Dienstag, 20. Mai 2025

EU25 Explore Irland

Nachdem ich beim zweiten Anlauf endlich in Irland Fuss fassen konnte, ist jetzt der Moment gekommen, das Land ein bisschen intensiver zu erkunden – quasi ein Roadtrip mit Guinness-Potenzial (aber erst nach dem Parken, versprochen!).

Am 19. Mai um punkt 09:00 Uhr durfte ich in Dublin mein Mietauto entgegennehmen – mein treuer Begleiter für die kommenden sieben Tage. Das Wetter? Durchaus irisch. Könnte besser sein, aber immerhin kein Regen. Ich habe den Wagen wie immer über billiger-mietwagen.de gebucht – mein bevorzugter Anbieter seit Jahren. Bisher ist damit noch nie etwas schiefgelaufen. Toi, toi, toi.

Zum Glück hatte ich meinen Ausweis noch griffbereit. Der Schweizer Führerausweis kennt ja kein Ablaufdatum – ein bürokratischer Segen, den ich an dieser Stelle feierlich würdigen möchte.

Mein Mietauto? Fast neu, ein schnittiger Kleinwagen mit allem, was man so braucht: Gangschaltung (Team Handschaltung forever!), genügend Platz und – fast das Wichtigste – in einem wirklich eleganten Blau. Unwichtig? Vielleicht. Schön? Definitiv. Bild folgt.

Die ersten 200 Meter in Dublin waren… nennen wir es „gewöhnungsbedürftig“. Neues Auto, Linksverkehr, leichtes Adrenalinrauschen. Aber danach? Alles im grünen Bereich. Ich bin einfach mal in Richtung Süden aufgebrochen – ohne konkreten Plan, aber mit maximaler Abenteuerlust.

Am ersten Tag ging’s rund 250 km südwärts in Richtung Rosslare Harbour. Dort soll – laut Gerüchteküche und Google – eine Fähre nach Cherbourg, Frankreich, ablegen. Das passt perfekt, denn genau diese Verbindung werde ich am Ende meines Irland-Aufenthalts von Dublin aus zurück aufs Festland nutzen. Was ich allerdings nicht wusste: Offenbar macht die Fähre einen Zwischenstopp in Rosslare. Ob es zwei Linien oder nur eine mit Umweg gibt? Mysteriös. Aber egal.

In der Nähe von Rosslare habe ich dann ein richtig schmuckes Privathaus gefunden, das Zimmer an Reisende vermietet. Alles blitzsauber, super nette Gastgeber – und das Ganze für faire 70 Euro pro Nacht. Preis-Leistungs-Verhältnis: solide Eins mit Sternchen.

Da ich nun selbst fahre, ist Alkohol natürlich tabu, bis ich für den Tag die Zündung endgültig ausknipse. Auch wenn mich bisher keine Kontrolle erwischt hat – ich will mein Glück nicht herausfordern. Vernunft siegt über Durst!

Am nächsten Morgen hab ich dann meinen Gastgeber um einen Insider-Tipp gebeten: Was muss man in sieben Tagen unbedingt sehen? Seine Antwort: Ab in den tiefsten Süden! Gesagt, getan. Weitere 230 km später bin ich nun in einem Hostel in Killarney gelandet – ein Ort, der sich hervorragend als Ausgangspunkt für weitere Erkundungstouren eignet. Morgen wird hier also fleissig „abgegrast“, wie der professionelle Reiserucksackträger zu sagen pflegt.

Die paar Fotos bisher? Nette kleine irische Dörfer, ganz klassisch. Noch keine Postkartenmotive, aber definitiv authentisch. Das richtig Spektakuläre kommt sicher noch.


 

EU25 Belfast Dublin

Nach einer Nacht in Liverpool brach ich am 16. Mai wieder auf. Mit einem Uber-Taxi ging es – bereits zum zweiten Mal – unter dem Mersey River hindurch zur Anlegestelle der Fähre von Liverpool nach Belfast. Die Überfahrt dauert rund acht Stunden und kostet 53 Euro.

Kaum an Bord, erkundigte ich mich nach einem möglichen Upgrade – konkret: einer eigenen Kabine. Der Preis lag bei moderaten 25 Euro. Ich habe natürlich sofort zugesagt. Klar, acht Stunden klingen nicht dramatisch. Aber diese Zeit auf einem Standardsitz – wie im Zug – zu verbringen, ist eben etwas völlig anderes als in einer privaten Kabine mit Bett, eigenem Bad und Toilette. Der Komfortgewinn war signifikant.

In Belfast hatte ich ein Bett in einem Viererzimmer reserviert – alles unkompliziert und preiswert. Von dort fahren stündlich Züge nach Dublin. Ich entschied mich für den 11-Uhr-Zug. Ab dem neu eröffneten Belfast Grand Central Station ging es dann in etwa zweieinhalb Stunden entspannt südwärts nach Dublin.

