute die 97 Meilen nach 'Page' runter. 'Page' liegt ganz zuunterst am 'Lake Powell'. Der 'Lake Powell' ist ein riesiger Stausee der zu 99% in Utah lieg. Nur gerade Page liegt knapp auf Arizona Gebiet. In Page ist die Staumauer. Es ist neben dem 'Hoover Damm' die zweitgrösste Staumauer in den USA. Der Lake Powell hat riesige Ausmasse und bildet durch die Landschaft die er überflutet hat interessante Formen. Von oben sieht es fast aus wie ein riesiges 'Mandelbrot Gebilde'. Am Besten mal auf Google Earth anschauen!

Morgen geht es die 170 Meilen runter zum 'Grand Canyon'. Danach muss ich mich schon fast beeilen um zur rechten Zeit in 'Las Vegas' anzukommen von wo ich ja am 4. September um 1430 Uhr zurück in die Schweiz fliege. Sniff.... 

Mehr dann nach dem Grand Canyon Abstecher

Sonntag, 30. August 2015

Bryce Canyon via Zion Nationalpark nach Kanab

Gestern morgen fuhr ich relativ früh von meinem Hotel in der Nähe des 'Bryce Canyons' in Richtung 'Zion Nationalpark'. Die Fahrt ging ca 20 Meilen durch ein waldiges Gebiet. Da ich wie gesagt relativ früh unterwegs war gab es praktisch keinen Verkehr. Nach ca 5 Minuten hatte ich meinen ersten Fast-Zusammenstos mit zwei Rehen die über die Strasse stolzierten. Darauf hab ich schnellstens meine Durchschnittsgeschwindigkeit drastisch vermindert und es hat sich gelohnt. Auf diesen 20 Meilen hab ich sicher mehr als 20 Rehe und zwei mal Hirsche gesehen. Einige überquerten die Strasse, andere waren einfach neben der Strasse und haben wohl Gras gefressen. Alle sind verduftet oder haben gebührend Abstand genommen sobald sie mein Auto sahen. Aber zwei nicht. Die wurden wohl mal angefüttert und hatten absolut keine Angst. Sie gingen brav auf die Seite als ich angefahren kam blieben aber dann gleich neben der Strasse stehen und haben mich fragend angeschaut als wenn sie sagen wollten 'und, wo ist mein Früstück'. Ich bin ca 1 Meter neben ihnen vorbeigefahren ohne dass sie wegliefen.
 
Im 'Zion Nationalpark' findet man dann wieder die traumhafte Natur in der man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt (obwohl ich diesen Park nun auch schon sicher 4 oder 5 mal gesehen habe). Der Zion Nationalpark ist von mir aus der schönste von allen, gefolgt von Bryce. Die Fotos zeigen ein wenig davon.
 
Auf dem Weg bin ich dann noch durch einen Ort gefahren in dem scheinbar viele Leute leben die Autos sammeln. Eigentlich sind es meist alte ziemlich lädierte Überbleibsel der wunderschönen Autos aus den 50ern und 60ern die meist als Ersatzteillager für die Wagen herhalten müssen, die teilweise immer noch auf den Strassen anzutreffen sind. Diese teilweise rundum erneuerten Autos sind fahrtüchtig und wunderschön und werden so auf speziellen Autotreffen verkauft. Da all die Originalteile natürlich längst nicht mehr verkauft werden müssen viele Teile die man auch auf diesen Autofriedhöfen nicht mehr findet nachgebaut werden. Das macht die Preise für solche Autos oft um ein vielfaches höher als die für neue Autos welche in den USA eindeutig bedeutend billiger sind als bei uns. Ich musste natürlich ein paar Fotos davon machen. 
 
Nun bin ich in Kanab und werde morgen nach 'Page' fahren. Das ist ein relativ grosser Ort am Ende des 'Lake Powell' der dort mit einem grossen Staudamm gestaut wird. Die ganze Gegend dort ist wie nicht anders zu erwarten atemberaubend. Leider sind die meisten interessanten Orte um den See nur mit einem Boot zu erreichen, so beispielsweise die 'Rainbow Bridge', einer der grössten Arch's in der Gegend. Man kann dort Hausboote mieten und auf denen ein paar Tage verbringen. Mach ich dann in meinen 'langen Ferien in 5 Jahren....'.
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mehr im nächsten Post.

