Seit mehr als einem Monat habe ich nichts mehr in meinem Blog geschrieben – selbst für mich eine erstaunlich lange Abstinenz. Aber es bringt ja nichts, wenn ich mich ständig wiederhole, obwohl eigentlich nichts wirklich Erwähnenswertes passiert ist. Deshalb hier die Tage bis Ende Oktober in komprimierter Form. Fotos habe ich fast ausschliesslich mit dem Handy gemacht, da ich, wie erwähnt, überall schon gefühlte hundert Mal war. Und ganz ehrlich: Handyfotos sind heute zwar noch nicht absolut perfekt, aber nahezu. Sobald ich eine neue Drohne habe, werde ich mich ohnehin wieder vermehrt auf Luftbilder konzentrieren – die Welt von oben ist der Welt am Boden eindeutig überlegen (ausser man besitzt eine fantastische Makro-Ausrüstung, arbeitet am Mikroskop oder fotografiert Langzeitbelichtungen des Nachthimmels).
Also denn: Am 17. Oktober wollte ich den direkten Zug von Berlin nach Amsterdam nehmen – inklusive Schlafwagen. Das habe ich vor etwa einem Jahr schon einmal gemacht. Laut DB gab es noch freie Kapazitäten, also buchte ich frohen Mutes. Ich bezahlte und sollte anschliessend die Reservation per Mail erhalten. Nach etwa fünf Minuten kam jedoch die charmante Meldung, dass das Buchen leider nicht funktioniert habe (die Deutsche Bundesbahn!!), und dass mir das Geld rückerstattet werde. Ich probierte es ein zweites Mal – exakt dasselbe Resultat. Immerhin funktionierte das Zurückbuchen tadellos, denn zusammen waren das über 300 Franken.
Ich musste also umdisponieren und nahm als Alternative den Zug von Berlin über Dresden nach Hamburg. In Hamburg war ich wieder im Generator Hostel – einer wirklich empfehlenswerten Herberge, die auch Standorte in Kopenhagen, Stockholm und Paris hat. Sicher gibt es noch einige mehr, aber diese kenne ich nicht persönlich. Das Generator Hostel ist, ähnlich wie das Cab20, nur fünf Minuten vom Hauptbahnhof entfernt und gerade mal zwei Minuten von meinen geliebten Shrimps in Knoblauchsauce. Leider war ich etwas erkältet und konnte das kulinarische Erlebnis nicht vollumfänglich zelebrieren. Ein Grund mehr, zum siebten (?) Mal nach Hamburg zu fahren.
Am 19. Oktober ging es weiter. Von Hamburg gibt es einen direkten Zug nach Amsterdam. Nachdem mein Versuch mit dem Berliner Schlafwagen glorios gescheitert war, nahm ich nun eben diese Verbindung – ohne Schlafwagen, aber immerhin.
Nach etwa zwei Stunden blieb der Zug in einem kleinen Kaff stehen (die Deutsche Bundesbahn!!). Durchsage: technische Störung, ungefähr 20 Minuten Wartezeit. Überraschung: Nach Ablauf der Zeit die Mitteilung, dass der Fehler doch nicht behoben werden könne und alle mehr als 1000 Passagiere den Zug verlassen müssten. Nebenan stand zwar ein Ersatzzug bereit, dieser war jedoch bereits gut gefüllt. Und als kleines Sahnehäubchen gingen laut Durchsage nur die letzten drei Türen im hintersten Wagen – und ich stand natürlich im vordersten. Somit mussten alle Passagiere mitsamt Gepäck durch den gesamten Zug quetschen. Das fühlte sich an wie fünf Stunden Survival-Training im Doppelpack. Da im wartenden ICE nun doppelt so viele Menschen waren wie vorgesehen, verlief die Fahrt nach Bremen (fast zwei Stunden) in eindeutig sardinenähnlicher Atmosphäre. In Bremen standen dann zwei weitere Züge bereit, in die sich die Menschenmassen verteilen konnten. Ab da lief die Fahrt nach Amsterdam erstaunlich problemlos – wenn auch mit rund zwei Stunden Verspätung.
Am 20. Oktober kam ich in meiner Unterkunft in Amsterdam an. Unten gab es eine grosse Bar mit Live-Musik und gutem Essen; oben waren die Zimmer. Ich buchte wie üblich ein Bett im Viererzimmer – und der Aufenthalt war, wie fast immer in Amsterdam, hervorragend.
Am 21. Oktober ging es weiter. Das Eurostar/Eurotrain-Netz, das die Verbindungen unter dem Ärmelkanal managed, wurde ausgebaut, sodass man inzwischen nicht nur Paris–London, sondern auch London–Brüssel–Amsterdam fahren kann. Ich buchte Amsterdam–London. Das Einchecken in Amsterdam ist, aus mir völlig unerfindlichen Gründen, deutlich weniger mühsam als in Paris.
In London übernachtete ich wieder in einem Hostel direkt neben der Metrostation 'Earl’s Court' – mittlerweile wohl schon zum vierten Mal. Ich blieb zweieinhalb Tage. London gefällt mir einfach, Punkt. Natürlich liess ich es mir nicht nehmen, erneut zu den Abbey Road Studios zu pilgern und mir wieder einen dieser Schirme zu kaufen (man kann ja nie genug Beatles-Schirme besitzen).
Am 24. ging es zurück nach Paris. Dort buchte ich die Unterkunft „The People“ – und stellte bei der Ankunft fest, dass ich dort offenbar auch schon zweimal residiert hatte.
Am 26. ging es zurück in die Schweiz. Die Medikamente waren wieder fällig, plus ein Lungencheck im Kantonsspital Luzern (alles bestens!!). Bis zum 31. blieb ich zuhause.
Da ich wie erwähnt nicht viele Fotos gemacht habe, hier ein paar Handyfotos von den oben genannten Orten.
