Beim letzten Mal war die Verbindung noch nicht durchgängig. Damals musste man zwischen zwei Bahnhöfen umsteigen, und einen Teil der Strecke mit dem Bus zurücklegen. Kurz vor der irischen Grenze stieg man wieder in einen Zug um, der einen nach Dublin brachte. Dieses logistische Nadelöhr scheint mittlerweile passé zu sein – ein echter Fortschritt.

In Dublin übernachtete ich erneut in einem Hostel – wieder in einem Viererzimmer. Ich achte inzwischen gezielt darauf, nur Zimmer mit maximal drei oder vier Betten zu buchen. Das ist zwar minimal teurer, aber der Unterschied im Komfort ist eklatant. In größeren Schlafsälen mit bis zu zehn Personen ist der Erholungswert schlicht nicht vergleichbar.

In meinen letzten zehn oder mehr Aufenthalten war stets alles einwandfrei – keine Lärmbelästigung, angenehme Mitreisende, durchweg positive Erfahrungen. Für Dublin hatte ich drei Übernachtungen gebucht.

Die Stadt selbst ist einfach großartig. Besonders die Architektur fasziniert mich jedes Mal aufs Neue: Fast jedes Gebäude ist aus rötlichem Backstein gefertigt, was dem gesamten Stadtbild ein ganz eigenes Flair verleiht – charmant, warm und ein wenig nostalgisch.

Zudem hatte ich Glück mit der Lage meiner Unterkunft. Ohne es vorher zu wissen, wohnte ich direkt in einer der lebendigsten Straßen der Stadt. Dort reihen sich buchstäblich Hunderte von Pubs aneinander – einer nach dem anderen. Jeden Abend herrschte ausgelassene Stimmung, aber auf eine sympathische, friedliche Art – ganz ohne Aggressionen oder unangenehme Zwischenfälle. Genau so, wie man sich urbane Lebensfreude vorstellt.

 


 

Freitag, 16. Mai 2025

EU25 London Liverpool

Nachdem das mit den monatlichen Medikamenten perfekt geklappt hat, ging es am 9. Mai wieder los. Damit das auch in Zukunft reibungslos läuft, muss ich nun einfach sicherstellen, dass ich spätestens alle fünf Wochen mal kurz in der Schweiz vorbeischaue, um Nachschub zu holen.

Mein erstes Ziel mit dem neuen 3-monatigen Interrail-Pass: eine Reise über Paris und London bis hinauf nach Belfast – mit ein paar spannenden Stopps dazwischen.

Bereits am 9. Mai kam ich in Paris an und bezog – zum dritten Mal – mein Zimmer im Hotel Orléans. Ein kleiner Klassiker für mich. Leider waren die Züge an diesem Wochenende alle komplett ausgebucht, sodass ich erst am 12. Mai ein Ticket für den Eurostar nach London ergattern konnte. Dieses Mal lief aber alles reibungslos: Kaum Menschen, kein Stress – ganz anders als bei meiner ersten Fahrt auf dieser Route.

In London habe ich dank der großartigen Underground auf ein Taxi verzichtet. Allerdings bin ich versehentlich in Paddington ausgestiegen – und stand dann vor einem unerwartet langen Fußmarsch. Erst in der Unterkunft direkt am Hyde Park wurde mir gesagt, dass eine viel nähere U-Bahn-Station nur fünf Minuten entfernt gewesen wäre...

Ich hatte mich für ein 4-Bett-Zimmer entschieden und zunächst drei Nächte gebucht – noch unentschlossen, wie es danach weitergehen soll. Zwei Ideen standen im Raum: ein Mietwagen-Abenteuer durch den Südwesten Englands oder ein erneuter Versuch, Irland und Nordirland zu erkunden.

Ich entschied mich für Letzteres. Am dritten Tag nahm ich den Zug nach Liverpool – und bin nun genau hier. Für 45 £ habe ich ein richtig gutes Hotel mitten in der Stadt gefunden. In wenigen Stunden geht's weiter: Mit der Fähre über die Irische See nach Belfast. Acht Stunden dauert die Überfahrt – meine zweite Reise auf dieser Route.

Beim letzten Mal war es in Belfast und Dublin so überfüllt, dass keine Unterkunft unter 150 Euro zu haben war. Ich kehrte deshalb nach nur einem Tag zurück nach Liverpool. Diesmal soll alles anders laufen: In Dublin will ich mir ein Auto für eine Woche mieten. Die Preise sind fair – 25 Euro pro Tag, inklusive Vollkasko und allem, was man versichern kann.


 


 

Mittwoch, 14. Mai 2025

EU25 Liverpool und zurück nach Hause

Am 15. April begann die nächste Etappe meiner Reise. Mit dem TGV – französischer Hochgeschwindigkeitskomfort in Reinform – fuhr ich von Basel nach Paris. Die Fahrt verlief ruhig und angenehm, fast schon meditativ.

In Paris wählte ich dasselbe Hotel wie im Vorjahr. Kein Ort der Extravaganz, aber sauber, freundlich und von einem gewissen nostalgischen Charme geprägt. Das Haus wirkt wie aus einer anderen Zeit – genauso wie die Besitzer, die mit stoischer Ruhe ihren Betrieb führen.