Freitag, 28. August 2015

Torrey to Bryce Canyon

Es ist früher morgen und ich sitze in Topic, das ist gleich neben der Strasse die zum 'Bryce Canyon' führt. Heute geht es weiter in den 'Zion Nationalpark'. Gestern bin ich von Torrey über eine wunderschöne Strecke durch den 'Grand Staircase National Monument Park' gefahren. 
Dort ist die Strasse teilweise zuoberst auf einem Bergkamm und auf beiden Seiten geht es teilweise recht tief runter in eine tolle Landschaft. Auch hier sagen die Fotos mehr. Beschreiben kann man das eigentlich nicht was die Natur da zustande gebracht hat rsp immer noch bringt da die Landschaft sich nach wie vor verändert, nur ist die menschliche Lebensspanne für diese Ereignisse einfach viel zu kurz. Da wird in Hunderttausend rsp Millionen Jahren gerechnet. 
 
Heute hab ich auf dem Tacho gesehen dass ich bis jetzt 4500 Meilen gefahren bin, das sind 7200 km und das entspricht ungefähr der Strecke von der Schweiz nach Indien. Mir ist das gar nicht aufgefallen da ich pro Tag nie mehr als 200-300km fahre, meist sogar weniger oder gar nicht. 
 
Jetzt geht es wie gesagt noch in den 'Zion Park', dann weiter an den 'Lake Powell' und am Schluss noch an den 'Grand Canyon'. Ich werde voraussichtlich am zweiten September in Las Vegas sein von wo ich dann am 4. zurückfliege. Mehr gibt es aktuell nicht zu berichten. Ah, ich wurde noch immer nicht von der Polizei angehalten wegen zu schnellem Fahren oder sonst was. Ist das erste Mal in den USA. Bisher hat es mich immer mindestens einmal erwischt!
 

 

Mittwoch, 26. August 2015

Moab to Torrey

Aktuell bin ich in einem Hotel in Torrey. Das ist 54 Meilen vor Bryce und 170 Meilen nach Moab. Dieser Weg ist atemberaubend. Die Fotos sollten das ein wenig zeigen. Eigentlich sollte ich hier keine Kamera mehr mitnehmen. Für jemanden der gerne fotografiert ist es fast ein wenig stressig denn es gibt praktisch alle 20 Meter etwas was Wert wäre fotografiert zu werden und ich muss dauernd entscheiden ob ich das nun machen soll oder nicht. Vielleicht wäre es fast einfacher dort mit 3 guten Filmkameras die fest installiert sind (mit einer Vorrichtung die Bewegungen und Schütteln eliminiert) die Strecke abzufahren und dann aus dem Film Fotos zu machen. Wie auch immer, heute geht es weiter nach Bryce und dort ist eine Gegend die man fast nicht beschreiben kann. Etwas vom Schönsten das ich kenne.
 
Im Moment erlebe ich gerade etwas das man schon fast als übernatürlich bezeichnen kann. Gestern Abend war es heiss und ich habe hier im Zimmer mein T-Shirt ausgezogen. Vor ca einer Stunde wollte ich es wieder anziehen da es in der Nacht kühl wird - aber es ist verschwunden. Wie kann ein T-Shirt in einem abgeschlossenen Hotelzimmer verschwinden. Ich habe überall nachgeschaut, sogar im Tiefkühlfach des Kühlschrankes, man weiss ja nie....  (ich habe meine Autoschlüssel zu Hause auch mal dort gefunden....). Aber nein, das T-Shirt hat sich in Luft aufgelöst. Es ist nun 4 Uhr morgens. Ich gehe nochmal 2 Stunden schlafen. Vielleicht ist es ja danach wieder da.... 
 
Ist wirklich krass. T-Shirt bleibt verschwunden. Falls jemand eine Begegnung mit ihm hat bitte ich um nachsichtiges Verhalten. Das T-Shirt dürfte einen Schock haben oder sonstwie gestört sein durch den Aufenthalt in der Twilight Zone......
 