Eigentlich hatte ich geplant, direkt nach London weiterzureisen, doch ausgebuchte Züge machten mir einen Strich durch die Rechnung. So blieb ich eine Nacht länger in Paris. Ohne konkretes Programm nutzte ich die Zeit für einen Tag im Müßiggang – entspannt, ziellos, fast schon kontemplativ.

Am 17. April ging es mit dem Eurostar über den Ärmelkanal. Die Abfertigung in der Gare du Nord war effizient, wenn auch etwas eng und steril. In London selbst dann keine Kontrollen mehr – das Einreisen verlief erstaunlich unspektakulär.

Mit der Underground erreichte ich rasch die Station Earl’s Court. Mein Hostel lag ganz in der Nähe, fast identisch zu meinem letzten Aufenthalt. Das Zimmer war einfach, aber angenehm – ich teilte es mit drei anderen Reisenden, die mir eher wie flüchtige Figuren am Rand erschienen.

Am Nachmittag besuchte ich erneut die Abbey Road Studios. Viel hatte sich nicht verändert – aber genau das machte den Besuch fast beruhigend. Manche Orte wirken gerade durch ihre Beständigkeit besonders.

Mein nächstes Ziel war Liverpool. Doch der direkte Zug dorthin fiel wegen Bauarbeiten aus – der Bahnhof war bis Montag geschlossen. Zum Glück fand sich eine alternative Verbindung, wenn auch etwas umständlich: Erst mit dem Zug in einen Vorort – „Vorort“ meint hier gut 80 Kilometer Entfernung – dann weiter mit dem Bus, und schliesslich der Anschlusszug nach Liverpool.

Kurz überlegte ich, ein Auto zu mieten – ein Reiz lag in der Unabhängigkeit. Doch ich verwarf den Gedanken. Mein Arzttermin am 29. April war gesetzt und wichtiger als jedes Abenteuer. Also: keine Umwege, kein Risiko – nicht diesmal.


 

 

Samstag, 19. April 2025

EU25 London

Am 15. April begann die nächste Etappe meiner kleinen Odyssee. Mit dem TGV – jener famosen französischen Ingenieurskunst auf Schienen – glitt ich über Basel hinweg in Richtung Paris. Die Fahrt war erwartungsgemäß komfortabel, beinahe meditativ.

In der französischen Hauptstadt quartierte ich mich – mit einem Anflug nostalgischer Sentimentalität – in jenem Hotel ein, das mir bereits im Vorjahr als erstes Refugium gedient hatte. Kein Ort großer Opulenz, gewiss, doch das Interieur war gepflegt, der Empfang diskret, die Atmosphäre von der Patina vergangener Jahrzehnte durchzogen. Das Gebäude selbst – ein Relikt aus besseren Zeiten – wirkte wie aus der Zeit gefallen, seine Besitzer ebenso. Unverrückbar, unbeirrt, fast schon poetisch unmodern.

Mein ursprünglicher Plan sah eine zügige Weiterreise nach London vor, doch das Schicksal – in Gestalt ausgebuchter Verbindungen – durchkreuzte diese Intention. So verblieb ich eine weitere Nacht in Paris, wo ich mich, ohne jede Agenda, dem Müßiggang hingab. Ein Tag der erhabenen Zwecklosigkeit. Und ja – vielleicht auch ein wenig dekadent.

Am 17. dann der Sprung über den Ärmelkanal: Eurostar, Gare du Nord, Security-Korridore wie Schleusen der Moderne. Das Procedere war effizient, aber klaustrophobisch. Ein einziger, kollektiver Transitmoment. Und dennoch – alles funktionierte reibungslos. Keine Grenzkontrollen mehr in London, nur ein leiser Hauch administrativer Gleichgültigkeit.

Die Londoner Underground – ein Wunder urbaner Logistik – brachte mich prompt zu meiner alten Bekannten: der Station Earl’s Court. Mein Hostel lag, wie durch eine sanfte Ironie des Schicksals, unweit jenes Ortes, an dem ich beim letzten Aufenthalt bereits residierte. Das Quartier: unprätentiös, zweckdienlich, überraschend angenehm. Ich teilte ein Zimmer mit drei Fremden, deren Existenz mir seltsam unwirklich vorkam – stumme Silhouetten im flüchtigen Panorama des Reisens.

Später am Tag begab ich mich erneut zu den Abbey Road Studios – jenem sakralen Ort der Popkultur, der trotz touristischer Überformung seine Aura noch nicht ganz verloren hat. Ich fand nichts Neues – und genau das war irgendwie tröstlich.

Mein nächstes Ziel: Liverpool. Doch der Bahnhof, der mich dorthin bringen sollte, war geschlossen. Temporär stillgelegt bis Montag. Eine logistische Unannehmlichkeit.