Es ist morgen. Leider regnet es in Strömen. Ich werde einen weiteren Tag hier bleiben denn so bringt es nichts durch die wunderschöne Gegend zu fahren.
 

 

Sonntag, 23. August 2015

Moab und danach

Nach einer Nacht in Durango bin ich gestern morgen weitergefahren in Richtung Moab wo ich mich nun befinde und voraussichtlich 2 Nächte bleiben werde. Moab liegt in Utah mitten im sog Canyonland. https://de.wikipedia.org/wiki/Canyonlands-Nationalpark 
 
Von hier aus kann man verschiedenste Parks erreichen die um Moab herum liegen. Utah hat eine der schönsten Landschaften die ich kenne. Dabei geht es um die roten Felsen die teilweise extreme Formen angenommen haben und zwar durch die Kräfte der Natur. In millionen von Jahre haben Wind, Regen und Sonne die Felsen abgetragen. Dabei sind unter anderem Arches entstanden, grosse Löcher die aus den Felsen herausgeschnitten wurden und heute teilweise total allein dastehen weil alles andere abgetragen wurde. Das bekannteste Beispiel dafür ist der 'Delicate Arch'. https://en.wikipedia.org/wiki/Delicate_Arch 
 
Dabei ist bei einigen wie beim 'Delicate Arch' der umgebende Stein nur noch sehr dünn und wirkt deshalb vielfach wie eine Brücke. Vor 3 Jahren ist einer eingestürzt der eine Spannweite von 9 Metern hatte und nur noch ca 30cm dick war. Die Kräfte die diese Arches geschaffen haben waren entweder der Wind oder das Wasser eines Flusses.
 
Dann gibt es hohe wie Nadeln oder Spitzen aussehende Felsformationen die teilweise ganz oben noch ein Stück Stein tragen der bedeutend grösser ist als der tragende Sockel. Solche Gebilde sind entstanden wenn die Felsschichten verschieden harte Steine rsp Steinschichten enthielten und enthalten. Die weichen Steinschichten wurden und werden natürlich schneller abgetragen als die Harten. Wenn nun ganz zuoberst eine harte Steinschicht liegt aber weiter unten die Schichten weicher sind dann gibt das durch die Erosion diese extremen Gebilde wie man sie auf den Fotos wunderbar sehen kann.

Heute auf dem Weg nach Moab habe ich den 'Mesa Verde' Nationalpark besucht. Dort gibt es tiefe Canyons und in den Wänden dieser Canyons entstanden rsp entstehen solche Arches oder Einbuchtungen die in ein paar hunderttausend Jahren wohl ebenfalls auf der andern Seite wieder rauskommen würden.
 
Das Interessante daran ist, dass dort vor 1500-3000 Jahren Indianer die in den US-Staaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona lebten und heute unter dem Namen 'Anasazi' geführt werden ihre Behausungen reingebaut haben. Das waren teilweise Orte in denen schätzungsweise bis zu 150 Leute gewohnt haben.
 
Im Winter gab das Schutz vor Schnee und extremem kalten Winden und im Sommer Schutz gegen die brennende Sonne. Zusätzlich war so ein Ort sehr gut zu verteidigen. Die Fotos zeigen das eindrücklich.
 
Heute Sonntag werde ich den ganzen Tag die umliegenden Parks besuchen. Am Montag dann hab ich einen Offroader gemietet mit dem ich eine Strecke befahren kann die mich tief in die Canyons reinführen wird. Diese Strasse ist aber nur mit einem 4-Rad angetriebenen Auto möglich das zusätzlich einen hohen Radstand hat.
 

 

Freitag, 21. August 2015

2015 Santa Fe, Antonito nach Durango

Am Mittwoch hab ich wieder einmal Santa Fe besucht. Ich habe diese Stadt nun sicher schon ca 5 mal besucht aber sie fasziniert mich immer wieder. Ich würde sogar sagen, dass es eine der schönsten Städte ist die ich kenne und zwar vorwiegend wegen diesem Adobe Baustil. Fast die ganze Stadt ist so. Eventuell gefällt es mir so weil wenn ich ein Haus bauen würde dann würde es wahrscheinlich ähnlich aussehen. Es gibt keine Ecken, alles ist abgerundet und die Farbe der Gebäude, dieser braune erdige Farbton passt irgendwie perfekt. Aber auch hier werden die Fotos wieder mehr aussagen. Zum Fotografieren ist das ein Traumort.
 