Zum Glück offerierte das britische Transportsystem eine alternative, wenn auch etwas labyrinthartige Route: Von einem weiter entfernten Bahnhof sollte es in einen sogenannten „Vorort“ gehen – wobei die britische Definition davon offenbar bis zu 80 Kilometer umfassen darf. Von dort aus wiederum ein Bus, nochmals 40 Kilometer, bevor ich endlich in jenen Zug steigen kann, der mich an die Mersey führen wird.

Ich spielte kurz mit dem Gedanken, ein Automobil zu mieten – ein verführerischer Akt der Autonomie. Doch ich verwarf ihn. Der Arzttermin am 29. April ist sakrosankt, ein Fixpunkt, dem ich keine Eskapaden opfern möchte. Keine Experimente – diesmal.

 


 

Donnerstag, 17. April 2025

EU25 Porto

Am 9. April erreichte ich mit der Bahn, von Lissabon kommend, den Bahnhof Porto Campanhã – jenen funktionalen Knotenpunkt, der mir den ersten Zugang zu einer der faszinierendsten Städte Portugals eröffnete. Porto, etwa 320 Kilometer nördlich der Hauptstadt an der rauen Atlantikküste gelegen, ist die zweitgrößte Metropole des Landes und zugleich ein Ort von eigentümlicher Gravitation – anders, kantiger, dichter als das südlichere Lissabon.

Mein erster Eindruck war ausgesprochen positiv. Die Stadt präsentierte sich mit einer architektonischen Handschrift, die sich deutlich von der pastelligen Verspieltheit Lissabons unterschied. Die Fassaden der Häuser waren mit einer eigenartigen, fast textilen Struktur überzogen – man könnte sagen: eine ornamentale Textur, die an gewobene Stoffmuster erinnerte. Farbenfroh, kontrastreich, stellenweise gar flamboyant. Auf den Fotografien lässt sich diese urbane Textur recht gut einfangen, doch der wahre Reiz liegt – wie so oft – in der Atmosphäre vor Ort.

Ich verweilte nur kurz – zwei Nächte, exakt vom 9. bis zum frühen Morgen des 11. April. Anderthalb Tage standen mir zur Verfügung, was sich für mein Temperament als ideal erwies. In einer kleineren Stadt empfinde ich eine zu lange Verweildauer oft als Enge – als hätte man das Kapitel zu lange aufgeschlagen.

Mein Zimmer befand sich nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt – schlicht, aber behaglich. Am Tag nach meiner Ankunft nahm ich ein Taxi in die Altstadt (jene sind hier in Portugal bemerkenswert erschwinglich) und ließ mich durch das historische Herz der Stadt chauffieren. Dort entstand meine kleine fotografische Dokumentation: Portos morbider Charme, gepaart mit aufblitzender Grandezza, offenbarte sich in vollen Zügen.

Auch das Wetter zeigte sich erneut von seiner generösen Seite – Temperaturen bis 28 Grad, eine konstante heitere Stimmung, keine Spur von Regen oder Trübnis. Ein April, wie er im Buche steht.

Doch nach gut einer Stunde in der Altstadt überkam mich erneut jenes vertraute Ziehen – jenes unstillbare Fernweh, das mich selten lange an einem Ort verweilen lässt. Ich kann nichts dagegen tun. Meine innere Ruhe finde ich am ehesten in der Bewegung – im Transit, auf den Gleisen oder in der Luft.

Am 11. April setzte ich meine Reise fort – mein nächstes Ziel: ein kurzer Zwischenstopp in der Schweiz. Die Route von Porto nach Madrid führte mich zunächst über Vigo, eine Küstenstadt im Nordwesten Spaniens, die mir nicht nur geographisch, sondern auch emotional bekannt war – es ist jener Ort, an dem Myrta die letzten 15 Jahre ihres Lebens ihre Sommerferien verbrachte. Ein fast sentimentales Wiedersehen.

Von Vigo aus nahm ich einen Direktzug der RENFE nach Madrid – 572 Kilometer durch das kastilische Hinterland. In der Hauptstadt Spaniens übernachtete ich in einem charmanten Hostel, das sich durch ein bemerkenswertes Ambiente und freundliche Diskretion auszeichnete.

Am darauffolgenden Morgen – noch im ersten Licht – ging es weiter in Richtung Barcelona Sants, wiederum mit der RENFE, eine Strecke von 583 Kilometern. Die Fahrt war angenehm, fast kontemplativ, da ich mich in der ersten Klasse befand – ein kleiner Luxus, den ich mir in Spanien gerne gönne.

Barcelona empfing mich mit vertrauter Betriebsamkeit. Ich übernachtete erneut, diesmal in einem exzellent geführten Hostel, direkt an der berühmten Rambla gelegen – jener pulsierenden Aorta der Stadt, die Tag und Nacht nicht zur Ruhe kommt.

Am Sonntag, dem 13. April, nahm ich schließlich Abschied von Spanien. Es ging weiter mit der RENFE über Narbonne nach Lyon. Ein kurzer Umstieg in Lyon, dann die Weiterfahrt nach Genf. Dort nochmals ein Umstieg – ein letzter. Schließlich erreichte ich Luzern gegen 21:00 Uhr.