Nach Santa Fe fuhr ich dann weiter nach Antonito wo ich im Moment noch bin. Gestern Donnerstag erlebte ich eine Fahrt mit der 'Cumbres & Toltec Scenic Railroad'. Ein Zug mit Dampflok der über eine Strecke von fast 70 Meilen von Antonito nach Chama führt. Auch hier gibt's Fotos. Das ist das zweite Mal dass ich mit einem Zug fahre der von einer Dampflok gezogen wird. Das erste Mal war 1972 als ich von Athen nach Istanbul fuhr. Damals gab es dort noch Dampflokomotiven. Die Fahrt dauerte dann auch volle 24 Stunden. Irgendwo hab ich sogar noch ein Foto davon.
 
Heute geht's weiter nach Durango. Auch dort gibt es eine Eisenbahn mit Dampflok aber das werde ich wohl lassen. Fotos machen natürlich nicht. Von Durango fahre ich dann morgen weiter nach Moab was mitten in Utah liegt und somit dort wo die extreme rot-grün-blau-grau-gelb gefärbte Landschaft ist. Bis dann.
 

 

Mittwoch, 19. August 2015

Albuquerque, Antonito und dann weiter

Ich war nun insgesamt zwei Tage in Albuquerque und werde morgen früh weiterfahren. Mehr später. Albuquerque ist die Stadt in der 'Breaking down' gedreht wurde. Für diejenigen die die TV-Serie nicht kennen, es geht um einen Chemielehrer der mit Krebs diagnostiziert wird und per Zufall Einblick in die Methylamphetamin (Meth) Szene bekommt. Da er nichts mehr zu verlieren hat fängt er an zusammen mit einem jungen Typen der bereits dick im Geschäft ist Meth zu kochen (die Droge herzustellen). Dabei wird er mit dem Jungen zusammen zum grössten Meth Händler und scheffelt Millionen. Am Schluss kommt es wie es kommen muss.
 
Die Serie hat viele Auszeichnungen bekommen und wird als etwas vom Besten was in letzter Zeit in diesem Bereich gedreht wurde bezeichnet und wie gesagt, alles wurde in Albuquerque gemacht. Das hat der Stadt einen extremen Touristenboom eingebracht. Tausende von Touristen kommen nach Albuquerque und machen die inzwischen angebotenen Touren zu den Original-Drehorten mit. Und natürlich gibt es Souvenirshops in denen neben T-Shirts und dem Hut von Heisenberg auch Meth in Form von Pralinen und Zuckerkristallen angeboten wird.
 
Die Altstadt von Albuquerque ist klein aber sehr schön. Überall sieht man die Häuser im sog. Adobe Stil. Das hab aber nichts mit der Firma zu tun ausser dass die vielleicht den Namen von dort haben denn dieser Adobe Stil ist alt. Siehe Fotos.
 
Natürlich war ich im 'National Museum of Nuclear Science & History' und typisch für Amerika sind dort wieder original Flugzeuge vom Typ B-29, B-52 usw ausgestellt sowie die original Atom-Kanone mit der in den 50er Jahren in Nevada Atomminen verschossen wurden mit bis zu 100KT Sprengkraft. Siehe Fotos.
 
Dann besuchte ich noch das 'Naturhistorische Museum' in dem ein 45 Minuten Film in 3D über Dinosaurier gezeigt wurde. Der Film ist von der BBC und die Qualität ist absolute spitze.
 
Ich habe mir vorhin einen Plan gemacht was ich mit den restlichen mehr als 2 Wochen noch anstelle und da kommt noch einiges. Bis jetzt bin ich mehr als 3000 Meilen gefahren und es kommen noch mindestens 1500 Meilen dazu denn jetzt kommt wieder der Westen der USA der landschaftlich traumhaft ist. Morgen geht's nach Antonito. Dort ist das Depot des 'Cumbres & Toltec' Steamtrains' und von dort werde ich eine Zugfahrt mit diesem alten von einer Dampflok gezogenen Zug über eine Strecke von fast 90 Meilen durch traumhafte Landschaften machen. 