Dienstag, 15. April 2025

EU25 Lissabon

Nach ein paar Tagen zu Hause und einem aufschlussreichen Telefongespräch mit meinem neuen Arzt ging es am 1. April wieder los. Ich kann mir mittlerweile kaum noch vorstellen, länger als ein paar Tage zu Hause zu verbringen, ohne zu wissen, dass es bald weitergeht. Aber das ist keineswegs negativ – im Gegenteil.

Von allen Menschen, die mitbekommen, dass ich mein Leben dem Reisen gewidmet habe und es noch immer tue, erhalte ich durchweg positives Feedback. Viele sagen, sie würden es selbst gern tun, aber es sei in ihrem Fall eben „nicht möglich“. Nun ja – you can’t always get what you want. Aber wer wirklich reisen will, kann das auch. Man muss nur bereit sein, auf andere Dinge zu verzichten.

Auf meinen beiden Weltreisen bin ich unter anderem einem französischen und einem australischen Paar begegnet – beide mit Kindern unterwegs. Die Franzosen reisten zu dem Zeitpunkt bereits seit fast zehn Jahren ununterbrochen. Ihre beiden Kinder, ein Junge und ein Mädchen, wurden unterwegs geboren. Er ist professioneller Fotograf mit gewissem Bekanntheitsgrad in Frankreich und stellt seine Werke regelmäßig aus. Sie ist ausgebildete Lehrerin für Primar- und Sekundarstufe. Ich traf die Familie in China – ihr nächstes Ziel war Neukaledonien, wo sie einen Lehrposten in Aussicht hatte, während er „irgendetwas im Büro“ übernehmen würde. Die Kinder reisen selbstverständlich mit – und dank ihrer Mutter erhalten sie eine exzellente Ausbildung. Der Junge war, soweit ich mich erinnere, etwa acht Jahre alt und sprach neben Französisch bereits ziemlich fließend Englisch.

Es ist bedauerlich, dass so viele Menschen zwar gern reisen würden, es aber aus eigentlich nicht stichhaltigen Gründen doch nicht tun. Oft ist es schlicht die Angst, die sie zurückhält. Dabei bin ich überzeugt: Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn mehr Menschen reisen würden. Toleranz, Offenheit und Verständnis für andere Kulturen würden dadurch spürbar wachsen.

Am 1. April machte ich mich also wieder auf den Weg. Zunächst mit dem TGV – 492 Kilometer bis nach Paris. Da am nächsten Tag alle Verbindungen Richtung Barcelona ausgebucht waren, blieb ich zwei Nächte in der französischen Hauptstadt. Am 3. April ging es weiter – 1.032 Kilometer nach Barcelona-Sants. Dort hatte ich erneut ein kleines Hotel direkt an der Rambla. Am 4. April fuhr ich dann die 593 Kilometer weiter nach Madrid. Wegen ausgebuchter Züge blieb ich dort bis zum 7. April.

Dann begann die Etappe Richtung Portugal – eine Strecke mit zwei Umstiegen: zuerst 336 Kilometer von Madrid nach Badajoz, kurz vor der portugiesischen Grenze, dann 175 Kilometer weiter nach Entroncamento und schließlich die letzte Etappe mit 96 Kilometern bis nach Lissabon.

Ich war ja letztes Jahr zum ersten Mal in Lissabon – eine fantastische Stadt, wie gesagt. Auch diesmal habe ich wieder ein paar schöne Fotos gemacht.

In Paris, Barcelona und Madrid habe ich übrigens keine Fotos geschossen – ich war ja in den letzten zwölf Monaten ohnehin schon mehrfach dort.


 

Montag, 31. März 2025

EU25 Hamburg

Aktuell war ich zum dritten Mal in Hamburg. Mein erster Besuch liegt bereits in den 1970er-Jahren, der zweite war letzten Sommer – damals entdeckte ich ein unscheinbares Restaurant, das sich als echter Geheimtipp entpuppte. Dort bekam ich eines der besten Gerichte, das ich je gegessen habe: schlicht, aber genial – Scampi in Knoblauchsauce mit gedünstetem Gemüse. So einfach das auch klingt, der Geschmack war herausragend. Bei meinen beiden Hamburg-Aufenthalten habe ich das Gericht bestimmt zehnmal bestellt.

Hamburg ist eine faszinierende Stadt. Ich habe wieder in derselben Unterkunft übernachtet wie beim letzten Mal – das passiert mir öfter. Offenbar merkt sich der Algorithmus der Booking-App, wo ich zuletzt war, und schlägt es mir erneut vor. Wie dem auch sei – es war wieder eine ausgezeichnete Wahl.

Diesmal habe ich mir die Ausstellung Miniatur Wunderland angesehen, die ich zuvor schon in einer Fernsehdokumentation entdeckt hatte. Kurz gesagt: ein echtes Spektakel. Der Eintritt kostet 20 Euro, und die Ausstellung ist jeden Cent wert.