Mein Auto ist absolute Spitze. Ich freue mich schon auf meinen Colt zuhause......Obwohl es ein recht schweres grosses Auto ist verbraucht es bei meiner Fahrweise durchschnittlich 8.7 Liter Benzin auf dem Highway. Ich fahre allerdings sehr vernünftig. Man könnte problemlos auch das doppelte und mehr verbrauchen wenn man einfach immer auf dem Gas steht.

Übrigens, meine erste Amerika Reise in der mich noch kein einziger Polizist angehalten hat wegen zu schnellem Fahren. Nun ich habe noch zwei Wochen Zeit. Es besteht noch Hoffnung!
Mehr beim nächsten Mal.
 

 

Sonntag, 16. August 2015

2015 Dallas, Vermon, Amarillo, Albuquerque

In den letzten 2 Tagen bin ich nicht sehr weit gekommen. Die überall viel zu kalt eingestellten Airconditions haben mir zu schaffen gemacht und ich habe mich ein wenig erkältet und war deshalb nicht so fit für stundenlanges Autofahren. Momentan bin ich 100 Meilen vor Amarillo und werde dafür morgen etwas länger fahren. Texas ist wirklich mühsam. Ein riesen Staat und alles flach.
 
In Dallas war ich in der 'Elm's Street' an der Stelle wo JFK ermordet wurde. Ist lange her aber immer noch ein spezieller Ort. Genau dort wo ihn die Kugel getroffen hat (die magische Kugel die 3 mal die Richtung gewechselt hat....) ist ein Kreuz auf den Boden gemalt und das Fenster aus dem offiziell geschossen wurde ist so wie es damals war. Die andern Fenster wurden im Zuge einer Renovation etwas anders gestaltet.
 
Wenn ich in den USA irgend was brauche, egal ob Essen oder sonst was dann gehe ich eigentlich immer in den Walmart. Für diejenigen die nicht wissen was das ist, es ist so eine Art Aldi aber einfach VIEL grösser. Es muss hunderte von diesen Walmart Supercenters geben denn es gibt sie überall. Und einige davon sind riesig. Davor wie üblich in den USA immer riesige Parkplätze. Zum Glück haben fast alle Autos hier so eine kleine Fernbedienung mit der man die Türen öffnen kann. Zusätzlich und das ist das wichtige haben sie einen Alert Knopf. Wenn man den drückt dann fängt das Auto an zu Hupen und Lichtsignale zu geben. Ich war schon viele male froh wenn ich nicht mehr wusste wo ich das Auto abgestellt hatte. Speziell auf den immensen Parkplätzen, aber auch in Städten. Die Fernbedienung reicht relativ weit. So muss man einfach auf den Knopf drücken und lauschen woher das Auto Antwort gibt. In New Orleans beispielsweise hätte ich es wohl ohne diese Fernbedienung nicht mehr gefunden.
 
Gestern Abend hab ich mir noch Windows 10 runtergeladen und installiert. Ist besser als 8.1, ich finde das Zeugs wieder.
 
Sonst gibt es nichts zu berichten. Ah doch, in Dallas war mein Hotel genau in der Anflugschneise des Flugplatzes. Hat mir gefallen wenn die Flugzeuge in 100 Meter Höhe über das Hotel donnerten. Es soll doch wirklich Leute geben die damit ein Problem haben.
 

 
 
 

Donnerstag, 13. August 2015

2015 Über Lafayette und Shreveport in Richtung Dallas

Heute gibt es wie erwartet nicht allzuviel zu berichten. Am Morgen weiterfahrt nach Lafayette. Leider war da nicht wirklich viel zu sehen. Danach weiterfahrt in Richtung Dallas. Das sind 360 Meilen also etwas mehr als 500 km. Nun bin ich in Shreveport das kurz noch in Louisiana aber nicht weit von der Grenze zu Texas entfernt liegt. Morgen gehts dann nach Dallas.
 