In einem der Bereiche wird aufgelistet, wie viel Arbeitszeit in die einzelnen Themenwelten – etwa Schweiz, Italien, Österreich oder die Rocky Mountains – geflossen ist. Die Rede ist von Hunderttausenden Arbeitsstunden. Kaum vorstellbar, welcher Aufwand und welches handwerkliche Können dahinterstecken.

Nach meinem Aufenthalt in Hamburg ging es mit dem ICE zurück nach Hause – dort bin ich aktuell. Aber nicht für lange: Morgen geht’s schon wieder weiter in Richtung Portugal.



Sonntag, 23. März 2025

EU25 Kopenhagen

Vorgestern ging es wieder los. Aus Zeitgründen habe ich mich diesmal dagegen entschieden, noch einmal nach Oslo und Bergen zu fahren, und bin stattdessen direkt weiter nach Kopenhagen gereist. Die Zugfahrt dauerte rund sechs Stunden und führte mich von Stockholm nach Malmö. Malmö liegt direkt am Meer, auf der schwedischen Seite. Von dort aus ging es mit einem Regionalzug über die imposante Brücke, die Schweden mit Dänemark verbindet, weiter nach Kopenhagen.

Auch in Kopenhagen habe ich wieder eine hervorragende Unterkunft gefunden – vom Konzept her sehr ähnlich wie die Citybox-Hotels in Stockholm und Tallinn: modern, minimalistisch und effizient. Das Hotel ist nagelneu, der Check-in erfolgt bequem über ein Terminal. Im Gegensatz zu den anderen Standorten gibt es hier allerdings zusätzlich eine großzügige Rezeption, die rund um die Uhr besetzt ist und sämtliche Services anbietet. Die Zimmer sind klein, aber makellos sauber und geschmackvoll durchgestylt. Und das Ganze für rund 80 Franken für zwei Nächte – ein echtes Schnäppchen. Direkt vor dem Hotel stehen Taxis bereit, die hier verhältnismäßig günstig sind.

Gestern habe ich die Altstadt von Kopenhagen besucht – wunderschön, keine Frage. Aber ehrlich gesagt erinnert sie stark an jene von Stockholm, Tallinn, Riga oder Bergen. Ich glaube, ich habe mich langsam etwas „sattgesehen“.

Ich habe noch etwa eine Woche Zeit, bevor ich wieder zu Hause sein muss. Heute um 14:22 geht mein Zug weiter Richtung Hamburg. Danach vielleicht Amsterdam oder Berlin – vamos a ver.




Donnerstag, 20. März 2025

EU25 Stockholm

Vorgestern Morgen war mein letzter Tag in Tallinn – vermutlich auch mein endgültiger Abschied von den baltischen Staaten. Im Mai werde ich 70, und ich bezweifle, dass ich ein drittes Mal in diese Region zurückkehren werde. Es gibt einfach noch so viel anderes auf der Welt zu entdecken.

Der Tod meines Arztes – eines aussergewöhnlichen Menschen, der mich über 45 Jahre lang begleitet hat und ohne den ich vermutlich gar nicht mehr leben würde – hat mich sehr getroffen. Was die Zukunft bringt, wird sich zeigen. Für mich gilt jedenfalls: Ohne Reisen gibt es keine Zukunft.

Wie auch immer – vorgestern um 18:00 Uhr ging es mit der Baltic Queen von Tallinn nach Stockholm. Eine 14-stündige Überfahrt, die dank einer eigenen Kabine angenehm und entspannt verlief. Der Preis: 122 Euro – völlig angemessen.

Noch an Bord organisierte ich meinen Aufenthalt in Stockholm: zwei Nächte für rund 80 Euro. Ich übernachtete in einer eigenen Kabine auf einem alten Schiff, das zu einem Hostel umgebaut wurde und fest im Herzen Stockholms vertäut ist. Insgesamt liegen hier etwa sieben solcher Schiffe – eine charmante Atmosphäre. Die Kabinen sind klein, aber sobald man das Schiff betritt, wirkt alles viel geräumiger, als es von außen den Anschein hat. Fast wie die TARDIS aus Doctor Who.

Stockholm ist zweifellos eine grossartige Stadt – und ich hatte einmal mehr das Glück, dass das Wetter mitspielte: strahlend blauer Himmel, auch wenn es ziemlich kühl war. Das lag vor allem am eisigen Wind. Doch sobald man ein windgeschütztes Plätzchen in der Sonne erwischt, sind Temperaturen um die 20 Grad durchaus drin.

Morgen um 10:28 geht es weiter Richtung Kopenhagen. Eigentlich wollte ich über Oslo nach Bergen reisen und von dort mit dem Schiff nach Dänemark übersetzen. Aber ich darf auf keinen Fall zu spät zurück in der Schweiz sein – denn am 31. März schliesst die Arztpraxis endgültig.








Fotos von früherem Stockholm Aufenthalt.