Auf dem Weg war das einzig Interessante eigentlich, wenn die Strasse jeweils über einen See oder Sumpf führte was in Louisiana noch öfters vorkommt. Leider ist die Strasse so gebaut dass jeweils zwei Spuren wie auf einer Brücke auf Pfeilern geführt wird und dort ist das Anhalten auf dem 'Pannenstreifen' den man hier 'shoulder' also Schulter nennt strengstens verboten. Also nichts mit Fotografieren obwohl es super Motive gehabt hätte. Man kann sich das so vorstellen wie wenn bei uns im Thunersee ein Wald stehen würde. Die Bäume sind natürlich nicht wie in einem Wald so nahe zusammen aber es hat hunderte davon die einfach so im Wasser stehen. Bei uns hat man das höchstens mal gesehen wenn irgendwo ein Stausee gefüllt wurde und man den Wald dort einfach stehen liess. 
 
In Laos sah ich das mal und dort waren die Bäume aus wertvollen Holz, weiss nicht ob es Mahagoni war. Auf jeden Fall gingen dort professionelle Taucher unter Wasser Bäume fällen. Ja, es gibt nichts was es nicht gibt.
 
Morgen ist bereits die Hälfte meiner Reise rum. Noch drei Wochen und dann fliege ich wieder zurück. Ich bin auch ungefähr in der Mitte des Landes, nicht schlechtes Timing oder!
 

 

Dienstag, 11. August 2015

2015 New Orleans to Lafayette

Gestern hab ich mal geschaut wie heiss es draussen ist. Um 10:00 Uhr morgens waren es 38 Grad. Die höchste Temperatur scheint gemäss TV jeweils um 16:00 Uhr zu sein. Es gibt momentan Gebiete wo Temperaturen bis 124 Fahrenheit herrschen und das sind 51 Grad. In Nevada werde ich das wohl noch erleben. Momentan sind in den USA die Wetterbedingungen ziemlich extrem. Quer durch's Land gibt es eine extreme Gewitterfront die von New York an der Ostküste bis fast nach Colorado geht und dort drin regnet es dann teilweise so extrem dass alles überschwemmt wird. 
 
Auf der andern Seite ist dort wo diese Wetterfront keinen Einfluss hat die extreme Hitze die unter anderem dazu geführt hat dass es in Kalifornien und den umliegenden Staaten hunderte von extremen Bränden gibt. Halb Kalifornien steht momentan in Flammen. Hunderte von Häusern sind niedergebrannt und bereits zwei Firefighters sind beim Bekämpfen der Flammen um's Leben gekommen.
 
Der Kampf gegen die Flammen wird inzwischen von grossen Passagierflugzeugen aus gemacht. Darunter umgebaute Jumbojets die ca 200 Tonnen Wasser in einem Mal mitführen und dann alles über den Bränden ablassen. Das ist eine rechte Menge Wasser aber auf die Fläche der Brände gerechnet nur der berühmte Tropfen auf den heissen Stein.
 
Ich fuhr also von New Orleans dem Mississippi entlang und habe zwei der grossen Plantagen besucht. Die Fotos zeigen ein wenig wie die Dimensionen sind. Obwohl man auch die Sklavenunterkünfte sehen kann zeigen die natürlich den wirklichen Schrecken der Zeit nicht da sie schön gestrichen, sauber geputzt und mit einem schönen Garten drumherum zu sehen sind. Ich glaube kaum dass das in Wirklichkeit so ausgesehen hat. Den Horror kann man sich nur vorstellen wenn man die aufgehängten Verträge sieht wo beispielsweise steht wieviel jeder Sklave gekostet hat und was die Rechte und Pflichten von Sklaven und deren Herren sind.
 
Wenn ein Sklave beispielsweise geflüchtet ist und erst nach mehr als 30 Tagen wieder eingefangen wurde dann wurden ihm die Ohren abgeschnitten und er bekam mit einem Feuerstempel ein Zeichen eingebrannt. Beim dritten Fluchtversuch bedeutete das den Tod..

Momentan bin ich ca 50 Meilen vor Lafayette. Morgen gehts dann zügig nach Lafayette und dann den ganzen Weg rauf nach Dallas in Texas. Das wird relativ mühsam weil Texas einfach flach ist. Nicht wirklich viel zu sehen. Nach Texas wird es dann dafür umso interessanter.
 

 

Montag, 10. August 2015

2015 New Orleans zweiter Tag

Heute bin ich bereits um 06:00 Uhr aufgestanden aber erst um 11:00 Uhr weggefahren. Das liegt daran, dass in diesen grossen Städten normalerweise morgens um 06:00-10:00 Uhr die Rushhour in die Stadt rein stattfindet und das macht nun wirklich kein Vergnügen. Allerdings war das späte Losfahren heute ein totaler Reinfall. Als ich nämlich noch kurz bei der Reception Halt machte um meine zweite Nacht zu bezahlen sah ich, das gar nicht wie erwartet Montag sondern erst Sonntag war. Irgendwie hab ich wieder einen Tag nicht mitbekommen. Passiert mir öfters in letzter Zeit.....
 
Ich bin also raus aus dem Hotel. Dabei hat mich die Hitze fast umgeworfen. Ich habe leider nicht geschaut wie heiss es war, das werde ich morgen nachholen aber im Moment, es ist 03:00 Uhr morgens sind es 34 Grad ! Ich vermute also dass es während dem Tag einiges über 40 Grad sein wird.
 
Ich fuhr also los und besuchte das 'World War II Museum'. Ich war 3 Stunden dort. Sehr eindrücklich. Dabei sah ich auch ein 45 Minuten Projekt das von Tom Hanks in's Leben gerufen wurde. Der Titel ist 'Behind all Boundaries' und zeigt die Geschichte des zweiten Weltkrieges ab dem Zeitpunkt von Pearl Harbour bis 1945 mit einer 10 Minuten Einleitung zur Geschichte über den Aufstieg des Dritten Reiches. Der Film war eine Mischung aus neuen Effekten, alten Originalaufnahmen und wirklichen Artefakte die im Film eingebaut waren. Das Ganze war sehr eindrücklich und zeigte mir, was für eine immense Sache dieser zweite Weltkrieg eigentlich war. Bis jetzt war es einfach der zweite Weltkrieg, ok, schlimme Sache, Krieg halt. Aber die ganze Dimension dieses Wahnsinns wurde in diesem 'Film' extrem eindrücklich wiedergegeben. Ich hatte jedenfalls diverse Male feuchte Augen und es ging nicht nur mir so. Was die Artefakte angeht, das Ganze war sehr auf visuelle und auch körperlich spürbare Effekte getrimmt. Bei den Szenen wo man in der Luft mitten in einem riesen Bulk von B-17 Bomber war kam zuerst eine echte 'Schnauze' einer B-17 von der Decke runter und ist dann mit dem Film dahinter mit einer B-17 verschmolzen. War somit eine Art 4D Effekt. Dasselbe passierte bei einer Szene wo gezeigt wurde wie die Bombardierung von Japanischen Städten mit Brandbomben schlimme Feuerstürme entfachte. Dabei wurde Rauch in den Zuschauerraum geblasen und auch dieser Effekt kam recht gut durch. Am Besten war aber die Hiroshima Bombe. Es gab einen extrem hellen Blitz auf der Leinwand der einem 1-2 Sekunden blind machte. Dann kam ein extremes Donnern das langsam immer lauter wurde. Dann begannen alle Sitze zu vibrieren und am Schluss kam eine heisser Luftstrom von vorne. Dann wurde es ganz still und man sah Hiroshima nach dem Angriff. Das war wirklich sehr eindrücklich. Gut, es war viel Show aber ich fand es trotzdem sehr eindrücklich.
 
Nachdem ich die Ausstellung verlassen hatte fuhr ich zur Canal Street und wollte mit dem schon erwähnten Cable Streetcar (eine alte Strassenbahn so wie die in San Francisco) die Canal Street rauf fahren. Ich weiss nicht was diese Bahn gegen mich hat aber wie schon vor zwei Jahren war sie auch dieses mal wieder ausser Betrieb. Vor zwei Jahren war es weil sie alles renoviert haben und dieses mal wurden Weichen ausgetauscht. 
 