 

 

 

 

 

 


 

Sonntag, 16. März 2025

EU25 Riga & Tallinn

Die letzten zwei Tage habe ich in Riga verbracht – wie Vilnius eine eindrucksvolle, wunderschöne Stadt. Es war zwar kalt, um die null Grad, und in der Nacht hat es sogar geschneit, aber dafür zeigte sich tagsüber meist ein strahlend blauer Himmel. Man sagt ja: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung – und das trifft es ganz gut.

Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch existiert inzwischen eine durchgehende Zugverbindung zwischen allen drei baltischen Staaten. Damals war ein Teil der Strecke nur mit dem Bus befahrbar, da die Bahnlinie saniert wurde. Dieses Mal konnte ich die gesamte Route problemlos mit dem Interrail-Ticket zurücklegen – wobei die Preise für die einzelnen Abschnitte ohnehin beinahe symbolisch niedrig sind.

Da ich Ende März ein letztes Mal in der Arztpraxis vorbeischauen muss, werde ich den geplanten Abstecher bis nach Bergen voraussichtlich nicht mehr realisieren können. Heute bin ich mit dem Zug von Riga nach Tallinn gefahren, wo ich mich aktuell befinde. Für übermorgen habe ich bereits ein Ticket für die Fähre von Tallinn direkt nach Stockholm – Finnland lasse ich aus genannten Gründen besser aus.

Von den drei baltischen Hauptstädten ist Tallinn für mich ganz klar die schönste. Aber mehr dazu – inklusive Bildern – gibt’s dann im nächsten Blogeintrag über Tallinn. Fürs Erste gibt’s sonst nicht viel zu berichten.







Bilder vom ersten Riga Besuch


 

Freitag, 14. März 2025

EU25 Vilnius

Nach einem 2 tägigen Aufenthalt in Warschau hab ich vorgestern morgen um 07:55 den Zug nach Vilnius genommen. Vilnius ist die Hauptstadt von Litauen, einem der drei baltischen Staaten. Ist irgendendwie ungemütlich nur ca 60 km entfernt von der Weissrussischen Grenze entfernt zu sein wo ja Russland seit neuem Atomraketen platziert hat. Aber was solls. Sterben tun wir alle irgendwann. Ich hoffe einfach dass ich dann mitten drin bin und es mich in Atome zersplittert. Hab gehört dass das ziemlich schnell geht..

Also, ich bin nun das zweite Mal in Vilnius. Letztes Mal kam ich von Finnland her, nun gehts in Richtung Finnland. Ich weiss allerdings nicht, ob ich wirklich von Tallin nach Helsinki fahren soll weil ich hab ja in Finnland immer noch diese Scheiss-Busse offen von 560 Euro. Normalerweise wird man mit dem Schweizer Pass überall durchgelassen ohne grosse Kontrolle. Aber wenn die im Computer nachschauen dann werden sie das sehen und ich habe keine Ahnung wie die dann reagieren. Im besten Fall muss ich einfach die 560 Euro bezahlen und das wäre ok. Was aber wenn es wegen der  Verzögerung rsp dem Nichtbezahlen plötzlich 5000 Euro sind?? Aber es gibt eine Alternative. Von Tallin aus gibt es direkte Schiffsverbindungen nach Stockholm und so kann ich den Schlamassel umgehen.

Hier sind, nachdem ich nun praktisch zwei Wochen das schönste Wetter hatte, die Temperaturen auf 0 Grad runter und letzte Nacht hat es sogar geschneit. Aber aktuell ist es zwar kalt aber der Himmel ist blau.

Morgen gehts weiter nach Riga in Lettland. Ich habe noch einiges vor mir (Stockholm, Oslo und Bergen falls es zeitlich drin liegt, dann Schiff oder Zug nach Dänemark usw.) Das muss ich alles bis Ende März schaffen weil dann kann ich ein letztes Mal beim Arzt vorbei (nach 45 Jahren!).  Habe gemischte Gefühle diesbezüglich.









Fotos vom ersten Vilnius Besuch









Montag, 10. März 2025

EU25 Dresden 2

Meine Pläne haben sich wieder etwas geändert. Ich habe noch einen Tag in Dresden angehängt. Seit nun fast zwei Wochen habe ich traumhaftes Wetter. Gestern waren es 17 Grad bei dauerhaft blauem Himmel.

Auschwitz hab ich definitiv gestrichen. Dies, nachdem ich mir überlegt habe warum ich überhaupt dorthin will. Dass Auschwitz der Ort auf der Welt ist an dem wohl das schlimmste Verbrechen der Menschheitsgeschichte stattgefunden hat weiss ich. Mao und Stalin sind zwar auch für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich aber ein industrielles Abschlachten wie in Deutschland war es nicht. In China sind Millionen Menschen verhungert wegen der stumpfsinnigen Politik der Regierung. In Russland hat das Ganze über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren stattgefunden und wurde von den verschiedensten Vasallen an den verschiedensten Orten ausgeführt. Wenn ich nach Ausschwitz gehen würde dann käme ich mir vor wie ein Gaffer der sehen will wo und wie das Ganze gemacht wurde. Ich war in Washington an der Gedenkmauer für die ca 36'000 in Vietnam gefallenen Soldaten. Das hat mich schon sehr mitgenommen. Praktisch alle Besucher dort hatten Tränen in den Augen. In Ausschwitz wäre das noch viel extremer. Und es gibt doch tatsächlich Menschen die der Nazizeit nachtrauern. Für mich absolut unvorstellbar.