Ich bin dann alternativ mit dem Bus nördlich zum Friedhof gefahren. Einem gewaltigen Friedhof mit teilweise recht eindrücklichen Grab-Monumenten. Für die die den Film 'Easy Rider' kennen (gibt es jemand der das nicht tut?) - auf diesem Friedhof wurde die Szene gedreht wo alle drei auf LSD waren.
 
Zurück unten in der Stadt hab ich mich zu Fuss nochmals in's French Quarter gemacht. Wie immer war dort riesen Party mit einem Club am andern und viel Musik. Ich bin aber in keinen Club rein denn ohne was zu trinken bringt das nicht wirklich was..
 
Morgen geht es dann weiter. Auf dem Weg raus aus New Orleans in Richtung Lafayette werde ich mir die beiden mächtigen alten Anwesen (Plantations genannt) namens 'San Francisco' und 'Oak Alley' anschauen gehen. Riesen Herrenhäuser aus dem 19. Jahrhundert, konkret 1820-1830, mit den zugehörigen Sklavenunterkünften die die diesbezüglich schlimme Vergangenheit der südlichen USA zeigen der auch heute noch die zu vielen ganz dummen Leute nachtrauern!
 

 

Sonntag, 9. August 2015

2015 New Orleans

Die spinnen definitiv, die Amerikaner aus New Orleans. Ich bin um ca 15:00 Uhr im Hotel angekommen und hab mich dann eine Stunde später auf den Weg nach Downtown New Orleans gemacht nicht ohne vorher die GPS Position des Hotels im Navi abzuspeichern. Es ist mir in den USA nur einmal passiert dass ich mein Hotel mit allen wichtigen Utensilien wie Pass, Wohnungsschlüssel und vielem anderem erst nach Stunden und dank einem extremen Zufall (ich traf Leute aus demselben Hotel) wieder fand und das war recht stressig.

In der Stadt selber (genauer im french quarter) fand ich einen Parkplatz. Dort ist mir aufgefallen dass alle Menschen, sowohl Frauen wie Männer, rot angezogen waren. Und zwar durchgängig mit roten Frauenkleidern! Bei Frauen viel es nicht so arg auf wie bei Männern vor allem den bärtigen dickbäuchigen Typen. Definitiv zum abgewöhnen. Die Kamera hatte ich leider nicht dabei. Ich hab aber ein paar Schnappschüsse mit dem Handy gemacht.

Morgen werde ich mir dann New Orleans etwas genauer ansehen. 

Samstag, 8. August 2015

2015 Via Jackson nach New Orleans

Die Hitze ist wieder zurück. Heute Vormittag hat es nochmals ganz extrem geregnet. Ich war bereits auf dem Weg und plötzlich hat es angefangen zu schütten wie man es nur selten erlebt. Ich konnte nur noch ganz langsam fahren da die Scheibenwischer nicht mehr genug Wasser wegmachen konnte. Es war ein richtig starkes Gewitter mit extremem Donner und Blitzen.
 
Dann war plötzlich Schluss und der Himmel wurde in relativ kurzer Zeit blau. Dann wurde es richtig heiss. Vom Gefühl her einiges über 40 Grad. So, dass wenn man das Auto mal irgendwo auf einem Parkplatz stehen lässt, man danach fast nicht mehr einsteigen kann weil Steuerrad und Sitze so heiss sind dass es schon fast schmerzt.
 
Ich bin nun ca 80 Meilen nördlich von Jackson in Mississippi und werde morgen wohl in New Orleans ankommen.
 
Jemand hat mir erzählt dass es dort im Moment eine sehr gute Ausstellung über den D-Day gibt. Werde ich mir natürlich reinziehen.
 
Auf dem Weg bin ich heute an einigen Mangrovenwäldern vorbeigefahren und hab natürlich auch ein paar Fotos gemacht. So was hab ich vorher noch nie gesehen, recht interessant, grosse Bäume die total im Wasser wachsen.
 

 

Ungarn Rundfahrt August 2026

Aktuell sind wir bereits am 3. August 2026 und bis jetzt hab ich ausser den Fotos meines Ungarn Trips vom August noch nichts geschrieben. Nu...