Ich bin aktuell noch im Hotel in Dresden und werde um 11:55 Uhr mit dem Zug nach Warschau fahren. Von dort geht es dann voraussichtlich weiter nach Vilnius wieder in die baltischen Staaten.

 


 

Sonntag, 9. März 2025

EU25 Dresden

Von Prag kommend bin ich nach einer fast 5-stündigen Fahrt mit dem ICE Prag-Berlin in Dresden eingetroffen. Vom Bahnhof hab ich mir dann ein Taxi genommen und bin zu meiner Unterkunft in der Leipzigerstrasse gefahren. Von hier aus sind es mit dem Tram ca 8 Minuten bis zur Gedächtniskirche, dem Ort an dem ich die Fotos gemacht habe.

Dresden wurde ja im zweiten Weltkrieg von den Engländern bombardiert. Die ganze Stadt ist in einem riesigen Flammenmeer zugrunde gegangen. Dieser Angriff wird oft als Kriegsverbrechen der Aliierten bezeichnet. Nun, wenn die Deutschen den ganzen Scheiss nicht angefangen hätten dann hätte es auch diesen Angriff nicht gegeben. Wie man auf den Fotos sieht sind alle Gebäude die den Angriff teilweise überlebt haben schwarz. Das sind die Überreste des Feuers das man wohl extra so gelassen hat als reminder. Der Slogan nach dem Krieg war ja 'nie wieder'. Was allerdings momentan auf der Welt läuft lässt Schlimmes vorausahnen.

Dresden wäre sicher eine Stadt wo es noch viel mehr zu sehen gäbe. Aber wie gesagt, ich fühle mich gut wenn ich mich bewege. Deshalb geht es morgen wieder weiter nach Auschwitz.

 


 

Freitag, 7. März 2025

EU25 Prag

Nach einem 4-tägigen Kurzaufenthalt zuhause bin ich am Dienstag wieder losgefahren. Mein Interrailpass ist noch zwei Monate gültig.

Wie bereits  im Dezember hab ich als erstes wieder den Nachtzug Zürich-Budapest genommen. Dieses mal fuhr ich aber nur bis Wien. Ich hab mir wieder den Schlafwagen gegönnt und hatte auch dieses Mal wieder das Glück, dass ich eine Kabine für mich alleine hatte. Der zweite Passagier hat es sich wohl anders überlegt. Dieses Mal war es ein Schlafwagen der ÖBB und nicht einer der Ungarischen Staatsbahnen. Vom Platz her war der Wagen obwohl neu nicht so der Hit. Er war zweistöckig und man musste sich wirklich in die Kabine reinzwängen. Ist man aber mal drin dann ist es angenehm da es zwei grosse Fenster gibt. Eines auf der Seite und eines gegen oben. Wenn man im Bett liegt sieht man die Sterne falls das Wetter es erlaubt.

Ja, mit dem Wetter hatte ich bis jetzt Glück. Es ist  seit der Abfahrt vor 3 Tagen immer angenehm warm. 

Eigentlich war der Plan so, dass ich nach Wien fahre und dort mindestens einen Tag bleibe. Ich bin aber bereits um 08:00 Uhr dort angekommen und hatte wieder das Problem, dass ich in den bezahlbaren Hotels erst ab 15:00 Uhr einchecken kann. Irgendwie hat mir das nicht so zugesagt und ich habe mich spontan entschlossen, gleich mit dem nächsten Zug nach Prag weiterzufahren. Eine Stunde später war es soweit und um 14:30 Uhr war ich in Prag. Wie der Zufall es so will bin ich im gleichen Hotel gelandet wie bereits bei meinem ersten Prag Aufenthalt.

In Prag hatte ich einen vollen Tag zur Verfügung und konnte erstmals meine neue Osmond Filmkamera testen. Die Qualität der Aufnahmen ist sensationell. Eigentlich ging ich davon aus, dass mich die Leute komisch anschauen wenn ich die Kamera mit den Stirnband auf meiner Stirne platziere aber heute scheint wirklich nichts mehr aufzufallen. Gut so.

Heute morgen ging es dann weiter. Aktuell bin ich in Dresden. Wetter immer noch tadellos. Morgen schau ich mir die Stadt an. Danach fahre ich weiter nach Oswiecim in Polen. Dies scheint der polnische Name für Ausschwitz zu sein. Eine traurige Sache aber ich wollte schon lange mal zu dieser Gedenkstätte.

Die Bilder mit den Metallautos sind aus einer Ausstellung mitten in Prag.




Oslo & Trondheim

Am 11. Mai ging es wieder los. Eigentlich wollte ich ja mit dem Schlafwagen rauf nach Narvik fahren. Ich hatte bereits die Zugreservation, e...